Atomenergie ist keine Zukunftsenergie. Die Gefahr eines Super-Gaus, das nicht gelöste Atommüllproblem, das Risiko eines Terrorangriffs - all dies sind Gründe, so bald wie möglich aus der Atomtechnologie auszusteigen.
Der Versuch der Atomindustrie, Atomkraftwerke als Klimaretter darzustellen, ist absurd: Nur etwa sechs Prozent des Primärenergiebedarfs werden weltweit überhaupt mit Atomenergie gedeckt. Schon beim Weiterbetrieb der aktuell laufenden Meiler würden die Uranvorräte nur noch knapp 65 Jahre reichen.
Atomernergie ist die riskanteste Form der Energieerzeugung und wird auch für den Klimaschutz nicht gebraucht. Zudem ist sie weder billig noch führt sie zu sinkenden Strompreisen.
Es gibt viele gute Gründe, möglichst schnell aus dem Atomzeitalter auszusteigen. Für uns im Raum Regensburg gibt es noch einen sehr "naheliegenden": Die Atomkraftwerke Isar 1 und Isar 2 bei Ohu/Landshut. Sie liegen nur ca. 50 km Luftlinie von Regensburg entfernt. Im Falle eines Super-Gaus in diesen AKW´s und bei ungünstiger Windrichtung müsste die Stadt Regensburg innerhalb kürzester Zeit evakuiert werden und wäre hochgradig radioaktiv verseucht. Zwar ist Isar 1 mittlerweile abgeschaltet, aber Isar 2 ist nach dem Atomausstiegskonzept der Bundesregierung noch bis 2022 in Betrieb. .
Nach der atomaren Katastrophe in Fukushima hat in der Politik auf Bundes- und Landesebene eine erstaunliche Kehrtwende stattgefunden. Die sieben ältesten Meiler und das Pannen- Krümmel wurden endgültig abgeschaltet - eine langjährige Forderung von Greenpeace. Doch die restlichen neun sollen erst zwischen 2015 und 2022 vom Netz. Zu spät und ohne Not nach Meinung von Greenpeace: Jeder Tag Atomkraft ist einer zu viel!
Greenpeace hat in der Studie "Der Plan" nachgewiesen, dass der vollständige Atomausstieg problermlos bis 2015 möglich wäre. Greenpeace und andere Umweltverbände und die Initiativgruppen der Anti-AKW-Bewegung werden sich auf jeden Fall weiterhin für einen Atomausstieg vor 2022 einsetzen.
