Gemeinsam für die frei fließende Donau:
Naturschutzorganisationen und Kanuverband sammeln zum Donauausbau Unterschriften im Rahmen des laufenden Raumordnungsverfahrens in der Schwarzen-Bären-Str. (Südfinanz ggü. Teehaus Bachfischer)
Regensburg, 5.4.2005 - Naturschutzorganisationen informieren am Samstag, den 9.4.2005 von 10.00 bis 15.00 Bürgerinnen und Bürger in der Schwarzen-Bären-Straße zum Thema Donauausbau. An der Aktion beteiligen sich der Bund Naturschutz, die Greenpeace-Gruppe Regensburg, der Landesbund für Vogelschutz, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Kreisgruppe Regensburg und die Aktionsgemeinschaft für lebendige Flüsse. Auch der Kanuverband unterstützt die Aktion. Dabei kann sich jeder in Unterschriftenlisten eintragen, um so die Einwendungen gegen die Staustufenpläne im Rahmen des bis Ende April laufenden Raumordnungsverfahrens zu unterstützen.
Der letzte frei fließende Abschnitt der Donau zwischen Straubing und Vilshofen ist durch Staustufenpläne der Bayerischen Staatsregierung akut gefährdet. Entgegen dem Beschluss des Deutschen Bundestages, der sich für den sanften Ausbau der Donau – ohne Staustufen – zur Verbesserung der Schiffbarkeit aussprach, leitete die Bayerische Staatsregierung zusätzlich auch die Raumordnungsverfahren für Staustufenpläne ein. Diese sind aber ökonomisch unsinnig und ökologisch verheerend: Mit Staustufen ist der Lebensraum zahlreicher seltener Tiere und Pflanzen gefährdet. Einem der letzten intakten Auwälder Mitteleuropas droht die Zerstörung.
Die Staustufen bedrohen Schutzgebiete von internationaler Bedeutung. Der Donau-Ausbau mit Staustufen verstößt gegen europäisches Umweltrecht, da die betroffenen Flächen Teil des europäischen Naturschutz-Systems „Natura 2000“ (FFH-Gebiete) sind. Die flussregulierenden Maßnahmen im Zuge eines sanften Ausbaus haben geringere Auswirkungen auf die Erhaltungsziele der betroffenen FFH- und Vogelschutzgebiete. Daher darf nur die schonende Ausbauvariante „A“ ohne Staustufen weiter verfolgt werden.
Die Schiffbarkeit der Donau kann auch ohne Staustufen durch sogenannte flussbauliche Maßnahmen verbessert werden, um den Empfehlungen der EU zu den europäischen Wasserstraßen gerecht zu werden. Der schonende Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen – ohne Staustufen – (Variante „A“) ist der Kompromiss zwischen Naturschutz und ökonomischen Interessen!
Für Rückfragen wenden sie sich bitte an:
Wolfgang Nerb
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V.
Bezirksgeschäftsstelle Oberpfalz
Nößwartling 12
93473 Arnschwang
Tel.: 09977-903817; 0175/4065017
www.lbv.de
Dr. Christian Stierstorfer
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V.
Bezirksgeschäftsstelle Niederbayern
Maxmühle 3
94554 Moos
Tel.: 09938-950020
www.lbv.de/niederbayern
Bund Naturschutz in Bayern e. V.
Landesgeschäftsstelle
Dr.-Johann-Maier-Str. 4
93049 Regensburg
Tel.: 0941-23090
www.regensburg.bund-naturschutz.de/
Aktionsgemeinschaft lebendige Flüsse
Manfred Krosch
Tel.: 0941-5999880
manfred.krosch--addzeichen--r-kom.net
Greenpeace-Gruppe Regensburg
Taubengäßchen 1
93047 Regensburg
Tel.: 0941-51998
www.greenpeace-regensburg.de