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Marburger Greenpeace Jugend stellt sich vor

In der Jugendarbeitsgruppe (JAG) von Greenpeace Marburg engagieren sich Jugendliche aus Marburg und Umgebung und planen eigene kreative Aktionen zum Umweltschutz. Aileen Kämper erklärt was die JAG eigentlich genau macht und warum sie dort mitmacht.



Aileen, wie würdest du deine Gruppe (JAG) beschreiben? Wer seid ihr?

Aileen: Wir sind eine Gruppe von Ungefähr 20 Jugendlichen im Alter von 14-21 Jahren, die alle keine Lust mehr haben mit anzusehen, was mit unserer Erde und dem Klima passiert. Die meisten von uns kommen aus Marburg und den umliegenden Dörfern, doch wir haben auch ein Mitglied aus Gießen.

Vorwiegend treffen wir uns natürlich, um Aktionen zu planen und auszuführen und uns weiterzubilden, doch wir treffen uns auch an manchen Wochenenden für Videoabende und haben sogar für die Sommerferien eine mehrtägige Radtour geplant!

Und was macht ihr um die Umwelt zu schützen?

Aileen: Meist planen wir Aktionen wie Flashmobs, haben Infostände in der Oberstadt, um die Leute über die Gefahren von Atomkraft aufzuklären und sammeln Unterschriften, um zu zeigen, dass wir mit unserer Meinung nicht alleine sind.
Natürlich sind wir auch bei den Mahnwachen jeden Montag dabei und fahren zu Großdemos.

Mit welchen Themen beschäftigt ihr euch inhaltlich?

Aileen: In Deutschland gibt es insgesamt 42 Jugendgruppen (JAGs). Jedes Jahr planen wir Aktionen zu einem bestimmten Thema. Seit letztem Jahr haben wir das Thema „Atomkraft“, da vor einigen Monaten in der Bundesregierung über die Verlängerung der AKWs diskutiert wurde. Wir haben den Politikern gezeigt, dass eine ganze Menge Menschen gegen Atomkraft sind, tragischerweise wurden die AKWs jedoch verlängert. Die Entscheidung der Bundesregierung können und wollen wir aber nicht akzeptieren, und fordern daher den sofortigen Atomausstieg und den Ausbau erneuerbaren Energien.
Denn leider hat das furchtbare Unglück in Fukushima wieder einmal gezeigt, wie verantwortungslos und gefährlich die Nutzung von Atomkraft ist.

Welche Aktion war für dich bisher die am Besten? Warum?

Aileen: Aus ganz Deutschland treffen sich JAGler alle paar Monate für besonders große Aktionen, wie die Spree-Aktion letzten Herbst in Berlin, bei dem JAGler unter dem Motto „Atomkraft geht baden“ mit selbst gemalten Atomfässern und Schwimmbannern in die Spree sprangen. Diese machen mir persönlich am meisten Spaß, da wir meist über 100 Personen sind und mit besonders vielen Menschen lässt sich natürlich auch besonders viel bewegen.

Warum engagierst du dich für Greenpeace oder wie kamst du auf die Idee in der JAG mitzumachen?

Aileen: Ich habe mich schon seit langem für Greenpeace interessiert, schon als kleines Kind hat es mich fasziniert, wie Aktivisten ihr Leben für den Umweltschutz riskieren. Als ich im Internet auf die Greenpeace-Jugend Website gestoßen bin und festgestellt habe, dass es auch in Marburg eine Gruppe gibt, hab ich spontan noch am selben Tag vorbeigeschaut. Ich bin jetzt seit ziemlich genau einem Jahr dabei und es macht mir Spaß die Aktionen zu planen und natürlich auch durchzuführen.

Falls jetzt jemand Lust bekommen hat: Wer kann alles bei euch mitmachen?

Aileen: Alle, die daran interessiert sind, sich für Umweltschutz einzusetzen und nicht mehr tatenlos zusehen wollen, wie unsere Erde von geldgierigen Großkonzernen und machtgeilen Politikern zerstört wird, sind bei uns herzlich willkommen.Fachliches Vorwissen oder so was ist nicht notwendig, das einzige was mitzubringen ist, ist Motivation und der Glaube, etwas bewirken zu können.

Wo findet euch jemand, der einsteigen will? Trefft ihr euch regelmäßig?

Wir treffen uns jeden Dienstag von 19:00 bis 20:30 in der Rudolf-Bultmann Str.2b, wo auch das Studio von Radio Unerhört ist.

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Weitere Informationen:






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