Wale – die bedrohten Giganten der Meere

Die weltweiten Walbestände sinken weiter und ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Offiziell ist die Jagd auf Großwale zwar seit 1986 dank eines Moratoriums der Internationalen Walfangkommission (IWC) verboten, doch den so genannten Walfangnationen Japan, Norwegen und Island ist es weiterhin erlaubt worden, Wale auf offener See zu jagen. Japan und Island betreiben den Walfang angeblich aus wissenschaftlichen Gründen, während Norwegen wirtschaftliche Zwecke eingesteht. In der IWC gibt es sowohl Befürworter als auch Gegner des Walfangs, wobei einige japanische Politiker zugegeben haben, dass über Japans Entwicklungszusammenarbeit Länder des Südens als Befürworter des Walfangs gewonnen werden sollen: www.wwf.de

Allerdings ist der Walfang nicht die einzige Bedrohung für Wale, denn auch die Verschmutzung der Meere, wodurch der Lebensraum und die Gesundheit der Tiere stark beeinträchtigt wird, die Überfischung, die den Walen die Nahrungsgrundlage raubt oder viele Tiere als Beifang verenden lässt, der Unterwasserlärm (z. B. bei Ölbohrungen u. militärischen Sonargeräten), der das Wander-, Beute- und Fortpflanzungsverhalten stört, sowie der Klimawandel spielen eine große Rolle: www.greenpeace.at/gefahren_fuer_wale.html.

Die touristische Beobachtung von Walen, das sogenannte „Whale Watching“, soll den Menschen das Verständnis für Wale näher bringen. Es gibt jedoch auch „schwarze Schafe“ unter den Veranstaltern, für die die Walbeobachtung lediglich ein lukratives Geschäft ist. Seriöse Anbieter informieren vor der Beobachtung über die beobachtbaren Walarten in dem Gebiet, fahren nicht mitten durch eine Walgruppe durch, halten einen Mindestabstand zu den Tieren ein und verfolgen sie nicht: www.greenpeace.at/walbeobachtung.html

Meere

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    9. 02. 2012.       Druckversion