Du willst etwas für die Umwelt tun - am liebsten mit Greenpeace zusammen. Aber Du weißt nicht so recht, wie und wo Du damit anfangen sollst. Außerdem macht es alleine auch keinen Spaß... Etwas ganz wichtiges hast Du aber schon erkannt: Jeder Mensch, egal wie alt er ist, kann etwas zum Umweltschutz beitragen, wenn er nur will - nicht nur die "großen Greenpeacer", die so gefährliche und aufsehenerregende Aktionen machen. Also auch Du. Du könntest zum Beispiel ein Greenteam gründen.
Also: schon mit 3 Kindern oder Jugendlichen, die sich gemeinsam für die Umwelt einsetzen möchten, kann man ein Greenteam gründen. Wenn diese drei (es dürfen natürlich auch mehr sein) auch noch zwischen 10 und 15 Jahre alt sind, dann haben sie sogar das ideale Greenteam-Alter. Damit aber kleine und größere Hindernisse leichter genommen werden können, suchen sich die zukünftigen Umweltdetektive zusätzlich noch einen Erwachsenen dazu, der ihnen "im Fall eines Falles" helfen kann. Und schon ist das Greenteam komplett.
Weitere Infos findest du bei Greenpeace Deutschland.
Nach Umweltproblemen in der nächsten Umgebung braucht man nicht lange zu suchen. Die Auswahl ist (leider) groß genug: zu viel Müll, dicke Luft, verschmutzte Bäche, Energieverschwendung in der Schule und und und ...
Wenn Du also Deine Gruppe zusammen hast, dann seht Euch um und überlegt Euch, welches Thema Euch am Meisten interessiert oder welches Problem Ihr gerne knacken würdet. Nehmt Euch dafür ruhig etwas Zeit. Wichtig ist, daß Ihr gemeinsam entscheidet, Eure Ideen gemeinsam ausbrütet und sich nicht einfach derjenige durchsetzt, der eben die größte Klappe hat... (aber deshalb heißt es ja auch GreenTEAM).
Wenn Ihr Euch für ein Thema entschieden habt, dann kann´s losgehen: Greenteams können Probleme ähnlich wie Greenpeace anpacken: Problem ausspähen - Problem untersuchen - Ziel festlegen - Problem öffentlich machen - Nerven sägen - verhandeln - rotzfreche Aktionen machen. Nur eines gibt es zu bedenken: Schornsteine oder Kühltürme erklimmen, Abflußrohre verstopfen, im Schlauchboot übers Wasser brettern und Schiffe verfolgen - all das sind Aktionen, die nur von Menschen gemacht werden können, die dafür jahrelang trainiert haben und sehr viel Erfahrung besitzen. Also: Auch ohne Kletterausrüstung und Gummiboot gehört Ihr als Greenteam zu Greenpeace dazu. Es gibt nämlich auch sonst genug pfiffige Aktionen, die aufregend sind und jede Menge Spaß machen. Hunderte von Greenteams haben das schon erlebt.
Greenpeace hat speziell für Umweltspürnasen in Eurem Alter eine dicke Umweltmappe herausgebracht. Darin sind viele Tips, Ratschläge und Aktionsbeispiele versammelt. Ihr könnt aber auch eine Menge darüber erfahren, wie Greenpeace Umweltprobleme angeht und wie diese Methoden auch von Euch angewendet werden können. So steht z.B. drin, wie man die Hintergründe eines Problems herauskriegt (das nennt man "recherchieren") und wie man es anstellt, daß möglichst viele Leute von dem Problem erfahren, also wie "Öffentlichkeitsarbeit" funktioniert (Flugblatt oder Plakat entwerfen, Infostand organisieren, eine Pressemitteilung schreiben usw.). Oder wie man mit Leuten Verhandlungen führt, ohne sich dabei ins Boxhorn jagen zu lassen und was man bei Aktionen berücksichtigen sollte.
Ihr wollt ein Greenteam gründen? Dann wollt Ihr jetzt auch wissen, wie das geht, ob es was kostet, wie Greenpeace Euch als Greenteam unterstützt, was andere Greenteams machen usw.
Auf Plakatwänden hatten die Kinder Hintergrundinformationen aufgezeichnet. An einer Elefanten-Fotowand konnten sich Passanten als Unterstützer fotografieren lassen. Die Kinder sammelten Unterschriften für den Schutz der weltweiten Urwälder. Die Passanten unterschrieben aber nicht einfach auf Listen, sondern auf einem großen, bunten Transparent. Die Unterschriften sind bestimmt für Umweltminister Sigmar Gabriel und die Vertreter der UN-Konferenz über Biologische Vielfalt (CBD) im März 2006 in Brasilien.
Alle in Deutschland gesammelten Transparente wurden mit nach Brasilien genommen. Rund 30 "Kids for Forests" aus elf Ländern wollten als "Fliegende Botschafter" den Delegierten Druck machen, endlich Schutzgebiete einzurichten, um den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen.