30.01.2010 Greenpeace-Jaggio in Mannheim

Am 30. Januar 2010 forderten Greenpeace-Jugendliche im Rahmen des regionalen Jugendtreffens „Jaggio“ den Kultusminister Baden-Württembergs auf, alle öffentlichen Schulen zum Umstieg auf Recyclingpapier zu bewegen. Das Regierungspräsidium soll eine Verordnung erlassen, die allen öffentlichen Schulen verbindlich vorschreibt, künftig nur noch Umweltpapier zu verwenden.

 

 

In den meisten Schulen Baden-Württembergs wird noch immer Frischfaserpapier zum Drucken und Kopieren benutzt. Die Fasern für solche Papiere stammen oft aus nicht nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, häufig sogar aus Raubbau an den letzten Urwäldern der nördlichen Hemisphäre und der russischen Taiga. Die Rodung solcher Primärwälder hat fatale Folgen für die Artenvielfalt in den jeweiligen Gebieten. Um die globale Erwärmung noch zu verhindern ist ohnehin ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Holz unvermeidbar. Die Rodung von Wäldern ist allein heute schon für etwa 20 Prozent aller weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

 

 

„Die Politik muss endlich handeln. Produkte aus Recyclingpapier sind in der Regel günstiger als vergleichbares Frischfaserpapier. Sowohl unter ökologischen wie auch ökonomischen Gesichtspunkten ist die Verwendung von Umweltpapier voranzutreiben und entsprechend zu fördern. Bislang wurde jedoch viel zu wenig in diese Richtung getan“, kritisiert Julien Ferrat, Mitglied im Beirat von Greenpeace Deutschland.

29.11.2009 Greenpeace-Jugend geht auf Sendung

Am 29. November 2009 ging die Greenpeace-Jugend in der Metropolregion Rhein-Neckar beim Radiosender bermuda.funk mit „Planet today“ erstmals auf Sendung. Themenschwerpunkte waren Walfang sowie aus aktuellen Anlass die bevorstehende

UN-Klimakonferenz vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen.

 

In der einstündigen Sendung wurden insbesondere die gravierenden Nachteile und die damit verbundenen Folgen des in einigen Ländern immer noch legalen Walfangs sowie die Konsequenzen der Überfischung für die betroffenen Ökosysteme thematisiert. Außerdem wurde die Wichtigkeit der in Kopenhagen stattfindenden UN-Klimakonferenz betont. „Die Industriestaaten müssen nämlich bis 2020 ihre CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent senken und bis 2050 auf nahezu null bringen“, fordert Julien Ferrat, Mitglied im Beirat von Greenpeace Deutschland.

27.08.2009 "Atomkraft schadet Deutschland!"

Einen Monat vor der Bundestagswahl haben Greenpeace-Jungaktivisten aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in Mannheim vor den Gefahren der Kernenergie gewarnt. Unter dem Motto „Atomkraft schadet Deutschland“ führten die jungen Umweltschützer zahlreiche Bürgergespräche. Denn: Wer Merkel wählt, wählt Atomkraft.

 

 

Insgesamt sind in Deutschland noch 17 Atomreaktoren in Betrieb. Laut gesetzlich verankertem Atomausstieg müssen die sieben ältesten Kernkraftwerke in den kommenden fünf Jahren abgeschaltet werden. Doch trotz des tödlichen Risikos, das von den ältesten Atomkraftwerken ausgeht, ist der Ausstieg aus dem Atomausstieg bei einigen Spitzenpolitikern in aller Munde.

 

 

Greenpeace hingegen fordert die sieben unsichersten Reaktoren, die keinem Terrorangriff aus der Luft Stand halten würden, unmittelbar vom Netz zu nehmen. „Wir müssen den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. Eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ist unverantwortlich“, erklärt Julien Ferrat, Mitglied im Beirat von Greenpeace Deutschland.

21.06.2009 Lebendiger Neckar in Heidelberg

11.05.2009 Julien Ferrat in Beirat nachnominiert

Nach dem Ausscheiden von Magdalene Bruns wurde am 11. Mai der Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar und Entwickler der Greenpeace-Jugendkampagne 2009, Julien Ferrat, in den Beirat von Greenpeace Deutschland berufen. Erstmals gehört nun ein Aktivist der Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar dem höchsten frei gewählten Gremium bei Greenpeace Deutschland an. Julien Ferrat wird künftig in den Gesprächen mit der Geschäftsführung die Interessen der regionalen und lokalen Gruppen sowie der Jugendstrukturen vertreten. „Als Jugendansprechpartner für die Rhein-Neckar-Region liegt mir insbesondere die Jugendarbeit sowie die tagtägliche Arbeit der Ehrenamtlichen am Herzen. Für beide Zielgruppen möchte ich als Ansprechperson in Hamburg dienen“, so der Nominierte selbst. Wir gratulieren Julien Ferrat herzlichst zu seiner neuen Aufgabe.

26.04.2009 Greenpeace-Jugend erinnert an Tschernobyl

Am 23. Jahrestag des Super-GAU von Tschernobyl machte die Greenpeace-Jugend in zahlreichen deutschen Städten auf das Unglück aufmerksam. In Biblis demonstrierten Greenpeace-Jungaktivisten gegen das dortige Atomkraftwerk. In Schutzanzügen und mit Gasmasken ausgerüstet, informierten die Jugendlichen die Bevölkerung über die Gefahren der Kerntechnik. Auf einem großen Banner stand im Hinblick auf die Kernkraftwerke in der Metropolregion Rhein-Neckar die Botschaft des heutigen Tages: „Das atomare Delta abschalten“.

 

 

Mit Sprechchören wie „Nie wieder Tschernobyl!“ oder „Nein zu Atomkraft!“ wurden die Passanten an die Gefahr der Kernenergie erinnert. „Wer behauptet, Atomenergie sei CO2-frei oder gar umweltfreundlich, redet Unsinn“, erläutert Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar. „Allein durch die Anfahrtswege für den Transport von Uran entstehen weltweit Unsummen an CO2.“ Mit „Atomkraft? Nein danke“-Aufklebern und einem entsprechenden Straßenschild bestückt, wurde anschließend der Rathausplatz seitens der Aktivisten zum „Anti-Atom-Platz“ erklärt. Währenddessen verteilten vor dem Gemeindezentrum weitere Umweltschützer Broschüren mit dem Titel „So retten wir das Klima!“ und machten im Gespräch mit Passanten auf erneuerbare Energien und Alternativen zur Atomkraft aufmerksam. Kernforderung der Protestaktion war die Abschaltung der Kraftwerksblöcke Biblis A und B.

 

 

Das Kernkraftwerk Biblis ging mit den Blöcken A und B in den Jahren 1974 und 1976 ans Netz. Projektbeginn war bereits 1969. Seit der Inbetriebnahme wurden zahlreiche Sicherheitsmängel aufgedeckt. Im Jahr 2008 ging der Atomexperte Henrik Paulitz von mindestens 210 grundlegenden und schwerwiegenden Sicherheitsmängeln allein bei Biblis B aus. Der Energiekonzern RWE sträubt sich jedoch nach wie vor gegen eine baldige Abschaltung.

14.03.2009 Mercedes-Benz: Vom Erfinder des Autos zum klimaschädlichen Spätzünder

Presseerklärung vom 14. März 2009


Greenpeace-Aktivisten demonstrieren bundesweit gegen Spritfresser

 

Deutschland, 14. 3. 2009 – Rund 120 Greenpeace-Aktivisten protestieren heute in 14 Städten vor Mercedes-Benz-Niederlassungen gegen die klimaschädliche Modellpolitik des Unternehmens. Die Aktivisten bekleben die Scheiben der Autohäuser mit rosa „Klimaschweinen“: Die M-Klasse von Mercedes, ein Geländewagen, bekommt Schweineohren und Ringelschwanz. Daneben heißt es: „Spritschlucker haben keine Zukunft“ oder „Abspecken fürs Klima“. In 24 weiteren Städten haben Greenpeace Aktivisten in der vergangenen Wochen bereits Botschaften an Mercedes-Benz gerichtet. Alle Botschaften zusammen ergeben eine Forderung an den Autohersteller, die ab heute im Internet auf www.greenpeace.de/verkehr gezeigt wird.


„Klimaschutz gibt es bei Mercedes-Benz nur als Ausnahme und gegen Aufpreis“, sagt Günter Hubmann, Verkehrsexperte von Greenpeace. „Spritspartechnik gehört in Zeiten von Klimawandel und Ölverknappung in alle Modelle.“ Besonders negativ auf die Klimabilanz wirken sich die Luxus-Geländewagen von Mercedes aus. Bis zu 400 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer erzeugen die etwa 2,5 Tonnen schweren Modelle. Die europäische Autoindustrie hatte sich verpflichtet, den CO2-Ausstoß von Neuwagen bis Ende 2008 auf durchschnittlich 140 Gramm pro Kilometer zu reduzieren. Aktuell liegt der durchschnittliche Kohlendioxid-Ausstoß von Mercedes-Benz-Fahrzeugen laut Kraftfahrtbundesamt bei 188 Gramm. Konkurrent BMW hat einen aktuellen Flottendurchschnitt von 160 Gramm CO2 pro Kilometer.


„Motorleistung und Masse dürfen nicht länger die Merkmale sein, über die sich Premium-Fahrzeuge definieren“, sagt Hubmann. Mercedes-Benz muss den Verbrauch seiner Fahrzeuge jetzt schnell und konsequent senken. Das funktioniert kurzfristig und ohne Mehrkosten, wenn bei allen Modellen das Gewicht reduziert und die Übermotorisierung auf ein sinnvolles Maß eingeschränkt wird. Heute verfügbare Spritspartechniken wie die Start-Stopp-Automatik und Leichtlaufreifen müssen in Zukunft in alle Modelle als Grundausstattung ohne Aufpreis eingebaut werden.

14.03.2009 Energiewendetag in Mannheim

Am 14. März fand im Jugendkulturzentrum FORUM der Mannheimer Energiewendetag statt. Mit dabei war auch die Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar, die an der Veranstaltung aktiv teilnahm. Das Programm war reichlich gefüllt. Von Vorträgen und Workshops über Filme und Dokumentationen bis hin zu einem Kulturprogramm in Form von Kabarett und Musik hatte der Infotag alles zu bieten. Ergebnis der ganzen Mühe und Arbeit war letztendlich eine gelungene, mehr als 14-stündige Veranstaltung. Eingeläutet wurde der Energiewendetag mit zahlreichen Workshops zu Beginn des Programms. Themenschwerpunkte der Vorträge waren Solarenergie und Alternativen zu fossilen Brennstoffen.

 

 

Nach mehreren Referaten wurden im anschließenden Filmprogramm die Folgen des steigenden Meeresspiegels für den Menschen und die Auswirkungen des Uranabbaus angesprochen. Den Abschluss des 1. Mannheimer Energiewendetages bildete ein Kulturprogramm mit Kabarett und Gesang von Silke Hauck sowie eine Einlage des Party-Kollektivs Party & Activism. Insgesamt war die Veranstaltung mit über 100 Teilnehmern rundum gelungen. „Es ist schön zu sehen, dass sich so viele Menschen für ihre Belange interessieren“, freute sich Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar. Ein weiterer Energiewendetag wurde bereits angekündigt.

03.03.2009 Greenpeace-Jugend mit Schülern im Gespräch

Anlässlich der Abschlussprüfungen in Baden-Württemberg stand Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar, Schülern der Karl-Friedrich-Schimper-Realschule in Schwetzingen im Rahmen einer Infoveranstaltung zur Verfügung. In einem persönlichen Gespräch referierte er über die Jugendarbeit von Greenpeace Deutschland. Von inhaltlichen Standpunkten bis hin zu Aktionsberichten hatten die Schüler zahlreiche Fragen gestellt. Interesse war reichlich vorhanden, zumal das Thema Umwelt Schwerpunkt ihrer Prüfung sein würde. In angenehmer Athmosphäre konnte den meisten Fragen auf den Grund gegangen werden. Gerne wurde sich hierfür die nötige Zeit genommen, um den Schülern eine bestmögliche Vorbereitung für die mündliche Prüfung zu bieten.

 

„Die Greenpeace-Jugend leistet eine hervorragende Arbeit“, betonte Julien Ferrat, der erst kürzlich als Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar bis 2010 bestätigt wurde. „Unser Themenspektrum reicht von Besuchen bei der US-Botschaft und Mercedes-Benz-Vorstandschef Dieter Zetsche bis hin zu einer Europa-Tour mit dem Greenpeace-Segelschiff Beluga II.“ In einer anschließenden Fragerunde konnten die Schüler bestimmte Themenfelder genauer beleuchten. Vor allem die Themen Wale und Meere konnten bei den Jugendlichen Interesse wecken. Nach einer kurzen lebhaften, aber dennoch früchtetragenden Diskussion mussten die Teilnehmer letztendlich jedoch feststellen, dass „bei Greenpeace nicht nur Umweltfreaks sind, sondern auch ganz normale Menschen.“

06.02.2009 Lange Filmnacht der Greenpeace-Jugend

Am 6. Februar veranstaltete die Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar in Mannheim eine lange Filmnacht. Gezeigt wurden Dokumentationen von Greenpeace Deutschland und Greenpeace International. Themenschwerpunkte waren die Arbeit von Greenpeace auf nationaler und internationaler Ebene sowie die globale Erderwärmung im Rahmen des Klimawandels. Im Programm waren unter anderem auch englischsprachige Kurzfilme von Greenpeace United Kingdom wie „Coalfinger“ oder „The Convenient Solution“ in Anspielung auf den James-Bond-Klassiker „Goldfinger“ und „An Inconvenient Truth“ von Al Gore.

 

Insgesamt war die Veranstaltung ein voller Erfolg. „Mit einem Durchschnittsalter von 16 Jahren konnten wir vor allem ein junges Publikum erreichen“, erläutert Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar. Die Resonanz fiel unter den Besuchern durchweg positiv aus. Vor allem die Diskussionen zwischen den Filmen fanden unter den Teilnehmern regen Zuspruch. Eine Wiederholung im Laufe des Jahres wurde bereits angeregt.

20.01.2009 Greenpeace-Jugend bei Inauguration Party

Pünktlich zur Amtseinführung des US-Präsidenten am 20. Januar veranstaltete das Deutsch-Amerikanische Institut (DAI) in Heidelberg im Haus der Kultur eine Inauguration Party. Zu Gast war auch die Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar, die mit einem Stand präsent war und in einem Vortrag den Zuschauern ihre Arbeit präsentierte. Anwesend war hauptsächlich ein recht junges Publikum. Vor allem Schüler und Studenten waren der Einladung gefolgt. Mit über 400 Besuchern war die rund sechsstündige Veranstaltung gut gefüllt.

 

Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar, betonte in seiner Rede die Wichtigkeit der Jugend und deren Engagement: „Es ist wichtig, dass sich Jugendliche heutzutage engagieren. Die Zukunft liegt in ihren Händen.“ Über die Arbeit der Greenpeace-Jugend vor Ort zeigte er sich zufrieden: „In der Metropolregion Rhein-Neckar sind wir gut vertreten. Bei den Protesten in Mannheim und Heidelberg gegen ineffiziente Autos waren wir fester Bestandteil.“ Während der Veranstaltung konnten sich Interessierte zudem am Infostand in der Bibliothek informieren und mit den Aktivisten in Kontakt treten.

17.01.09 Mercedes-Benz: Schlusslicht beim Klimaschutz

Greenpeace-Aktivisten verleihen Mercedes in Heidelberg den Klimaschwein-Pokal“ für die größten Spritschlucker-Modelle
 
Heidelberg, 17.01.2009. – Zwölf Greenpeace-Aktivisten demonstrierten heute Vormittag beim Mercedes-Händler in Heidelberg gegen die klimaschädliche Modellpolitik des Automobilkonzerns. Stellvertretend für den gesamten Autokonzern übergaben die Aktivisten dem Mercedes-Händler einen Pokal. Auf dem Pokal steht eine Miniatur der M-Klasse von Mercedes, die als „Klimaschwein“ mit rosa Ohren, Ringelschwanz und Rüssel dekoriert ist. Beschriftet ist der Pokal mit: „Erster Preis für die klimaschädlichste Modellpolitik“. Ähnliche Proteste finden heute durch Greenpeace-Aktivisten bei Mercedes-Händlern in 25 Städten Deutschlands statt.

 

„Mercedes trat jahrelang auf die Bremse, statt mit Vollgas in die Entwicklung energieeffizienter und klimafreundlicher Modelle zu starten. Der Weltkonzern ist jetzt das Schlusslicht der Automobilbranche. Für den „Ersten von hinten“ gibt es daher den „Greenpeace-Klimaschwein-Pokal“ – als Zeichen dafür, dass Mercedes-Benz schleunigst das Ruder herumreißen muss, im Sinne des Klimaschutzes und der langfristigen Sicherung des Automobilstandortes Deutschland“, erläutert Robert Baumgartner, Verkehrsexperte der Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar. „Vor allem die Geländewagen von Mercedes sind überdimensionierte Spritfresser und damit Klimaschweine auf Rädern. Solche Fahrzeuge sind angesichts der Bedrohung durch den Klimawandel nicht mehr zeitgemäß und regelrechte Anheizer fürs Klima“, so Baumgartner.  Besonders das Luxus-Geländewagen-Segment wirkt sich negativ auf die Klimabilanz aus. Die bis zu 2,3 Tonnen schweren Modelle stoßen pro Kilometer bis zu 300 Gramm Kohlendioxid aus. „Autokäufer wollen keine Spritschlucker mehr haben. Wegen der Gefahren des Klimawandels und in Zeiten hoher Spritpreise werden solchen Autos immer weniger gekauft. Deshalb gefährdet die Modellpolitik von Mercedes nicht nur das Klima, sie ist auch eine Bedrohung für die Arbeitsplätze in der deutschen Autoindustrie“, führt der Verkehrsexperte aus.

 

Nur vier der angebotenen 251 Modelle von Mercedes-Benz liegen nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie unter dem Kohlendioxid-Grenzwert, zu dem sich die europäische Autoindustrie vor zehn Jahren selbst verpflichtet hat. Danach dürfen Neuwagen seit Ende 2008 durchschnittlich nur noch 140 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Zum Vergleich: Konkurrent BMW unterschreitet diesen Grenzwert aktuell mit 21 von 252 Modellen, nachdem Anfang 2007 noch kein Fahrzeug darunter lag. Der durchschnittliche Kohlendioxid-Ausstoß der Mercedes-Benz-Fahrzeuge lag laut Kraftfahrtbundesamt 2007 bei 184 Gramm.

 

„Ein Premium-Fahrzeug darf sich in Zeiten des Klimawandels nicht länger über Motorleistung und Masse definieren“, so Greenpeace Verkehrs-Experte Baumgartner. „Mercedes-Benz muss den Verbrauch seiner Autos jetzt schnell und konsequent senken. Das funktioniert nur, wenn bei allen Modellen das Gewicht der Fahrzeuge reduziert und die Übermotorisierung beendet wird. Die heute verfügbare Spritspartechnik, wie Start-Stopp-Automatik und Leichtlaufreifen, muss in Zukunft in alle Modelle als Grundausstattung ohne Aufpreis eingebaut werden“, fordert Baumgartner.

 

Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung

06.12.08 Aktion "Deutsche Autos sind zu dick!"

Artikel im Kommunal-Info Mannheim Nr. 25/2008

 

Aktionstag der Greenpeace-Jugend: Jugendliche fordern von Politik und Wirtschaft eine zukunftsfähige Verkehrspolitik

 

Anlässlich des Weltklimatages am 6. Dezember demonstrierte die Greenpeace-Jugend in 15 Städten in Deutschland für eine verantwortungsvolle, nachhaltige Verkehrspolitik. In Mannheim machten Jugendliche eine Fotoaktion am Paradeplatz, bei der sich Menschen mit einer Sprechblase fotografieren lassen konnten. „Wir wollten mit dieser Aktion auf den hohen CO2-Ausstoß von Dienst- und Firmenwägen aufmerksam machen“, erklärt Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar. Auf den Sprechblasen der Jugendorganisation von Greenpeace stand geschrieben: „Autospeck muss weg“ oder die direkte Aufforderung an den Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG „Kriegen Sie die Kurve, Herr Zetsche“. Eigene Botschaften konnten die Bürger außerdem selbst in eine leere Sprechblase schreiben. „Die Autoindustrie setzt immer noch auf schwere Spritfresser statt auf leichtere, klimafreundlichere Autos“, kritisiert Benedikt Jordan, Aktivist der Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar. Mit dieser Aktion forderten die Jugendlichen die Politik und Wirtschaft dazu auf, mehr leichtere, spritsparende Autos zu bauen und somit mehr für den Klimaschutz und den Standort Deutschland zu tun. dato

19.11.08 Aktion "Kohlekraft verheizt das Klima"

Mannheimer Morgen vom 20. November 2008


Block 9: Feuriger Protest von Greenpeace


Einen rund drei Meter breiten und ebenso hohen brennenden "CO2"-Schriftzug entzündet Greenpeace-Aktivisten gestern bei Einbruch der Dunkelheit auf einem Supermarkt-Parkplatz an der Neckarauer Straße. Neben der gasgespeisten Fackel entrollten die Umweltschützer "Kohlekraft verheizt das Klima!". Greenpeace fordert einen Baustopp für den geplanten Block 9 im Großkraftwerk, wie Sprecherin Rosa Pollter mitteilte. Der Block stoße drei Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr aus und verursache damit Klimafolgekosten in Höhe von 24,6 Milliarden Euro. Der Block 9 ist freilich noch gar nicht genehmigt, ab kommenden Mittwoch, 26. November, wird das Vorhaben zunächst einmal öffentlich erörtert. lang

 

 

 

 

 

 

 

Vattenfall täuscht die Öffentlichkeit beim Klimaschutz

Neue Greenpeace-Internetseite entlarvt Desinformationskampagne

Vattenfall zerstört das Klima, steht auf dem Schild eines grünen Männchens, das heute auf dem Berliner Alexanderplatz eine PR-Aktion von Vattenfall stört. Der Protest richtet sich gegen die Vattenfall-Kampagne unter dem irreführenden Titel Klimaunterschrift, mit der sich der Energieerzeuger derzeit ein grünes Mäntelchen umhängen will. In der Kampagne stellt er sich europaweit als besorgten Konzern dar, dem Klimaschutz wichtig ist. Er fordert Verbraucher zum Handeln auf, steckt aber Milliarden in den Bau klimaschädlicher Kohlekraftwerke. Daher stellt Greenpeace heute eine neue Internetseite ins Netz. Unter www.klimaunterschrift-vattenfall.de
persifliert die Umweltschutzorganisation die Klimaunterschrift-Kampagne und entlarvt die Desinformation.

25.10.08 Aktion "Klimaschwein"

(<-- Berichte zur Aktion MM und RNZ)


Am Samstag, 25. Oktober 2008, protestierten wir, die Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar, ab 10.30 Uhr auf dem Bismarckplatz in Heidelberg für eine ökologische Reform der Besteuerung von Firmen- und Dienstwagen. Die Greenpeace-Aktivisten bemalten und verkleiden einen Mercedes Komfort-Geländewagen der M-Klasse als Schwein und schoben den Wagen durch die Hauptstraße in Heidelberg. Lautstark grunzend zieht das „Klimaschwein" dann Richtung Uniplatz. Auf dem Uniplatz informiert die Greenpeace-Gruppe interessierte Passanten über das Thema.

 

Mit der Aktion protestiert Greenpeace gegen die steuerliche Subventionierung besonders spritfressender Dienstwagen. „Jeder Bürger blättert über die Steuer umgerechnet 132 € im Jahr hin, damit Dienstwagen subventioniert werden – und das sind oft überdimensionierte, besonders klimaschädliche Luxuswagen", sagt Julia Fuchs, Ansprechpartnerin für den Bereich Verkehr bei Greenpeace Rhein-Neckar. Rund 20 Prozent des CO2-Ausstoßes in Europa wird durch den Verkehr verursacht. Trotzdem können die Unternehmen bisher die Kosten auch besonders klimaschädlicher Firmenwagen vollständig abschreiben. Julia Fuchs  bemerkt: „Solange diese umweltzerstörenden Luxuswagen über die Steuer mitfinanziert werden, können sich sparsamere und umweltfreundlichere Autos kaum durchsetzen. In Zeiten des Klimawandels ist Handeln angesagt, denn die bisherige Regelung zur Dienstwagenbesteuerung ist klimaschädlich und auch für die Steuerzahler ungerecht."

 

Ende Juli hat Greenpeace ein Konzept für eine ökologisch orientierte Steuerreform für Firmen- und Dienstwagen vorgestellt. Das Modell sieht für Unternehmen und Angestellte, die einen Dienstwagen fahren, eine nach CO2-Ausstoß gestaffelte Besteuerung vor. Unternehmen erhalten somit Anreize, ein sparsames Firmenfahrzeug anzuschaffen. Auch die Dienstwagennutzer würden also nach dem Greenpeace-Konzept für eine klimafreundliche Entscheidung belohnt: Ein sparsamer Firmenwagen soll sich bei der Steuererklärung positiver auswirken als ein Fahrzeug mit hohen CO2-Emissionen.

 

online Mitmach-Aktionen

Setzen Sie sich für einen konsequenten europäischen CO2-Grenzwert bei Pkw ein!
zur Aktion auf greenpeace.de

 

Die "JAGs" fordern mit einer eigenen Postkarte vom Mercedes Benz Vorstand,
Dieter Zetsche, dass er die Kurve kriegen soll und kleinere, leichtere Autos bauen soll.
zur Aktion auf greenpeace-jugend.de

13.10.08 Clean-Graffiti setzt Zeichen gegen Block 9

Protest gegen Ausbau des Kohlekraftwerks mit Clean-Graffiti

Mannheim. 13.10.2008. – „Kohlekraft nein danke!" steht seit den frühen Morgenstunden auf dem Gehsteig vor dem Rathaus in Mannheim. Damit protestiert Greenpeace gegen den geplanten neuen „Block 9" des Kohlekraftwerks in Mannheim. Der Spruch wurde mittels „Clean-Graffiti" auf dem Boden angebracht. Dabei wird mit einer Schablone der Boden in Form des Schriftzuges gesäubert, so dass die „saubere" Botschaft auf dem – im Vergleich „schmutzigen" – Bürgersteig zu lesen ist.

 

Heinz Strässner, Energie- und Klimaexperte der Greenpeace Gruppe Rhein-Neckar, erläutert: „Mit der Aktion vor dem Rathaus wollen wir speziell die Mannheimer Stadträte in die Pflicht nehmen, Mannheim „sauber" zu halten. Es gibt umweltfreundliche Alternativen zur Kohlekraft, die nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch wirtschaftlich sinnvoller sind." Die Stadt Mannheim hat als Anteilseigner am Betreiber des Kohlekraftwerks, der GKM AG, einen großen Einfluss auf die Bauentscheidung. Greenpeace appelliert an die Verantwortlichen, dem Kraftwerk keine Baugenehmigung zu erteilen.

 

In Mannheim plant der Energieversorger ein 900 MW-Steinkohlekraftwerk, das mehr als 3 Millionen Tonnen CO2 sowie Tonnen von Feinstaub, Quecksilber und anderen Schwermetallen pro Jahr ausstoßen wird. Kohle zerstört jedoch das Klima. Jetzt neue Kohlekraftwerke zu bauen bedeutet eine Festlegung auf eine veraltete Technologie für die nächsten 40-50 Jahre, denn so lange ist die geplante Laufzeit. Damit sind die Klimaschutzziele der Bundesregierung nicht zu erreichen. Deutschland hat sich verpflichtet, den jährlichen deutschen Treibhausgasausstoß bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken.

 

Das Bauprojekt ist mit einer geplanten Investitionssumme von 1,2 Mrd. Euro auch wirtschaftlich höchst umstritten. Greenpeace warnt vor einer Fehlinvestition in eine veraltete Technologie, die Mannheim langfristig Arbeitsplätze kostet und die Investition in zukunftsfähige alternative Energien wie Biomassekraftwerke verhindert. Zudem würde mit der zusätzlichen Wärmeproduktion das zum Kühlen benutzte Rheinwasser dauerhaft überwärmt.

 

„Es wäre wesentlich sinnvoller, statt dessen kleine dezentrale Kraftwerke zu bauen, bei denen die Wärme durch die so genannte KWK-Technik ausgekoppelt wird. Die nutzen die eingesetzte Energie fast doppelt so gut wie die geplante CO2-Schleuder", so Heinz Strässner. „Bei dem geplanten Block 9 verpufft hingegen trotz technischer Neuerungen rund die Hälfte der eingesetzten Energie im Schornstein." Daneben fordert Greenpeace auf den wesentlich klimafreundlicheren Energieträger Gas statt Kohle zu wechseln.

 

Greenpeace und das Bündnis „Für die Energiewende – Nein zu Block 9" fordert die Bevölkerung auf, heute noch möglichst viele Einwendungen gegen das Kraftwerk zu schreiben und diese am Infostand in der Mannheimer Innenstadt (Paradeplatz bzw. Marktplatz) oder bis heute um 18:00 Uhr im Faircafé cafga, B2/11, 68159 Mannheim, abzugeben. So können die Einwendungen von den Umweltschützern pünktlich zum Einwendungsschluss am Dienstag den 14. Oktober beim Regierungspräsidium Karlsruhe abgeliefert werden. Auch Einwendungen per Fax sind möglich.


Mehr unter: www.nein-zu-block9.de
 

Rückblick auf unsere Aktionen....

...gibt's hier


    19. 03. 2010.       Druckversion