Ort der Veranstaltung: faircafe` cafga. B 2, 11 Mannheim ( Schillerplatz)
Beginn der Veranstaltung 18.00 Uhr
Wir informieren über Greenpeace-Energy.
Besucher sind herzlich eingeladen und bitte für entschlossene
Interessenten, eigene Zählernummer und Jahresverbrauch zur genauen
Berechnung mitbringen.






Pressemitteilung IKEMA 08. Dezember 2007
Erfolgreiche Proteste zum weltweiten Klimaaktionstag in Mannheim
"Saubere Kohle ist eine dreckige Lüge": Protestaktion gegen regionalen Energieversorger MVV im Kundenzentrum Breite Straße. Verzicht auf Neubau des Block 9 im Großkraftwerk Mannheim (GKM) und Umstieg auf erneuerbare Energien gefordert.
Anlässlich des Klimaaktionstags haben in Mannheim heute gegen 12 Uhr etwa 100 Menschen am Kundenzentrum der MVV AG gegen den geplanten Neubau eines Kohlekraftwerks protestiert.
In Heidelberg waren schon am Morgen zahlreiche Menschen unter dem Motto "Lieber Kalorien als Kohle verbrennen" zu einer Fahrraddemonstration nach Mannheim aufgebrochen. Das Straßentheaterstück "Die Kraft der Sonne besiegt das GKW" stieß bei den PassantInnen auf reges Interesse; an einem Infostand wurde über die Gefahren eines Kraftwerksneubaus insbesondere für den Klimaschutz informiert.
Der zu einem Gespräch über Alternativen zum Kraftwerksneubau eingeladene Vorstand der MVV AG, Herr Dr. Schulten, war der Einladung nicht gefolgt und ließ sich durch seinen Pressesprecher vertreten. "Auch wenn Herr Dr. Schulten grundsätzliche Gesprächsbereitschaft signalisiert hat, werden wir ihn an seinen Handlungen messen", so Erhard Renz vom "Sonnenfleck" aus Bürstadt. In der kommenden Woche soll voraussichtlich bei MVV, RWE und EnBW die Entscheidung über den Neubau im Großkraftwerk Mannheim fallen.
"Die MVV hat den vor einem Jahr übergebenen Fragenkatalog von MetropolSolar und dem Umweltforum Mannheim zum Kraftwerksausbau immer noch nicht beantwortet. Hätten sich die Verantwortlichen mit den gestellten Fragen zur CO2-Bilanz und zu den künftigen Kosten für CO2-Zertifikate näher beschäftigt, wäre ihnen klar geworden, dass alles gegen den Neubau spricht", so Diplom-Volkswirt Daniel Bannasch, Geschäftsführer von MetropolSolar Rhein-Neckar.
Matthias Weyland, Geschäftsführer des BUND Neckar- Odenwald, macht deutlich: "Ein Neubau hätte eine massive Erhöhung des CO2-Ausstoßes für die nächsten 40 Jahre zur Folge. Wir fordern statt dessen, die erneuerbaren Energien in der Region auszubauen und effiziente Technologien zur dezentralen Energieversorgung wie Blockheizkraftwerke zu fördern, statt mit dem Neubau die Wärme-Überschüsse im Mannheimer Fernwärmenetz weiter zu erhöhen und alle Anstrengungen zur Heiz-Energieeinsparung ad absurdum zu führen."
Eric Tschöp Pressesprecher von IKEMA
“Lieber Kalorien statt Kohle verbrennen” Fahrraddemo von Heidelberg nach Mannheim zum MVV-Kundenzentrum in K1. Treffpunkt: Bismarckplatz 9.30 Uhr
- Kundgebung mit anschließender Demo in Mannheim gegen den Ausbau des geplanten Kohlekraftwerks! Los geht’s ab 11.30 Uhr mit einem Infostand vor Karstadt in der Breiten Straße, um 12 Uhr statten wir dem MVV-Kundenzentrum einen Besuch ab. Anfahrt zum Kundenzentrum mit den Öffentlichen: Haltestelle MVV-Kundenzentrum/Neckartor mit Stadtbahnlinien 3,4,5,7 aus Richtung Hauptbahnhof
- Straßentheater mit Samba-Band “Die Kraft der Sonne besiegt das GKW” (Jede/r kann spontan mitmachen!) in Heidelberg am 7.12. um 14 Uhr am Bismarcklatz und in Mannheim am 8.12. während dem Demozug
Seien Sie dabei und fordern Sie von den Politikern mit uns zusammen eine wirklich zukunftsfähige, umweltfreundliche und nachhaltige Energiepolitik ein! Ihre Stimme zählt!
NEIN zum Ausbau des Kohlekraftwerks Mannheim!
Wie Ende November bekannt wurde, wird am 14.12. voraussichtlich vom Mannheimer Gemeinderat beschlossen werden, grünes Licht für den umstrittenen Ausbau des Kohlekraftwerks Mannheim zu geben. Dieses Vorhaben würde die Energiepolitik Mannheims für ein halbes Jahrhundert auf eine Dinosauriertechnologie festlegen, mit schrecklichen Folgen für die Umwelt und die Menschen in Mannheim, aber auch darüber hinaus.
Greenpeace hat schon vor Jahren anhand vieler Studien gezeigt, dass es sehr wohl Möglichkeiten gibt, den heutigen und zukünftigen Energiebedarf mit alternativen, umweltfreundlichen Energien zu decken. Gemeinsam mit einem Bündnis zahlreicher weiterer Mannheimer Umweltschutz- und Menschenrechtsverbänden, Bürgern und Energieexperten, dem IKEMA-Bündnis, wollen wir den sinnlosen und gefährlichen Ausbau des Kohlekraftwerkes verhindern. Helfen Sie uns dabei und werden Sie aktiv!
Link zum Artikel vom 29.11. im MM:
http://www.morgenweb.de/service/archiv/artikel/636247525.html
Kommentar der grünen Fraktion vom 1.12.:
http://www.morgenweb.de/region/mannheim/artikel/20071201_srv0000001827562.html
Leserbriefe: Bitte schreiben Sie zu dem Thema auch Leserbriefe und an die Mannheimer Politiker, was Sie denken und sich wünschen: etwa an
https://www.morgenweb.de/meinung/leserbriefe/leserbrief_schreiben.html
oder rathaus@mannheim.de
Link zum Überblick der Aktionen am 8.12.:
http://www.klima-aktions-gruppe-hd.de.vu/
Vorlagen "Briefe an öffentliche Stellen" Kohlekraftwerk Mannheim hier

Klimawandel geht uns alle an! Überschwemmungen, Dürreperioden und Krankheiten gefährden Millionen von Menschen, vor allem in den Entwicklungsländern.
Wir müssen Druck machen, damit die Politik jetzt konsequent handelt.
Wenn auch Sie es satt haben,
dass der Klimawandel die Armen noch ärmer macht,
dass die Politiker von Klimaschutz reden, aber nur halbherzig handeln,
dass in Deutschland über 25 neue Kohlekraftwerke geplant werden,
dass die Regierung vor den Automobil- und Energiekonzernen einknickt, dann demonstrieren Sie mit uns für einen Aufbruch in der Klimapolitik!
Hunderttausende Menschen gehen am 8. Dezember weltweit auf die Straße. In Deutschland setzen wir das Startsignal für eine neue Klimaschutzbewegung.
Machen Sie mit!
Wann: Samstag, 8. Dezember 2007
Wo: Berlin Brandenburger Tor
Braunkohlekraftwerk Neurath (bei Düsseldorf)
und weitere Städte
http://www.die-klima-allianz.de
Über einen Zeitraum von fünf Jahren war der Fotograf Markus Mauthe im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace in den letzten sieben noch intakten Waldgebieten der Erde unterwegs. Auf abenteuerlichen Reisen ist es ihm gelungen, die Vielfalt und Schönheit des Lebensraumes Urwald mit der Kamera einzufangen. Mit „Planet der Wälder“ ist nun eine Multivisionsshow entstanden, in der der Referent dieses Thema mit engagierten, live erzählten Geschichten spannend und unterhaltsam auf der Leinwand präsentiert. Der Besucher lernt die tropischen Regenwälder Amazoniens, Afrikas und Asiens kennen, die gemäßigten Regenwäldern Kanadas und Patagoniens ebenso wie die kalten Wäldern Sibiriens und Lapplands. Bilder in höchster fotografischer Qualität zeigen, dass Wälder nicht nur faszinierende Orte, sondern vor allem auch Lebensräume unzähliger Tier- und Pflanzenarten, sowie hunderter Stämme indigener Völker sind.
Doch kaum einer weiß, dass schon 80 Prozent aller Urwälder von unserer Erde verschwunden sind. Markus Mauthe arbeitet für die globale Waldkampagne von Greenpeace, die die letzten intakten Urwälder für kommende Generationen bewahren will. Dieser Vortrag soll Menschen für die Natur begeistern. Gleichzeitig soll er auch zeigen, wie sich jeder Einzelne in seinem Alltag mit einfachen Mitteln für den Urwald einsetzen kann und dabei gleichzeitig aktiv zum Klimaschutz beiträgt. Ergänzt wird dieser Live-Vortrag durch einfühlsame Musikpassagen, die von Kai Arend komponiert wurden.






Kinofilm "Unser Planet" im Cinema Quadrat im Collini-Center in Mannheim am Sonntag, den 2. 12. 2007 um 19:30 Uhr.
Dieser Film ist ein Bestandteil des bundesweiten Filmfestivals "ueber morgen". Das Festival ist eine Initiative des "Gesellschafter-Projekts" der Aktion Mensch und widmet sich dem Thema "Utopien, Träume, Weltentwürfe". Greenpeace ist Kooperationspartner bei "ueber morgen" und überregionaler Partner des Films "Unser Planet"
Immer mehr Menschen, immer mehr Autos, Siedlungen und Wachstum: Wann ist die Erde endgültig überfordert? Der schwedische Film "Unser Planet" geht dieser Frage nach. Mehr als zwei Jahre drehten Michael Sternberg, Johan Söderberg und Linus Torell in 25 Ländern und befragten dabei zahlreiche Wissenschaftler. Ihr Film hält das rasante Wachstum der Städte fest, die Ausbreitung der Wüsten und das Schmelzen der Gletscher - zeigt aber auch die atemberaubende Schönheit unserer Erde.
Nach dem Film, der auch vor allem das Thema Klimawandel behandelte, entspann sich eine Diskussion darüber, was der Einzelne überhaupt sinnvollerweise tun kann. (Werner Brinker: Strom- und Heizenergie im Haushalt sparen, weniger Flugreisen und Autofahrten, Ökostrom verwenden und ganz wichtig der Konsum. – Damit meinte er weniger Fleisch, v.a. weniger Rindfleisch (sehr energieaufwendig und klimaschädlich), dafür mehr vegetarisch, keine Frischfaser-Papiere verwenden, sondern Recyclingpapiere...). Dabei kam auch das Vorhaben zur Sprache, dass in Mannheim das Kohlekraftwerk um 700 Megawatt erweitert werden soll, wodurch über 3 Millionen Tonnen CO2 mehr pro Jahr in Mannheim emittiert werden. (Das entspricht etwa dem Ausstoß von ganz Mannheim/Jahr): Und dass die Entscheidung darüber kurzfristig am 14.12.07 getroffen werden soll. Im Film haben wir gehört, dass die Politiker von sich aus nichts anpacken werden, da sie mehr politische Einbußen hätten, wenn sie etwas bewegen wollen als wenn sie einfach nichts machen. Daher könne nur etwas in den kommenden 10 bis 15 Jahren bewegt werden, wenn der Druck direkt aus der Bevölkerung komme. Entsprechend hat Greenpeace Rhein-Neckar auch Anschreiben zum Kohlekraftwerk vorbereitet, die von den Mannheimerinnen und Mannheimern direkt an ihre Gemeinderäte im eigenen Wahlkreis geschickt werden können (steht auch auf der homepage www.greenpeace/rhein-necker.de). Eine direkte Ansprache der Politiker/innen ist natürlich noch effektiver. Greenpeace Rhein-Neckar lud alle zur Protestaktion am 8.12.07 ein.
Die Frage kam noch, ob es überhaupt Sinn mache, ein Kohlekraftwerk in Mannheim zu verhindern. Dann entstünde doch eines woanders. Werner Brinker von Greenpeace meinte, dass GP, BUND und andere Organisationen versuchen alle bisher 25 Vorhaben, Kohlekraftwerke in Deutschland neu zu bauen oder zu erweitern, zu verhindern. Jedes einzelne. Und dass es natürlich klima- und umweltfreundliche Alternativen gibt, ein Kraftwerk für Grundlasterzeugung zu erstellen. Biomassekraftwerke wären dafür z.B. durchaus geeignet. Das wäre durchaus mit den Kosten von 1,2 Milliarden Euro (fürs Kohlekraftwerk geplant) machbar. Zudem, so Brinkert, würden diese ganzen Kohlekraftwerke nicht gebaut werden, wenn die Betreiber für die CO2-Emissionen zahlen müssten. Aber bis 2012 sind die Emissionszertifikate noch umsonst. Eine verfehlte Politik, da man sich mit den Kohlekraftwerken auf 40 Jahre festlegt. Eine Anmerkung war noch, dass der erhöhte Energiebedarf (diese 700 MW) doch wohl notwendig wären. Brinker meinte, dass das derzeit nicht der Fall wäre. Und ob die Kalkulationen für die Zukunft noch stimme, ist auch unklar. Schließlich müsse in Zukunft die Energieeffizienz das oberste Prinzip sein. Damit könnte sehr viel Heinzenergie und auch Strom eingespart werden. Es müssten aber eben sehr viele Menschen mitmachen. Im Film „Unser Planet“ wurde deutlich gemacht, dass bis zum Jahr 2050 ein deutlicher Wandel im Wirtschafts- und Verbraucherverhalten eingetreten sein müsste, ansonsten wären die Folgen für unser Ökosystem und damit auch dem Menschen nicht mehr zu verkraft. Prognosen gingen von einer Temperatursteigerung bis 2100 von 4 - 6 °C und im negativsten Falle von sogar noch mehr aus. Entsprechend müsste das Ziel nicht eine 10%ige Einsparung der CO2-Emissionen sein (die auch noch nicht erreicht worden ist), sondern eine 70%ige. Werner Brinker machte noch einmal deutlich, dass es nicht heißt: „Für die nächsten 43 Jahre so weitermachen wie bisher, sondern es müsse jetzt gehandelt werden. Wir haben maximal 10 bis 15 Jahre, in denen ein einschneidender Wandel erfolgen muss.“ Entsprechend, so Greenpeace Rhein-Neckar, sei der Bau von Kohlkraftwerken die komplett falsche Strategie. Damit werde jedes CO2-Einsparvorhaben umsonst.
Adresse des Collini-Centers: Collini Straße 5, 68161 Mannheim
Wegbeschreibung:
Ab Hauptbahnhof Mannheim: 10 bis 15 Minuten Fußweg zum Collini-Center
Straßenbahn Linie 4 und 7: Haltestelle Gewerkschaftshaus
Aus Mannheim Innenstadt: Linie 5 (OEG) Richtung Seckenheim, Haltestelle "Collini-Center"
Aus Heidelberg: Linie 5 (OEG), Haltestelle "Collini-Center"
Die Gruppe Rhein-Neckar protestierte in Mannheim am Kraftwerk und an den Kaputzinerplanken gegen den geplanten Bau eines neuen Kohlekraftwerks.
Artikel auf der Homepage von Radio Regenbogen




Der Klima-Infostand hatte zum Ziel über die möglichen Ursachen des Klimawandels und die damit verbundenen Langzeitrisiken für Umwelt und Mensch zu informieren. Gleichzeitig wollten wir darstellen, wie man sich im täglichen Leben klimafreundlich verhalten kann oder sich auch persönlich bei Greenpeace engagieren kann. Außerdem sammelten wir Unterschriften im Rahmen der aktuellen Unterschriftenaktion von Greenpeace zum Thema "Klimaschutz in die Verfassung aller Nationen".
Die Unterschriftenliste gibts auch im Downloadbereich.'





Der Arbeitskreis "Eine Welt" der Lokalen Agenda 21 Mannheim-Neckarau und die Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar zeigten gemeinsam den Film "Eine unbequeme Wahrheit" im Gemeindesaal der Jakobuskirche in Mannheim Neckarau (Rheingoldstr. 9-11) mit anschliessender Diskussion.
Vor dem Hintergrund des geplanten Neubaus eines 900 Megawatt-Steinkohleblocks (Infos unter www.metropolsolar.de) im Großkraftwerk Mannheim (GKM) wird das Thema "Neubau von Kohlekraftwerken" unter den Aspekten "Auswirkungen des Klimawandels auf arme Länder" und "Arbeitsbedingungen im Kohlebergbau" beleuchtet: Denn Klimawandel ist nicht gleich Klimawandel und Energie-Arbeitsplatz ist nicht gleich Energie-Arbeitsplatz. Jochen Magerfleisch von attac wird ein Kurzreferat zu den Arbeitsbedingungen im Kohlebergbau halten.





Sondervorstellung: Film, Diskussion, Information
mehr zum Film www.unsertaeglichbrot.at
Link zum Karlstorkino

"Wir lieben Japan, aber der Walfang bricht uns das Herz" mit dieser Botschaft haben wir am Samstag, den 31.03.2007, eine Standaktion gegen den japanischen Walfang durchgeführt. Obwohl sich 69 % der japanischen Bevölkerung gegen den japanischen Walfang ausspricht, war die japanische Walfangflotte wieder im Antarktischen Walschutzgebiet unterwegs,um zehn Finnwale und 935 Zwergwale zu töten. Wir haben eine Unterschriftenaktion durchgeführt, in der Bundesminister Seehofer aufgefordert wird sich für den Schutz der Wale und die Errichtung von Meeresschutzgebieten einzusetzen. Die Resonanz in der Bevölkerung Heidelbergs war gut, wir haben viele Unterschriften gesammelt. Außerdem haben sich einige Leute für eine Mitarbeit bei ,greenpeace Rhein- Neckar interessiert. Insgesamt eine gelungene Aktion bei kalten Temperaturen in der Hauptstraße vor dem Anatomiegarten.
Die Unterschriftenliste findet Ihr auch im Downloadbereich.





Der Film "UNSER TÄGLICH BROT" des Regisseurs Nikolaus Geyrhalter, den Greenpeace inhaltlich unterstützt, wurde im Heidelberger Karlstor Kino vom 16.3.07 bis zum 25.3.07 gezeigt.
Die erste Vorfühung - mit anschließender Diskussion mit Greenpeace Rhein-Neckar - lief am 16.3.07 um 19:30 Uhr. Dank der guten Werbung, war das Kino voll (ca. 60-70 Besucher/innen). Es war ein gemischtes Publikum mit einer großen Alterspanne: Von Jugendlichen, Studenten, einem großen Teil mittleren Alters bis hin zu einigen Senioren. Es waren auch viele Greenpeacer/innen da: Felix ,Konrad, Gerd, Ralf, Bettina, Siegfried und Elke. Wir hatten einen kleinen Infotisch ab 18:30 Uhr aufgebaut. Als Materialien hatten wir dabei: Siegel-Spiegel (Übersicht über die verschiedenen Bio-Siegel), Gentechnik-Einkaufsratgeber, Pestizid-Einkaufsratgeber, Fischführer, Infomaterialien zur Massentierhaltung (mit Schwein), zu Gentechnik, zu unserer Gruppe und Fördererwerbung. Um 19:30 Uhr begrüßten Herr Spiegel und Elke die Kinobesucher. Der Film ging 90 Minuten lang. Eine beeindruckende und zugleich erschreckende Aneinanderreihung von nüchtern-mechanischen Orten der industriellen Lebensmittelproduktion.
Nach dem Film - so gegen 21:00 Uhr fand eine lebhafte Diskussion, moderiert von Herrn Spiegel statt. Es kamen Einwürfe, dass die Bilder ja gar nicht so schockierend waren (es wurden schon schlimmere, z.B. zu Tiertransporten, gezeigt). Außerdem sei die Mechanisierung unserer Lebensmittelproduktion doch auch etwas Faszinierendes. Elke wies darauf hin, dass der Regisseur die Firmen im Vorfeld um Erlaubnis fragte, ob er dort filmen dürfe. Entsprechend zeigen die Bilder nicht skandalöse Zustände - die sicherlich auch existieren - sondern den ganz gewöhnlichen Alltag der industriellen Landwirtschaft und Tierhaltung und -verarbeitung. Faszination über die technische Erfindungskraft des Menschen liegt sicherlich für viele ganz eng gekoppelt mit dem Entsetzten über die respektlose Behandlung des tierischen Lebens... Ein guter Einwurf kam auch von einem Jugendlichen, nämlich dass wir eine solche industrielle Massenproduktion brauchen, damit unser Fleischkonsum auch weiterhin gedeckt werden kann. Damit kam er zu einem ganz wichtigen Kern der Diskussion. Denn der sehr hohe Fleischkonsum in unseren westlichen, reichen Industrienationen verursacht tatsächlich diese industrielle Produktionsweise, verursacht die Abholzung von Urwäldern in Südamerika, damit dort Futtermittel für unsere Nutztiere angebaut werden können, zieht aus armen Ländern Fleisch und vor allem Pflanzen für Futtermittel ab und verschlimmert dort die Armut... Auch dass im Winter gerne Erdbeeren gegessen werden, war ein guter Einwurf, um auf die enorme Pestizidbelastung von Obst und Gemüse zu sprechen zu kommen. Entsprechend wurde geraten, saisonal und regional einzukaufen. Am besten in Bio-Qualität (oder Fleisch von Neuland = artgerechte Tierhaltung). Weniger Fleisch, Wurst und Fisch essen... Anbei hängt noch eine kleine Vorbereitung zu dem Kinofilm, eine Hintergrundinfo zur Massentierhaltung/industriellen Landwirtschaft sowie weitere Infos zu dem Kinofilm "Unser täglich Brot".
Die Diskussion ging bis 21:45 Uhr und wäre vermutlich noch weiter gegangen, wenn nicht schon die Besucher für den nächsten Kinofilm draußen gewartet hätten. Am Infotisch gingen alle Ratgeber, die ich zuvor kurz vorgestellt habe, gut weg. Vor allem der Siegel-Spiegel. Aber auch die anderen Ratgeber. Die letzten Diskussionen mit Interessierten gingen noch bis nach 22:00 Uhr. Wir wie auch der Organisator Herr Spiegel waren sehr zufrieden mit der Resonanz und dem Ablauf der Veranstaltung.
Brot ist weit mehr als nur Brot. Es ist seit Jahrtausenden Sinnbild von Nahrung, körperlicher und seelischer Kraft, Lebenskraft „Unser täglich Brot gib uns heute“ heißt es in einem Gebet nach Matthäus 6.11, das Millionen von Christen täglich beten. Bewusst hat Regisseur Nikolaus Geyrhalter für seinen Film diesen Titel gewählt, denn er lässt den Kinobesucher Zeuge einer ganz eigenen Schöpfungsgeschichte werden.
UNSER TÄGLICH BROT ist eine filmische Meditation über die Welt der industriellen Nahrungsmittelproduktion. Zum Rhythmus von Fließbändern und riesigen Maschinen zeigt der Film Orte, an denen Nahrungsmittel produziert werden: Für Fahrzeuge optimierte, surreale Landschaften; sterile Räume in funktioneller, industrieller Architektur, für logistisch-effiziente Abläufe entwickelt. Eine kühle, industrielle Umgebung, die wenig Raum für Individualität lässt. Indem Nikolaus Geyrhalter der Frage „Woher kommt unsere Nahrung?“ schonungslos nachgeht, stellt er gleichzeitig die Seinsfrage. Wo steht der Mensch in einer Welt, die sich in ganz elementaren Dingen verselbständigt hat? Und er zeigt die industrielle Nahrungsmittelproduktion als Spiegelbild unseres Wertkanons: viel, einfach, schnell, wenige produzieren für uns alle. UNSER TÄGLICH BROT gibt dem Kinobesucher Einsicht in die Orte, die sich unserem Alltag verschließen. Er liefert Einblicke, dort, wo Verdrängung die Regel ist und liefert Erkenntnis – 90 Minuten, ohne Kommentar!
Unsere Gruppe hat sich mit 7 Leuten in Heidelberg am bundesweiten Aktionstag zur hoher Pestizidbelastung von Obst und Gemüse beteiligt. Wir waren bei REWE und Edeka, haben dort den aktuellen Pestizid-Ratgeber verteilt und Unterschriften gegen die Lebensmittelketten gesammelt, die bei einer umfassenden Untersuchung die höchsten Pestizidrückstände in ihrem Obst und Gemüse hatten (REWE, Tengelmann, Edeka). Die Resonanz war sehr positiv. Viele unterschrieben die Protestpostkarten, nahmen freudig den Pestizid-Ratgeber entgegen und dankten uns für unser Engagement. Nicht wenige waren entsetzt über die in den letzten Jahren immer gravierender steigende Belastung von Obst und Gemüse mit Pestizidrückständen und konnten kaum glauben, dass in Deutschland die Lebensmittel so billig sind wie nirgendwo sonst in der westlichen EU.
Siehe auch unter News " Erfolg fuer Greenpeace: Metro-Konzern tritt auf die Pestizid-Bremse" Die Veröffentlichung des Pestizid-Ratgebers und mehrere Gesprächsangebote von Greenpeace an die Lebensmittelketten wie auch der erste Gruppenaktionstag haben einen ersten weiteren Teilerfolg erzielt: Der Metro-Konzern (real + Kaufhof) möchte die Pestizidbelastung seiner Lebensmittel weiter senken. REWE, Tengelmann und Edeka müssen nun allerdings auch noch nachziehen.
Pestizid-Ratgeber im Downloadbereich