Trinkwasser wird knapp - Folge der Klimaerwärmung!

  • 19.04.2007,
  • veröffentlicht von <address>Rotraud Hänlein</address>

Ohne Wasser können wir nicht leben. Es ist alarmierend, dass die Ausbreitung der Wüsten, heißere, niederschlagsärmere Sommer und die weltweite Gletscherschmelze unsere Trinkwasserversorgung bedrohen.

 

Gletscher sind wichtige Wasserspeicher. Wenn die Eisriesen in schnellem Tempo schmelzen und sehr viel Wasser abgeben, wächst kurzfristig die Gefahr von Hochwassern und Überschwemmungen. Ist das Eis abgetaut, können Wasserengpässe auftreten, weil der Nachschub aus den Bergen ausbleibt. Im Himalaja bedroht das Tauwetter die Trinkwasserversorgung von hunderten Millionen Menschen. Das Schmelzwasser der Eiskappen des Quelccaya-Gebirges ist eine wichtige Trinkwasserquelle für die peruanische Hauptstadt Lima. In Europa werden große Flüsse wie Rhein und Rhône von Gletscherwasser gespeist. Experten der Vereinten Nationen befürchten, dass sich die Zahl der Menschen, die in Regionen akuter Wasserknappheit leben, bis 2025 weltweit von derzeit knapp einer Milliarde auf 1,8 Milliarden erhöhen könnte. Der Klimawandel hat daran einen großen Anteil.

Die Auswirkungen des Klimawandels ziehen eine Vielzahl von ökologischen und sozialen Problemen nach sich: Hunger, Verelendung und eine Zunahme von Fluchtbewegungen, sowie Konflikte um die knapper werdenden Ressourcen Boden und Wasser. Es ist jetzt schon abzusehen, dass die Kriege der Zukunft weniger um Öl und andere Rohstoffe geführt werden, sondern um fruchtbare Erde und Wasser.

 

  

 


    9. 02. 2012.       Druckversion