Der atomare Bumerang
Greenpeace informiert über den Weg der Castoren vom Atomkraftwerk zur Wiederaufarbeitung
Regensburg, 30.11.2000 – Im Januar 2000 gab die Bundesregierung wieder grünes Licht für Atomtransporte. Dabei sind diese so gefährlich wie eh und je.
Am Samstag, 2. Dezember 2000 zeigt die Greenpeace-Gruppe Regensburg eine computergesteuerte Präsentation über den Weg des Atommülls. „Mit dieser beeindruckenden Vorführung wollen wir der weihnachtlich gestimmten Bevölkerung in der Pfauengasse die Gefahren der Atomtechnik anhand des Transportproblems vor Augen führen“, so Jürgen Friedmann, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Regensburg. Der Infostand, an dem auch weiterführende Informationen erhältlich sind, wird von 10 bis 16 Uhr vor der Domschänke gegenüber der Galaria Kaufhof aufgebaut sein.
Der rot-grüne Konsens zum Atomausstieg macht weiterhin Transporte von hochradioaktivem Material möglich und nötig – das Gefahrenrisiko wird in Kauf genommen. Dabei ist die Sicherheit der Transportbehälter seit dem Castorskandal 1998 nicht entscheidend verbessert werden. Die Interessen von Bahnarbeitern, Polizei und Anwohnern der Transportstrecke werden gegenüber dem Willen der Energiekonzerne vernachlässigt.
Auch die Wiederaufarbeitung, die die Menge des Mülls vervielfacht und ständig radioaktive Emissionen in die Luft und die Meere abgibt, läuft ungebremst weiter. Dabei kann die Wiederaufarbeitung nicht als „schadlose Verwertung“ bezeichnet werden, wie es das deutsche Atomgesetz fordert.
Wegen der immensen Gefahren fordert Greenpeace den sofortigen Stopp aller Atomtransporte und den Abbruch der radioaktiven Verseuchung durch die Wiederaufarbeitung.
Achtung Redaktionen: Rückfragen richten Sie bitte an Jürgen Friedmann, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Regensburg.
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