
Die Initiative Klima Energie Mannheim, kurz IKEMA, in der auch Greenpeace Rhein-Neckar vertreten ist, hat zur Großdemonstration gegen den geplanten Kohleblock 9 des Großkraftwerks Mannheim (GKM) aufgerufen. Am 24. Mai 2008 versammelten sich rund 500 Demonstrantinnen und Demonstranten am Neckarauer Marktplatz in Mannheim. Mit dabei waren neben Greenpeace Rhein-Neckar: attac Mannheim, der BUND, Metropolsolar, das Umweltforum Mannheim, Die Grünen, Die Linken und auch viele Interessierte aus Neckarau und der Region. Um 13 Uhr begann die Kundgebung. Es sprachen Matthias Weyland vom BUND, Daniel Bannasch von Metropolsolar, Fritz Kuhn und Gerhard Schick von den Grünen und noch mehrer Leute von attac, dem bermudafunk und anderen Organisationen. Rockige Musik und Clowns von attac brachten Schwung und Farbe in die Veranstaltung. Es war eine gelungene und bunte Kundgebung. Auch die Medien mit Kameras, wuscheligen Mikrophonen und Fotoapparaten waren reichlich vertreten. Die Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar hat sich symbolisch in CO2-Säcke gekleidet und Flyer zum Kohlekraftwerk und Ökostrom verteilt. Wir waren mit einem großen und mehreren kleinen gelben Bannern vertreten.
Nach der Kundgebung am Marktplatz begann die eigentliche Demonstration: Wir stellten uns alle hintereinander auf und liefen erst einmal 500 m rückwärts, um unser Rufen: "Kohlekraft ist Rückschritt" zu verdeutlichen. Begleitet von einer kunterbunten Trommelgruppe wurde die Demo zu einem Happening mit Inhalt. Angeführt wurde der Zug von einem riesigen Eisbären, der den Klimawandel symbolisierte. Gemeinsam liefen wir zum GKM, dessen Schornsteine schon bald zu sehen waren. Am Haupttor gab es eine weitere Kundgebung. Danach umrundeten wir das GKM-Gelände. Dabei kletterten mehrere Aktivisten von der attac-Clowns-Armee eine Böschung hinab und waren dann auf dem GKM-Gelände. Der abschließende Höhepunkt der Demo war die Eroberung des riesigen Kohleberges durch einen Eisbären, der die attac-Fahne auf den Gipfel steckte und ein Banner ausrollte.
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swr.de
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taz.de





Demonstration gegen neuen Kohleblock im Mannheimer Großkraftwerk am
24. Mai
"Keinen neuen Klimakiller in Mannheim!" fordert ein breites Bündnis aus
Umwelt- und sozialen Gruppen, politischen Parteien und Einzelpersonen.
Erneuerbare Energien, Energiesparen und effiziente Energienutzung als
zukunftsfähige Alternative.
Zu einer Demonstration gegen den geplanten Neubau von Block 9 im
Mannheimer Großkraftwerk (GKM) am Samstag, 24. Mai 2008 ab 13 Uhr in
Mannheim-Neckarau, Marktplatz rufen zusammen mit der Initiative Klima +
Energie Mannheim, ikema, zahlreiche Gruppen wie attac, der Bund für
Umwelt- und Naturschutz (BUND), das Friedensplenum Mannheim,
Greenpeace Rhein-Neckar sowie die Mannheimer Stadtratsfraktionen der
Parteien DIE GRÜNEN und DIE LINKE und engagierte Einzelpersonen auf.
"Der geplante Neubau im GKM hätte katastrophale Folgen. Neben
dramatischen Auswirkungen für den Klimaschutz stellt er eine unmittelbare
Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung im ganzen Rhein-Neckar-Gebiet
dar", so Ursula Risch von der Anti-Atom-Gruppe in Mannheim.
"Wir fordern statt dessen den Ausbau der regenerativen Energien in der
Region sowie ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Energieeinsparung
für Mannheim. Durch energetische Sanierung des Gebäudebestandes
beispielsweise lässt sich der Heizwärmebedarf drastisch vermindern. Der
Neubau von Block 9 ist für die Wärmeversorgung Mannheims vollkommen
überflüssig!"
In ihren Redebeiträgen bei der Auftaktkundgebung am Neckarauer
Marktplatz werden RednerInnen wie Gerhard Schick und Fritz Kuhn (DIE
GRÜNEN), Jutta Sundermann von der Attac-Stromkonzernkampagne und
Michael Wilk vom Arbeitskreis Umwelt (Wiesbaden) u.a. darauf eingehen,
warum der Übergang zu einer dezentralen, konzernfreien Energiewirtschaft
notwendig ist und welche Alternativen zum Neubau von Kohlekraftwerken
es gibt.
"Eine klimafreundliche und soziale Stromversorgung ist mit RWE, EnBW
und den anderen Stromriesen nicht zu machen - weder in Mannheim, noch
anderswo", stellt Jutta Sundermann von der Attac-Stromkonzernkampagne
"Power to the People" fest. "Profitieren vom dem Ausbau des Mannheimer
Kohlekraftwerkes würden nur die Aktionäre - Mensch und Umwelt blieben
auf der Strecke."
Unterstützung kommt zudem von den TeilnehmerInnen der attac-
Aktionsakademie, die bei einem Zwischenstopp an der Hauptpforte des
GKM ihre frisch erworbenen Fähigkeiten in Straßentheater, Clownerie,
Sambatrommeln oder Stelzen-Laufen in kreativen Aktionen praktisch
umsetzen werden, bevor es weiter zum künftigen Bauplatz an der Fähre
nach Altrip geht, wo eine Abschlusskundgebung geplant ist.
ikema
Initiative Klima + Energie Mannheim
V.i.S.d.P.Eric Tschöp ikema