Ausstellung auf der „Umwelt 2002“
Greenpeace zum Anfassen - Themen, Menschen, Aktionen
Besucher können sich gegen Atommülltransporte einsetzen
Regensburg, Juni 2002 – Die Greenpeace-Gruppe Regensburg zeigt auf der Umwelt 2002 (Hallenstand 222) vom 5. bis 7. Juli in der Donau-Arena die Ausstellung „Greenpeace zum Anfassen - Themen, Menschen, Aktionen“. Besucher können sich hier täglich von 10 bis 18 Uhr ein Bild über die Bandbreite der Greenpeace-Arbeit machen, die über die Themen Atomenergie, Gentechnik bis zum Walfang reicht sowie alle Generationen – von den Kindern in den „Greenteams“ bis zu den Senioren in den „Team fünfzig plus“-Gruppen – anspricht.
Neben dieser Ausstellung wird auch über den am 16. Mai 2002, von offizieller Seite bis zuletzt verschwiegenen, durch die Oberpfalz und Mittelfranken transportierten Atommüll informiert. Greenpeace ging im Vorfeld des Castortransportes an die Medien und verhinderte so die Geheimhaltungstaktik der bayerischen Behörden. Selbst die Städte Regensburg und Nürnberg hatten keine Ahnung, und konnten ihre Katastrophenschutzeinheiten nicht entsprechend vorbereiten. Greenpeace fordert die Kommunen auf, im Gemeinde- oder Stadtrat ein Verbot von Atommülltransporten durch ihr Gebiet zu beschließen und beim bayerischen Innenministerium gegen die Geheimhaltung der Transportstrecke zu protestieren. Dieser Forderung können Besucher des Messestandes durch Ihre Unterschrift Nachdruck verleihen. Der Transport im Mai 2002 konnte von Greenpeace dokumentiert werden und ist im Internet unter www.greenpeace-regensburg.de/castor abrufbar. Für das Jahr 2002 sind noch weitere Transporte aus dem Atomkraftwerk Isar bei Landshut in die Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frankreich genehmigt.
Greenpeace fordert einen sofortigen Stopp aller Atommülltransporte und das Ende der Wiederaufarbeitung. Die abgebrannten Brennelemente müssen in den Atomkraftwerken gelagert werden, bis diese abgeschaltet werden.
Die Greenpeace-Gruppe Regensburg ist seit etwa 20 Jahren vor Ort aktiv, um die Ziele von Greenpeace umzusetzen. Zu den Aufgaben der ehrenamtlichen Umweltschützer gehören neben der Informationsarbeit auch örtliche Recherchen sowie Verhandlungen mit lokalen Entscheidungsträgern. Die Gruppe steht im engen Kontakt mit den deutschen Büros in Hamburg und Berlin sowie mit den anderen über 80 Greenpeace-Gruppen in Deutschland.
Achtung Redaktionen: Rückfragen richten Sie bitte an Jürgen Friedmann, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Regensburg.
Weitere Informationen zur Greenpeace-Gruppe Regensburg auch im Internet unter www.greenpeace-regensburg.de