Presseinformation vom 17. Mai 2002

IWC-Tagung in Shimonoseki – Greenpeace informiert

Japan will Waljagd legalisieren


Regensburg, 17.5.2002 – Am kommenden Samstag ab 10 Uhr informiert die Greenpeace-Gruppe Regensburg in der Pfauengasse (gegenüber Galaria Kaufhof) über den Walfang - Anlass ist die Rückkehr der japanischen Fangflotte aus dem Südpolarmeer. Die japanische Regierung behauptet, aus wissenschaftlichen  Gründen Wale zu töten. Das Fleisch der Tiere gilt dort jedoch als Delikatesse und wird zu Höchstpreisen gehandelt. 

Während der nächsten Tagung der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) im japanischen Shimonoseki vom 20. bis 24. Mai wird Japan erneut darauf dringen, das seit 1986 bestehende Walfangverbot aufzuheben und zur kommerziellen Waljagd zurückzukehren. Greenpeace informiert über die Hintergründe der japanischen Pro-Walfang-Politik. „Ohne öffentlichen Druck besteht die Gefahr, dass kleinere Staaten dem Stimmenkauf von Japan nachgeben und Walfang wieder legalisiert wird“, so Sarina Arain, Meeresexpertin der Greenpeace-Gruppe Regensburg. Japan versucht für die diesjährige Konferenz verstärkt, sich eine Stimmenmehrheit  durch Bestechung von Entwicklungsländern zu verschaffen.

Besucher des Informationsstandes können sich auch an einer Unterschriften- und einer Fotoaktion beteiligen. In ganz Europa hat Greenpeace bereits Protest-Unterschriften gesammelt, die an die Fischereibehörde in Tokio weitergeleitet werden. Die gesammelten Fotos wird Greenpeace im Internet veröffentlichen.

„Greenpeace kämpft seit Mitte der 70er Jahre für den Schutz der Wale. Die japanische Regierung bleibt unser Hauptgegner, weil sie mit allen Mitteln zurück zur kommerziellen Waljagd will“, sagt Sarina Arain.  „Dabei haben die sanften Riesen schon jetzt stark unter der Verschmutzung der Meere, der Überfischung und dem Klimawandel zu leiden. Ganz Europa muss Druck auf die Regierung in Tokio machen, damit das Töten endlich aufhört“.

Greenpeace fordert das Ende des Walfangs und die Schaffung von Schutzgebieten in allen Weltmeeren. Die deutsche Bundesregierung muss mit allen diplomatischen Mitteln energisch gegen den illegalen Walfang protestieren und prüfen, inwieweit wirtschaftliche Sanktionen aufgrund des illegalen Walfangs der japanischen Fangflotte möglich sind.


Achtung Redaktionen: Rückfragen richten Sie bitte an Jürgen Friedmann, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Regensburg oder am Samstag vor Ort an Sarina Arain, Meeresexpertin der Greenpeace-Gruppe Regensburg.

Weitere Informationen zur Greenpeace-Gruppe Regensburg auch im Internet unter www.greenpeace-regensburg.de - inklusive Archiv mit allen Pressemitteilungen.


    23. 05. 2012.       Druckversion