Potsdam, 22.09.2008
Die AktivistInnen von Greenpeace Deutschland und Greenpeace Potsdam haben ihre Klimaschwein-Kampagne gegen besonders umweltschädliche Autos fortgesetzt. Heute dekorierten sie vor einem Mercedes-Benz-Autohaus in Potsdam einen Geländewagen dieser Marke mit rosa Farbe, künstlicher Schnauze, Ohren und Ringelschwanz. Auf einem Banner stand: „Abspecken fürs Klima!" Der Protest richte sich gegen die klimaschädliche Modellpolitik des Unternehmens.
"Auch bei Mercedes-Benz muss man endlich einsehen, dass Spritschlucker als Aushängeschild für Autobauer ausgedient haben", sagt Marc Specowius, Verkehrsexperte von Greenpeace. "Doch die Konzernspitze denkt nicht mal daran, auf kleinere, leichte und spritsparende Fahrzeuge zu setzen. Anstatt der Umwelt zu helfen und Arbeitsplätze der Zukunft zu sichern, wird geprotzt wie eh und je."
Im Vergleich mit den anderen großen deutschen Autoherstellern schneidet Mercedes-Benz beim Klimaschutz am schlechtesten ab. Nur sechs der 251 aktuellen Modelle liegen unter dem Kohlendioxid-Grenzwert, zu dem sich die europäische Autoindustrie vor zehn Jahren selbst verpflichtet hat. Danach dürfen Neuwagen Ende 2008 durchschnittlich nur noch 140 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Konkurrent BMW unterschreitet diesen Grenzwert aktuell mit 22 von 446 Modellen. Der durchschnittliche Kohlendioxid-Ausstoß der Mercedes-Benz-Fahrzeuge lag laut Kraftfahrtbundesamt 2007 bei 184 Gramm.
Mercedes-Benz muss den Verbrauch seiner Autos jetzt schnell und konsequent senken. Das funktioniert nur, wenn bei allen Modellen das Gewicht der Fahrzeuge reduziert und die Übermotorisierung beendet wird. Die heute verfügbare Spritspartechnik, wie Start-Stop-Automatik und Leichtlaufreifen, muss künftig in alle Modelle als Grundausstattung eingebaut werden.
Um diesen Forderung Nachdruck zu verleihen, stellte Greenpeace eines der Klimaschweine vor das gut besuchte Brandenburger Tor in Potsdam.


Potsdam, 28.04.2008
Fast die Hälfte des an Land gebundenen Kohlenstoffs ist in den letzten Urwäldern der Erde gespeichert. Durch Abholzung und Brandrodung der Wälder werden mehr Treibhausgase ausgestoßen, als durch den Straßen-, Luft- und Schiffsverkehr zusammen. Diese selbstzerstörerischen Rodungen frinden nur statt, weil sie sich wirtschaftlich lohnen, z.B. durch den Verkauf des Holzes. Auch zu uns gelangt dieses Holz aus Urwaldzerstörung. Nur das duch internationale Umweltverbände anerkannte FSC-Siegel garaniert eine nachhaltige, sozial verträgliche und ökonomisch machbare Waldnutzung.
Wir haben auch in Potsdam und Umgebung nicht FSC-zertifiziertes Holz entdeckt. Mit unserem Protest wollen wir die Händler auffordern, nur zertifizierte Produkte zu verkaufen. Auch Sie als Kunden können einen Beitrag leisten, indem Sie auf das FSC-Siegel achten. Erfragen Sie die Herkunft der Produkte, um nicht zur Urwaldvernichtung beizutragen.
[Presseerklärung]
[Hintergrund: Tropenholz & Klima]

Potsdam, 24.11.2007
Die brandenburgische Landesregierung und der Konzern Vattenfall befürworten ein Festhalten an, oder gar eine Ausweitung der Braunkohlenutzung. Dagegen protestierte die Greenpeace-Gruppe Potsdam am 24.11. Schwarze Säcke mit der Aufschrift „CO2 – der gefährlichste Müll ist der, den wir nicht sehen“ symbolisieren die Pro-Kopf-Emission verschiedener Länder. Trauriger Spitzenreiter ist dabei das Land Brandenburg mit höheren Emissionen als der vermeintliche Klimakiller Nr. 1, die USA. Verantwortlich dafür ist die vor allem die Verstromung von Braunkohle in den Vattenfall-Kraftwerken Jänschwalde und Schwarze Pumpe.


Potsdam, 01.08.2007
Im Kontext des dringenden Handlungsbedarfs zur CO2-Reduktion versuchen die Kraftwerksbetreiber und Lobbygruppen wie das Atomforum Deutschland, die Atomkraft als grüne Retter der Welt zu präsentieren. Auch in der Politik wird wieder sehr laut über den „Ausstieg aus dem Ausstieg“, also das Aufkündigen des Atomkonsens' nachgedacht. Warum dies zu kurz gedacht ist und wie sie den Atomausstieg selber machen können, erfahren Sie bei uns.

Das Thema Klimawandel ist zur Zeit in aller Munde. Vieles ist auch bekannt darüber, dass der große Verbrauch an fossilen Energieträgern, die Abholzung der letzten Urwälder und die extreme Weidewirtschaft zur veränderung unserer Atmosphäre und zur Verstärkung des Treibhauseffektes beitragen.
Mit der Frage nach Zeichen des Klimawandels und welchen Anteil der Mensch daran hat und vor allem welche Alternativen es zu den bestehenden Technologien gibt befasst sich die Ausstellung, welche vom 2. bis 20. April in den Bahnhofspassagen des Potsdamer Hauptbahnhofs gezeigt wird.
Die Ausstellung wird von einem Vortragsprogramm begleitet, zu dem vor allem Schulklassen und interessierte Gruppen eingeladen sind. Jede Woche wird es zudem einen öffentlichen Diskussionsabend geben. Als Auftakt findet am Montag dem 2. April 2007 um 19 Uhr ein Vortrag über Klimawandel, seine Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und welche Möglichkeiten wir haben damit umzugehen.
Die Ausstellung ist permanent zu besuchen. Zusätzliche Informationen von der Greenpeace Gruppe Potsdam gibt es jeden Donnerstag von 19 bis 20 Uhr. Vorträge können nach Absprache jederzeit ermöglicht werden. Bitte nutzen Sie dazu das Kontaktformular.