
Artikel im Kommunal-Info Mannheim Nr. 25/2008
Aktionstag der Greenpeace-Jugend: Jugendliche fordern von Politik und Wirtschaft eine zukunftsfähige Verkehrspolitik
Anlässlich des Weltklimatages am 6. Dezember demonstrierte die Greenpeace-Jugend in 15 Städten in Deutschland für eine verantwortungsvolle, nachhaltige Verkehrspolitik. In Mannheim machten Jugendliche eine Fotoaktion am Paradeplatz, bei der sich Menschen mit einer Sprechblase fotografieren lassen konnten. „Wir wollten mit dieser Aktion auf den hohen CO2-Ausstoß von Dienst- und Firmenwägen aufmerksam machen“, erklärt Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar. Auf den Sprechblasen der Jugendorganisation von Greenpeace stand geschrieben: „Autospeck muss weg“ oder die direkte Aufforderung an den Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG „Kriegen Sie die Kurve, Herr Zetsche“. Eigene Botschaften konnten die Bürger außerdem selbst in eine leere Sprechblase schreiben. „Die Autoindustrie setzt immer noch auf schwere Spritfresser statt auf leichtere, klimafreundlichere Autos“, kritisiert Benedikt Jordan, Aktivist der Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar. Mit dieser Aktion forderten die Jugendlichen die Politik und Wirtschaft dazu auf, mehr leichtere, spritsparende Autos zu bauen und somit mehr für den Klimaschutz und den Standort Deutschland zu tun. dato


Mannheimer Morgen vom 20. November 2008
Block 9: Feuriger Protest von Greenpeace
Einen rund drei Meter breiten und ebenso hohen brennenden "CO2"-Schriftzug entzündet Greenpeace-Aktivisten gestern bei Einbruch der Dunkelheit auf einem Supermarkt-Parkplatz an der Neckarauer Straße. Neben der gasgespeisten Fackel entrollten die Umweltschützer "Kohlekraft verheizt das Klima!". Greenpeace fordert einen Baustopp für den geplanten Block 9 im Großkraftwerk, wie Sprecherin Rosa Pollter mitteilte. Der Block stoße drei Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr aus und verursache damit Klimafolgekosten in Höhe von 24,6 Milliarden Euro. Der Block 9 ist freilich noch gar nicht genehmigt, ab kommenden Mittwoch, 26. November, wird das Vorhaben zunächst einmal öffentlich erörtert. lang

(<-- Berichte zur Aktion MM und RNZ)
Am Samstag, 25. Oktober 2008, protestierten wir, die Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar, ab 10.30 Uhr auf dem Bismarckplatz in Heidelberg für eine ökologische Reform der Besteuerung von Firmen- und Dienstwagen. Die Greenpeace-Aktivisten bemalten und verkleiden einen Mercedes Komfort-Geländewagen der M-Klasse als Schwein und schoben den Wagen durch die Hauptstraße in Heidelberg. Lautstark grunzend zieht das „Klimaschwein" dann Richtung Uniplatz. Auf dem Uniplatz informiert die Greenpeace-Gruppe interessierte Passanten über das Thema.
Mit der Aktion protestiert Greenpeace gegen die steuerliche Subventionierung besonders spritfressender Dienstwagen. „Jeder Bürger blättert über die Steuer umgerechnet 132 € im Jahr hin, damit Dienstwagen subventioniert werden – und das sind oft überdimensionierte, besonders klimaschädliche Luxuswagen", sagt Julia Fuchs, Ansprechpartnerin für den Bereich Verkehr bei Greenpeace Rhein-Neckar. Rund 20 Prozent des CO2-Ausstoßes in Europa wird durch den Verkehr verursacht. Trotzdem können die Unternehmen bisher die Kosten auch besonders klimaschädlicher Firmenwagen vollständig abschreiben. Julia Fuchs bemerkt: „Solange diese umweltzerstörenden Luxuswagen über die Steuer mitfinanziert werden, können sich sparsamere und umweltfreundlichere Autos kaum durchsetzen. In Zeiten des Klimawandels ist Handeln angesagt, denn die bisherige Regelung zur Dienstwagenbesteuerung ist klimaschädlich und auch für die Steuerzahler ungerecht."
Ende Juli hat Greenpeace ein Konzept für eine ökologisch orientierte Steuerreform für Firmen- und Dienstwagen vorgestellt. Das Modell sieht für Unternehmen und Angestellte, die einen Dienstwagen fahren, eine nach CO2-Ausstoß gestaffelte Besteuerung vor. Unternehmen erhalten somit Anreize, ein sparsames Firmenfahrzeug anzuschaffen. Auch die Dienstwagennutzer würden also nach dem Greenpeace-Konzept für eine klimafreundliche Entscheidung belohnt: Ein sparsamer Firmenwagen soll sich bei der Steuererklärung positiver auswirken als ein Fahrzeug mit hohen CO2-Emissionen.



Protest gegen Ausbau des Kohlekraftwerks mit Clean-Graffiti
Mannheim. 13.10.2008. – „Kohlekraft nein danke!" steht seit den frühen Morgenstunden auf dem Gehsteig vor dem Rathaus in Mannheim. Damit protestiert Greenpeace gegen den geplanten neuen „Block 9" des Kohlekraftwerks in Mannheim. Der Spruch wurde mittels „Clean-Graffiti" auf dem Boden angebracht. Dabei wird mit einer Schablone der Boden in Form des Schriftzuges gesäubert, so dass die „saubere" Botschaft auf dem – im Vergleich „schmutzigen" – Bürgersteig zu lesen ist.
Heinz Strässner, Energie- und Klimaexperte der Greenpeace Gruppe Rhein-Neckar, erläutert: „Mit der Aktion vor dem Rathaus wollen wir speziell die Mannheimer Stadträte in die Pflicht nehmen, Mannheim „sauber" zu halten. Es gibt umweltfreundliche Alternativen zur Kohlekraft, die nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch wirtschaftlich sinnvoller sind." Die Stadt Mannheim hat als Anteilseigner am Betreiber des Kohlekraftwerks, der GKM AG, einen großen Einfluss auf die Bauentscheidung. Greenpeace appelliert an die Verantwortlichen, dem Kraftwerk keine Baugenehmigung zu erteilen.
In Mannheim plant der Energieversorger ein 900 MW-Steinkohlekraftwerk, das mehr als 3 Millionen Tonnen CO2 sowie Tonnen von Feinstaub, Quecksilber und anderen Schwermetallen pro Jahr ausstoßen wird. Kohle zerstört jedoch das Klima. Jetzt neue Kohlekraftwerke zu bauen bedeutet eine Festlegung auf eine veraltete Technologie für die nächsten 40-50 Jahre, denn so lange ist die geplante Laufzeit. Damit sind die Klimaschutzziele der Bundesregierung nicht zu erreichen. Deutschland hat sich verpflichtet, den jährlichen deutschen Treibhausgasausstoß bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken.
Das Bauprojekt ist mit einer geplanten Investitionssumme von 1,2 Mrd. Euro auch wirtschaftlich höchst umstritten. Greenpeace warnt vor einer Fehlinvestition in eine veraltete Technologie, die Mannheim langfristig Arbeitsplätze kostet und die Investition in zukunftsfähige alternative Energien wie Biomassekraftwerke verhindert. Zudem würde mit der zusätzlichen Wärmeproduktion das zum Kühlen benutzte Rheinwasser dauerhaft überwärmt.
„Es wäre wesentlich sinnvoller, statt dessen kleine dezentrale Kraftwerke zu bauen, bei denen die Wärme durch die so genannte KWK-Technik ausgekoppelt wird. Die nutzen die eingesetzte Energie fast doppelt so gut wie die geplante CO2-Schleuder", so Heinz Strässner. „Bei dem geplanten Block 9 verpufft hingegen trotz technischer Neuerungen rund die Hälfte der eingesetzten Energie im Schornstein." Daneben fordert Greenpeace auf den wesentlich klimafreundlicheren Energieträger Gas statt Kohle zu wechseln.
Greenpeace und das Bündnis „Für die Energiewende – Nein zu Block 9" fordert die Bevölkerung auf, heute noch möglichst viele Einwendungen gegen das Kraftwerk zu schreiben und diese am Infostand in der Mannheimer Innenstadt (Paradeplatz bzw. Marktplatz) oder bis heute um 18:00 Uhr im Faircafé cafga, B2/11, 68159 Mannheim, abzugeben. So können die Einwendungen von den Umweltschützern pünktlich zum Einwendungsschluss am Dienstag den 14. Oktober beim Regierungspräsidium Karlsruhe abgeliefert werden. Auch Einwendungen per Fax sind möglich.
Mehr unter: www.nein-zu-block9.de

Fahren bis die Flut kommt? Mercedes-Benz und Daimler AG in der Kritik:
Greenpeace-Jugend sammelt Unterschriften für den Klimaschutz
Seit dem 30. September sammelt die Greenpeace-Jugend bundesweit Unterschriften für leichtere Autos. Ziel ist die Übergabe an den Daimler-Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche im Frühjahr 2009. Der Autoverkehr ist in Europa mit 12 Prozent des Treibhausgasausstoßes am Klimawandel beteiligt. Dazu trägt auch der hohe Spritverbrauch der Automodelle von Daimler bei. Vor zehn Jahren hat die europäische Autoindustrie angekündigt, bis 2008 den Durchschnittsverbrauch ihrer Neuwagenflotte auf 5,8 Liter pro 100 Kilometer zu beschränken.
„Mercedes-Benz hat es nicht einmal geschafft, die freiwillig von der Autoindustrie geforderten Auflagen einzuhalten“, kritisiert Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar. „Eine solche Unternehmenspolitik ist unverantwortlich.“ Neue Autos von Mercedes verbrauchten 2007 im Schnitt 7,7 Liter. Daimler baut weiter übermotorisierte Automodelle mit zu hohem Gewicht und entsprechendem Verbrauch. Als einer der weltweit führenden Autokonzerne hat Daimler jedoch die Möglichkeiten und die Pflicht, endlich auf Spritspar-Autos umzuschwenken. Die Greenpeace-Jugend fordert deshalb ein Umdenken bei Daimler und ein Vorantreiben des Baus kleiner, energiesparender Fahrzeuge. Mercedes-Benz und Dieter Zetsche müssen jetzt auf klimafreundliche Autos statt auf teure Spritfresser setzen.

Bericht zur Aktion der Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar
Forderung eines echten Schutzgebietes „Sylter Außenriff“
Aktionen auf dem Uniplatz der Heidelberger Altstadt
Mit unseren Aktivitäten (die Steine als verbindendes symbolisches Element) unterstützen wir die Aktion auf der Nordsee.
- Passanten schreiben Briefe an Umweltminister Gabriel, mit den o.g. Forderungen, die Briefen enthalten 5g schwere Steine
- Passanten versehen Steine mit Forderungen und Aufschriften
- ein Banner wird bemalt
- Angelspiel

Mehr unter: http://www.nein-zu-block9.de/

Greenpeace-Aktion zum 25-jährigen Jubiläum lockte
viele Besucher an
Schlauchbootfahren war trotz Regens ein Publikumsliebling, 200 UN-Petitionen für Klimaschutz unterzeichnet
Mannheim/Heidelberg. – Trotz kühlem und wechselhaftem Wetter war die Heidelberger Veranstaltung „Lebendiger Neckar" extrem gut besucht und ein voller Erfolg. Davon profitierte auch der Info- und Jubiläumsstand der Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar.
Um das 25-Jährige Bestehen der Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar zu feiern, hatte die Gruppe eine kleine Chronik-Ausstellung mit vielen Bildern organisiert. Aufgrund der großen Zahl von umweltinteressierten Besucherinnen und Besuchern waren auch die 200 Petitionen für die Verankerung von Klimaschutz in der UN-Charta recht schnell unterschrieben.
Wenn es nicht gerade stark regnete, fanden sich viele Kinder bei unserem Angelspiel ein und fischten symbolisch die Meere leer. Aber vor allem das Greenpeace-Schlauchboot war eine große Attraktion. Die Schlange an mit Rettungswesten bestückten Kindern, Jugendlichen und deren Eltern riss selbst während der Regenphasen nicht ab und viele Besucher konnten sich so bei einer kleinen Rundfahrt mit dem Boot auf dem Neckar einen echten Einblick in die Arbeit der Greenpeace-Aktivisten machen.
Gertraude Hassel, eine der Haupt-Organisatorin der Jubiläumsaktion und seit 10 Jahren in der Gruppe aktiv, freut sich über die vielen Besucher: „Die begeisterten Gesichter und das Interesse der Besucher sind für uns immer wieder ein toller Ansporn. Unser Motto ist: 'Taten statt Worte.' Wir hoffen, dass wir vielen Besuchern zeigen konnten, dass Arbeit für Greenpeace vor allem auch sehr viel Spaß macht!"
Fazit: Der Greenpeace-Jubiläumstag am Neckar hat den Gästen und auch den Greenpeace-Aktivisten selbst riesigen Spaß gemacht. Vielleicht hat die Veranstaltung ja auch den einen oder anderen Besucher motiviert, selbst aktiv zu werden?
Jedenfalls würden sich die Greenpeacer in Heidelberg und Mannheim sehr über interessierten und engagierten Zuwachs jeden Alters freuen!
Interessierte sind herzlich eingeladen, uns bei einem der Neuentreffs weiter kennen zu lernen:
Unser Neuentreff findet regelmäßig am 1. Montag des Monats um 19 Uhr abwechselnd in Mannheim und Heidelberg statt. Interessierte mögen sich bitte auf unserer Homepage www.greenpeace.de/rhein-neckar über die Termine informieren und sich bei der Mailadresse rhein-neckar@greenpeace.de oder per Telefon 0621/3391698 anmelden.
Über Greenpeace Rhein-Neckar
Greenpeace Rhein-Neckar besteht aus etwa 50 Leuten aus der gesamten Rhein-Neckar-Region. Unsere Mitglieder kommen aus allen Berufs- und Altersgruppen; innerhalb der Gruppe gibt es auch eine Jugend AG und ein Team 50 Plus. Wir arbeiten ehrenamtlich zu verschiedenen Greenpeace-Themen:
ENERGIE, KLIMA, VERKEHR (Ganz aktuell zum neu geplanten Block 9 des Kohlekraftwerks in Mannheim, zu erneuerbaren Energien und Ökostrom, dem Klimawandel, aber auch zu Castor-Transporten, AKW Atommüll, Öl und Dieselruß)
Meere (Fischerei, Wale, Meeresschutzgebiete)
WALD (Urwaldschutz, naturnahe Waldnutzung, Schulen für den Urwald, Recyclingpapier)
GENTECHNIK (Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel)
Gemäß den Grundsätzen von Greenpeace arbeiten wir gewaltfrei, parteipolitisch unabhängig und international orientiert.
Wir unterstützen die bundesweiten Kampagnen vom Greenpeace-Hauptbüro in Hamburg auf regionaler Ebene, führen aber auch eigene Projekte zu lokalen Themen durch. Unter anderem organisiert die Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar Informationsveranstaltungen, recherchiert vor Ort und führt lokale Protestaktionen durch.
Wir sind in der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar aktiv: von Alzey bis Wiesloch und von Speyer bis Weinheim. Unsere Aktionen sind allerdings meist in den Städten Heidelberg, Mannheim oder Ludwigshafen.
Bilder zum 25-jährigen Jubiläum
Wie fing alles an? Ein Gespräch mit dem Gründer, Dieter Hucklenbroich, am 10. 6. 2008
Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung

Die diesjährigen Verhandlungen der Internationalen Walfangkommission (IWC) beginnen Ende Mai. Allerdings wird dann in der Hauptverhandlung vom 23. bis 27. Juni nicht nur über die Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs gestritten, auch die Ausweitung eines Walschutzgebietes im Südatlantik steht auf der Tagesordnung. Als einziges EU-Land weigert sich Dänemark, dem Schutzgebiet zuzustimmen.
Greenpeace fordert:
- dass der Walfang endgültig gestoppt wird.
- dass sich Dänemark der EU-Walschutzposition anschließt.
- dass die Internationale Walfang-Kommission (IWC) zu einer
Walschutz-Kommission wird, die für alle Walarten und deren
Gefährdung zuständig ist.
- dass weltweit 40 Prozent der Meere unter Schutz gestellt werden.

Die Initiative Klima und Energie Mannheim, kurz IKEMA, in der auch Greenpeace Rhein-Neckar vertreten ist, hat zur Großdemonstration gegen den geplanten Kohleblock 9 des Großkraftwerks Mannheim (GKM) aufgerufen. Am 24. Mai 2008 versammelten sich rund 500 Demonstrantinnen und Demonstranten am Neckarauer Marktplatz in Mannheim. Mit dabei waren neben Greenpeace Rhein-Neckar: attac Mannheim, der BUND, Metropolsolar, das Umweltforum Mannheim, Die Grünen, Die Linke und auch viele Interessierte aus Neckarau und der Region. Um 13 Uhr begann die Kundgebung. Es sprachen Matthias Weyland vom BUND, Daniel Bannasch von Metropolsolar, Fritz Kuhn und Gerhard Schick von den Grünen und noch mehrer Leute von attac, dem bermudafunk und anderen Organisationen. Rockige Musik und Clowns von attac brachten Schwung und Farbe in die Veranstaltung. Es war eine gelungene und bunte Kundgebung. Auch die Medien mit Kameras, wuscheligen Mikrophonen und Fotoapparaten waren reichlich vertreten. Die Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar hat sich symbolisch in CO2-Säcke gekleidet und Flyer zum Kohlekraftwerk und Ökostrom verteilt. Wir waren mit einem großen und mehreren kleinen gelben Bannern vertreten.
Nach der Kundgebung am Marktplatz begann die eigentliche Demonstration: Wir stellten uns alle hintereinander auf und liefen erst einmal 500 Meter rückwärts, um unser Rufen: "Kohlekraft ist Rückschritt" zu verdeutlichen. Begleitet von einer kunterbunten Trommelgruppe wurde die Demo zu einem Happening mit Inhalt. Angeführt wurde der Zug von einem riesigen Eisbären, der den Klimawandel symbolisierte. Gemeinsam liefen wir zum GKM, dessen Schornsteine schon bald zu sehen waren. Am Haupttor gab es eine weitere Kundgebung. Danach umrundeten wir das GKM-Gelände. Dabei kletterten mehrere Aktivisten von der attac-Clowns-Armee eine Böschung hinab und waren dann auf dem GKM-Gelände. Der abschließende Höhepunkt der Demo war die Eroberung des riesigen Kohleberges durch einen Eisbären, der die attac-Fahne auf den Gipfel steckte und ein Banner ausrollte.


Am Samstag 12.04.08 prangerte Greenpeace in einer großen Aktion mit mehr als 50 Umweltaktivisten die schädlichen Auswirkungen des geplanten Ausbau des Kohlekraftwerks Mannheim an. Viele Zuschauer informierten sich am Infostand über die Planungen. Weitere Aktionen sollen folgen.
Samstag 12.04.08 am Paradeplatz in Mannheim: Zahlreiche Samstagseinkäufer bleiben stehen und schauen verdutzt Richtung Brunnen am Paradeplatz. Dort hat sich eine Gruppe von 50 schwarz gekleideten Menschen versammelt, die schwarze Säcke mit der Aufschrift „CO2" tragen. Langsam gehen sie auf ein Schild zu, auf dem steht: „CO2-Austoss beim Wäschewaschen mit Kohlekraftstrom". Nur 2 der schwarzen Säcke gehen zu einem zweiten Schild: „CO2-Austoss beim Wäschewaschen mit Ökostrom". Das Szenarium soll verdeutlichen, wie sehr das – in der Realität leider unsichtbare - CO2 aus der Energieerzeugung mit Kohle das Klima belastet.
Das mehrstündige Straßentheater und der Infostand von Greenpeace waren gut sichtbar und zogen im Laufe des Samstags viele interessierte Bürger an. Felix Gerig, Energieexperte der Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar, ist zufrieden mit dem Zuspruch des Publikums bei der Aktion: „Die meisten Leute sind verblüfft, wenn sie einmal so deutlich sehen, wie groß der Unterschied zwischen Kohlestrom und Strom aus Erneuerbaren ist, was den CO2-Ausstoß angeht. Viele Passenten waren dann auch neugierig und haben sich an unserem Infostand weiter informiert. Dort gab es dann auch viele lebhafte und anregende Diskussionen. Viele Menschen sind ja immer noch skeptisch, dass die „Alternativen" Energien den Strombedarf decken können. Greenpeace hat aber schon längst gezeigt, dass das möglich ist. Jedenfalls hoffen wir, dass wir immer mehr Menschen überzeugen können, dass es durchaus Alternativen zu Kohlestrom gibt, und dass die für Mannheim erheblich besser wären!"
Die Ausbaupläne der Kraftwerksbetreiber GKM AG sowie der MVV Energie und der Stadt sehen vor, im Stadtteil Neckarau ein neues, zusätzliches Steinkohlekraftwerk zu bauen, das mehr als 3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen wird. Gemeinsam mit dem bereits vorhandenen Kraftwerk läge der CO2-Ausstoß dann bei über 10 Mio. Tonnen pro Jahr.
Greenpeace kritisiert den 1,2 Mrd. Euro teuren Ausbau als Katastrophe für die Umwelt und als Fehlinvestition: Um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, sollen Energieanbieter in die zukunftsfähigen erneuerbaren Energien investieren statt in umweltschädliche „Dinosaurier-Technik". Bisher schweigt sich der Betreiber des Kohlekraftwerks in Mannheim über die konkreten Ausbaupläne aus; das Prüfungsverfahren zur Genehmigung läuft derzeit noch. Greenpeace will den Ausbau verhindern.
Energieexperte Felix Gerig: „Diese Aktion war erst der Anfang. Zusammen mit dem Klimabündnis IKEMA werden wir weiter gegen den Ausbau der Kohlekraft protestieren. Wir wollen von den Entscheidern – der GKM AG und allen Anteilseignern inklusive der MVV und der Stadt Mannheim - eine offene und bürgernahe Diskussion über den tatsächlichen Energiebedarf, über den Einsatz von regenerativen Energien und die Umweltpolitik in Mannheim. Umweltschutz geht jeden etwas an – die Verbraucher als Privatleute, die Industrie als Investitions- und Innovationsgeber und vor allem auch die Politik, die die Interessen des Gemeinwohls objektiv im Auge behalten und schützen muss."
Neue Greenpeace-Internetseite entlarvt Desinformationskampagne
Vattenfall zerstört das Klima, steht auf dem Schild eines grünen Männchens, das heute auf dem Berliner Alexanderplatz eine PR-Aktion von Vattenfall stört. Der Protest richtet sich gegen die Vattenfall-Kampagne unter dem irreführenden Titel Klimaunterschrift, mit der sich der Energieerzeuger derzeit ein grünes Mäntelchen umhängen will. In der Kampagne stellt er sich europaweit als besorgten Konzern dar, dem Klimaschutz wichtig ist. Er fordert Verbraucher zum Handeln auf, steckt aber Milliarden in den Bau klimaschädlicher Kohlekraftwerke. Daher stellt Greenpeace heute eine neue Internetseite ins Netz. Unter www.klimaunterschrift-vattenfall.de
persifliert die Umweltschutzorganisation die Klimaunterschrift-Kampagne und entlarvt die Desinformation.
Setzen Sie sich für einen konsequenten europäischen CO2-Grenzwert bei Pkw ein!
Zur Aktion:
Die "JAGs" fordern mit einer eigenen Postkarte vom Mercedes Benz Vorstand,
Dieter Zetsche, dass er die Kurve kriegen soll und kleinere, leichtere Autos bauen soll.
Zur Aktion: