Greenpeace-Gruppe Regensburg, Newsletter November 2004, Ausgabe 46

Liebe Abonnenten,

heute möchten wir Sie herzlich bitten, sich ab 16. November im Rathaus für das Volksbegehren "Aus Liebe zum Wald" einzutragen! Außerdem halten wir Sie auf dem Laufenden, wie sich die Themen Meere und Gentechnik entwickeln. Auch über den Stand bei der zweiten oberpfälzer Greenpeace-Gruppe (in Weiden) wollen wir Sie auf dem Laufenden halten!

Diesen Newsletter bekommen 516 (+8) Abonnenten.

- Volksbegehren "Aus Liebe zum Wald": Eintragsfrist steht fest: 16.-29. November
- "Regensburger Aufruf" des Waldbündnisses
- Greenpeace in Weiden
- An der Nordseeküste...
- Gentechnik in aller Munde


*** Volksbegehren "Aus Liebe zum Wald": Eintragsfrist steht fest: 16.-29. November *** (CS)

Nachdem im August über 100.000 (statt der benötigten 25.000) Unterschriften zur Zulassung eines Volksbegehrens gegen die "Forstreform" der Bayerischen Staatsregierung gesammelt wurden, steht nun der Zeitraum für dieses fest: Von Dienstag, 16. November bis Montag, 29. November können sich wahlberechtigte Bürger in Bayern in Ihren jeweils zuständigen Rathäusern in die Unterschriftenlisten eintragen. Tragen sich in diesen 2 Wochen mindestens 10 % (ca. 900.000 Bürger) der Wahlberechten ein, so wird es in der ersten Hälfte des nächsten Jahres zu einem Volksentscheid kommen. Dabei können sich die Menschen zwischen dem Gesetzentwurf der Staatsregierung und dem des Waldbündnisses entscheiden. Greenpeace ruft Sie dringend dazu auf, sich im November einzutragen! Es wäre fatal für unsere bayerischen Wälder, wenn die so genannte "Forstreform" der Staatsregierung in Kraft treten würde! Der Wald ist mehr als eine nach Gewinnmaximierung zu bewirtschaftende Holzfabrik!

Übrigens: Auch die Greenpeace-Gruppe Regensburg unterstützt das Volksbegehren und ist Mitstreiter im "regionalen Waldbündnis". Darin organisieren sich die Unterstützer vor Ort, um Ihre Tätigkeiten zu koordinieren und abzusprechen.

Weitere Infos unter www.greenpeace-regensburg.de und www.waldvolksbegehren.de 


*** "Regensburger Aufruf" des Waldbündnisses *** (CS)

Die Greenpeace-Gruppe Regensburg arbeitet im regionalen Waldbündnis für das Wald-Volksbegehren mit. Als Teil der Kampagne soll in einer großformatigen Anzeige in der Mittelbayerischen Zeitung auf die Eintragungsfrist vom 16.-29. November hingewiesen werden. Jeder kann diese Anzeige unterstützen und sich daran beteiligen. Drucken Sie die beigefügte Unterschriftenliste aus, tragen sie sich ein, überweisen Sie den Betrag und schicken sie diese an den Bund Naturschutz in Regensburg zurück (Adresse auf der Liste).

Weitere Infos unter www.greenpeace-regensburg.de und www.waldvolksbegehren.de 


*** Greenpeace in Weiden *** (JF)

Am 9. Juli 2004 veranstalteten Ferdinand von Tüllenburg und Jürgen Friedmann von der Greenpeace-Gruppe Regensburg einen Informationsabend in Weiden mit dem Ziel, dort bei Interesse eine Greenpeace-Gruppe zu gründen. Heute haben wir dort eine starke Gruppe mit 10 Mitmachern, die letzten Samstag bereits ihre dritte Infoaktion durchgeführt haben.

Am 23. Juli hat sich die Greenpeace-Gruppe Weiden gegründet, ist aber noch in der Gründungsphase und wird ca. 1/2 Jahr aus Regensburg unterstützt. Derzeit wird verstärkt zum Thema Gentechnik im Essen gearbeitet, als neues Thema kam kürzlich das Volksbegehren "Aus Liebe zum Wald" hinzu. Die Greenpeace-Gruppe Weiden sucht noch Mitmacher!

Informationen über die Greenpeace-Gruppe Weiden unter http://weiden.greenpeace-regensburg.de 


*** An der Nordseeküste... *** (PD)

...können wir bei Ebbe das Watt sehen, in dem sich Krebse, kleine Fische und Wattwürmer tummeln. In Deutschland ist es unter Schutz gestellt (Nationalpark Wattenmeer) und daher meist noch sehr gut erhalten. Fährt man allerdings weiter hinaus, bietet sich ein ganz anderes Bild: Eine rigorose Ausbeutung vieler Fischarten durch die Industriefischerei hat dazu geführt, dass sich viele Fischpopulationen am Rande des Verschwindens befinden, meistens bekannte Speisefische wie Kabeljau, Dorsch und Scholle. Zerstörerische Grundschleppnetzfischerei vernichtet die Lebensräume der am Meeresboden heimischen Lebewesen. Und die Industrie tut mit ihren Bohrinseln und schrottreifen Tankern ihr übriges um aus den artenreichsten Gegenden Europas wahre Wüsten zu machen. Daher haben sich seit nun mehr fast drei Monaten Greenpeace-Gruppen aus ganz Deutschland, ja sogar aus vielen anderen europäischen Ländern wie Norwegen oder Dänemark, für die Einrichtung von Schutzgebieten in Nord- und Ostsee stark gemacht. Da intakte Meere nicht nur für die "Fischköppe" interessant sind, sondern auch uns sehr wohl angehen, sei es weil wir gerne Fisch essen oder dort unseren Urlaub verbringen, beteiligt sich auch die Greenpeace-Gruppe Regensburg an dieser Kampagne. Wir waren bisher auf der Umweltmesse in Nittenau sowie im bekannten Regensburger OpenAir Kino und haben Unterschriften gesammelt sowie den Leuten die Möglichkeit geboten, sich zu informieren. Wir waren auch auf den Umwelttagen in Cham und werden auch in Regensburg die Bürger um Unterschriften für Schutzgebiete in Nord- und Ostsee bitten. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden sie auf unser Homepage www.greenpeace-regensburg.de.


*** Gentechnik in aller Munde *** (JD)

Zum Gesetzesvorschlag des Bundesrates: Eigentlich sollte alles schon lange beschlossen sein. Am 22. September 2004 wurde wieder einmal vertagt. Der Gesetzesvorschlag der ein Miteinander von Gentechnik und konventioneller bzw. Biolandwirtschaft ermöglichen sollte wurde in den Vermittlungsausschuss verschoben. Der Gesetzesentwurf sieht mehr Auskunft und ein besseres Verursacherprinzip vor.

1) Genanbauflächen müssen dann mit Flurstücksnummer mindestens 3 Monate vor der Aussaat an die Gemeinde gemeldet werden. Damit hat jeder Gartenbesitzer oder Grundstückseigentümer im Gemeindegebiet die Möglichkeit zu erfahren wo im Umkreis von 10 km gentechnisch veränderte Saaten angebaut werden.

2) Der Landwirt der Genpflanzen anbaut haftet persönlich, wenn er Pflanzen von Konv.- oder Ökobauern verunreinigt. Der geschädigte Landwirt muss dann nachweisen wie hoch sein Schaden ist und wird von allen umliegenden Genlandwirten zu gleichen Teilen entschädigt. (Der Nachweis kann meist aber nur im Labor erbracht werden, Laborkosten muss der Geschädigte selbst tragen.)

Die Hinhaltetaktik der Politik zeigt wie schwierig es ist eine Regelung für ein Miteinander für Genpflanzen und Konventionellen zu finden. Das große Risiko dabei ist, dass sich Genpflanzen, anders als chem. Mittel nicht abbauen sondern mit artverwandten Kulturen fortpflanzen. Die manipulierte Erbinformation ist so nicht mehr zu kontrollieren.

Greenpeace empfiehlt Landwirten auf gentechnisch verändertes Saatgut zu verzichten. Immer mehr Landwirte schließen sich zusammen und versichern sich gegenseitig ohne Gentechnik zu arbeiten. Es entstehen so immer mehr sog. "gentechnikfreie Zonen", die die Natur vor genetischer Verseuchung schützen.


*** Schlussworte *** (JF)

Über Anregungen zu unserem Newsletter freuen wir uns unter newsletter--addzeichen--greenpeace-regensburg.de
Zum Bestellen / Abbestellen senden Sie uns bitte eine Email.
Wer einen Tipp für unsere Link-Sammlung hat, schickt diesen bitte an link-tip--addzeichen--greenpeace-regensburg.de


Mit freundlichen Grüßen, Jürgen Friedmann (JF),
Greenpeace-Gruppe Regensburg, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit , Tel 0941-2069470


Erscheinungstermin dieser Ausgabe: 3. November 2004


Verantwortlich für die einzelnen Beiträge sind die jeweils mit Namenskürzel (z.B. JF) genannten Autoren. 


    22. 05. 2012.       Druckversion