Presseerklärung vom 27. November 2004

Greenpeace demonstrierte gegen Gen-Milch von Müller in Regensburger Supermärkten

Verbraucher reagierten positiv – Marktleiter wenig gesprächsbereit

Regensburg, 27.11.2004 – Sieben Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Regensburg demonstrierten heute in Regensburger Supermärkten gegen den Einsatz von Gentechnik in der Produktion von „Müllermilch“. Die Aktion begann um 10 Uhr im Kaufland (Regensburg Arcaden). Die Umweltschützer rollten vor dem Einkaufszentrum in der Regensburger Friedenstraße ein Transparent mit der Aufschrift „Müllermilch = Gen-Milch. Mit genmanipuliertem Tierfutter hergestellt“ aus. Im Markt waren Greenpeace-Mitglieder mit weißen Anzügen, die Müllerprodukte in ihre Einkaufswägen einluden und mit Kassiererinnen und Kunden über die Gefahren der Gentechnik im Essen sprachen. Ein persönliches Gespräch mit Marktleiter Riepl kam nicht zustande. Er teilte telefonisch mit, dass die Unterlagen an der Information abgegeben werden sollen. 

Nächste Station war um 10.45 Uhr der Netto-Markt in der Kumpfmühlerstraße 8. Auch hier wurden die Passanten durch das Transparent und Infoblätter darüber informiert, dass im Futter der Müller-Kühe Gen-Soja und Gen-Mais enthalten sind. Marktleiter Stadlbauer wollte sich erst nach Rücksprache mit der Zentrale zum Thema äußern und bat, den Markt unverzüglich zu verlassen – ansonsten würde er die Polizei rufen. Die Ordnungshüter trafen ein, obwohl die Greenpeace-Aktivisten den Markt verlassen haben und beendeten die Versammlung auf dem Gehweg vor dem Supermarkt.

Nach Verhandlungen auf der Polizeistation am Jakobstor wurde den Gegnern der grünen Gentechnik eine Versammlung am Regensburger Arnulfsplatz genehmigt. An der Bushaltestelle informierten sie von 12.15 Uhr bis 13.15 Uhr die BürgerInnen über die Risiken der Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen und den Einsatz der Gentechnik in Müllerprodukten gegen den Willen der Verbraucher. Die Reaktionen waren durchweg positiv. Zwei Aktivisten wollten mit Frau Mann, der Leiterin des Netto-Marktes am Arnufsplatz sprechen und sie bitten, über die Netto-Geschäftsführung Druck auf Müller auszuüben. Nach Rücksprache mit Frau Mann wurden die Umweltschützer von einem Angestellten des Ladens verwiesen. Als Grund nannte er die Anordnung der Netto-Geschäftsführung.

Greenpeace fordert die Geschäftsführungen der Lebensmittelketten auf, von der Theo Müller GmbH & Co. KG den Verzicht auf den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen im Futtermittel zu verlangen. Verbraucher können sich über das Greenpeace EinkaufsNetz, der Verbraucherorganisation von Greenpeace, informieren, welche Lebensmittelhersteller auf den Einsatz von Gentechnik verzichten. Informationen bietet der Greenpeace Einkaufsratgeber, der unter www.greenpeace-regensburg.de erhältlich ist.


Achtung Redaktionen: Fotomaterial für Ihre Berichterstattung erhalten Sie unter www.greenpeace-regensburg.de/mueller oder auf Anfrage per Email. Rückfragen richten Sie bitte an Jürgen Friedmann, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Regensburg.


    23. 05. 2012.       Druckversion