Jahresarchiv 2010

Ergebnisse des Supermarktrankings 2010 zu Fischprodukten

Laut Welternährungsorganisation FAO sind 52 % der kommerziell genutzten Fischbestände bis an die Grenze genutzt, 19 % überfischt und 8 % bereits erschöpft. Auch für die Fischbestände unter Regulierung der EU sieht es nicht besser aus: 88 % dieser Bestände sind überfischt. Um die Krise der Fischerei zu lösen, sind alle Verantwortlichen gefordert: Politiker, Fischer, Fischindustrie und auch der Lebensmitteleinzelhandel. Letzterer trägt besondere Verantwortung, da er als Schnittstelle zwischen Verbraucher und Industrie agiert.

 

Die Ergebnisse der diesjährigen Untersuchung des Fischsortiments der Supermärkte haben gezeigt, dass die Inhalte der Einkaufsrichtlinien bei zahlreichen Unternehmen verbessert werden sollten. Zudem mangelt es bei der Umsetzung vor allem im Bereich der Rückverfolgbarkeit und der Kennzeichnung der Produkte (s. Abb. 1). Aber nach wie vor befinden sich noch zu viele Fischprodukte aus überfischten Beständen oder unnachhaltiger Aquakultur in den Regalen. Kaufland führt erneut den Vergleich an, gefolgt von Bünting, Norma und der REWE Group. Lidl, Netto (Stavenhagen), Edeka und Aldi Süd lassen ebenfalls gute Ansätze erkennen, müssen aber die Inhalte ihrer Einkaufsrichtlinien, wie die Kriterien für eine nachhaltige Sortimentsgestaltung konkretisieren. Aldi Nord und Kaiser's Tengelmann schneiden schlechter ab. Die Metro Group landet auf dem letzten Platz des Vergleichs, da unter anderem für die gesamte Metro Group die Einkaufspraxis nicht schriftlich geregelt ist.

 

Für die Untersuchung in diesem Jahr verschärfte Greenpeace die Bewertung. Dazu wurde untersucht, ob die Einkaufsrichtlinien der Unternehmen folgende Themenkomplexe enthalten, wie diese im Detail ausgestaltet sind und in der Praxis umsetzt werden:

● Ziele, Maßnahmen und Geltungsbereich

● Kriterien der Sortimentsgestaltung – Wildfang & Aquakultur

● Rückverfolgbarkeit der Produkte

● Kennzeichnung der Produkte

● Sozialstandards

● Transparenz und Kundeninformation

● Sind Verantwortlichkeiten definiert?

● Ist die Überprüfung der Umsetzung geregelt?

 

Greenpeace fordert:

● eine transparente und nachhaltige Einkaufspolitik für Fisch und andere Meeresfrüchte

im Lebensmitteleinzelhandel und der Fischindustrie

● ein nachhaltiges und sozial vertragliches Fischereimanagement, das dem Vorsorgeprinzip

und einem ökosystemaren Ansatz folgt

● die Einrichtung von großflächigen Meeresschutzgebieten.

 

Das können Sie tun:

Greenpeace hat im November 2010 erneut den Ratgeber „Fisch – beliebt, aber bedroht“ aktualisiert. Er bietet Ihnen die notwendigen Informationen, um beim Fischeinkauf die umweltfreundlichste Wahl treffen zu können. Über den Einkauf kann der Konsument sich für den Schutz der Meere einsetzen. Der Fischratgeber ist bei Greenpeace in Hamburg kostenlos erhältlich als kleines Heft mit Hintergrundinformationen und als Taschenformat für die Geldbörse, Tel. 040-30618-120 und unter www.greenpeace.de. Oder als Download unter www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei

bzw. als Applikation. Weitere Infos zum Thema, z. B. die Ergebnisse der Fisch-Rankings der letzten Jahre, finden Sie im Netz unter www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei/.

25.09.2010: Protestaktion 'Fisch im Ausverkauf'

Unsere Aktion sollte Kunden darauf aufmerksam machen, Fisch- und Meeresfrüchte bei Lidl weiterhin mit kritischem Blick zu beäugen. Das Ergebnis der bundesweiten Greenpeace-Recherche von 2010 zeigt, dass alle elf untersuchten Unternehmen noch immer Produkte aus überfischten Beständen in den Regalen haben – so auch bei Lidl. Zudem sind zahlreiche Produkte aus Sicht von Greenpeace unzureichend gekennzeichnet; häufig fehlt die Angabe der Fangmethode oder des genauen Subfanggebietes auf der Verpackung. Vollständige Kennzeichnungen sind jedoch notwendig, um nachhaltige Produkte zu kaufen. Ein weiteres Problem sind die Mängel der aktuellen Gütesiegel, die zum Teil nicht streng genug reguliert sind, zu wenig transparent sind, sozio-ökonomische Aspekte nicht berücksichtigen usw. So müssen z. B. beim MSC-Siegel nur 60 bis 80 % der Anforderungen erfüllt sein, um das Gütesiegel zu erhalten. Ferner lehnt Greenpeace bestimmte Fangmethoden wie Grundschleppnetz- und Baumkurrenfischerei ab, die beide die Ökosysteme am Meeresboden zerstören.

 

Greenpeace nimmt seit vier Jahren den Fischeinkauf des deutschen Lebensmittelhandels unter die Lupe. Dazu wird jährlich bundesweit das Fisch- und Meeresfrüchtesortiment samt Kennzeichnung in den Filialen stichprobenartig erfasst. Anschließend führt Greenpeace mit den Unternehmen Gespräche, um sie auf Mängel aufmerksam zu machen und zu Verbesserungsmaßnahmen zu bewegen. Mit dem Erstellen von eigenen Einkaufspolitiken, die u. a. Grundsätze für Einkauf, Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung sowie Ziele und Zeitpläne für eine nachhaltige Einkaufspolitik vorsehen, haben die Supermarktkonzerne bereits den ersten wichtigen Schritt getan. Den Fischbeständen draußen in den Meeren hilft es jedoch nur, wenn diese auch konsequent umgesetzt und stetig verbessert werden.

 

Das Anliegen unserer Aktion war die Verbraucher davon zu überzeugen, weniger Fisch zu essen und wenn, möglichst Produkte aus nachhaltiger Fischerei zu wählen, sowie Druck auf die Supermarktkonzern Lidl auszuüben, damit dieser seine Einkaufspolitik weiter verbessert. Die Meere sind einzigartige Lebensräume, die durch die Gier der Fischindustrie und die Unwissenheit der Verbraucher extrem gefährdet sind!

07. August 2010: Aktion zum Verbot von Tiefseebohrungen

Etwa 40 Städte beteiligen sich zur Zeit bundesweit an einer Unterschriftenaktion, die die ablehnende Haltung der Bevölkerung gegenüber Tiefseebohrungen darstellt. Die Unterschriften werden auf gelben Bannern direkt an den Minister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, gesendet und sollen vor dem baldigen Treffen der Vertragsstaaten des Oslo-Paris-Übereinkommens zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks (OSPAR) in Norwegen eine Aufforderung sein, sich für folgende Punkte einzusetzen:

 

- Stopp und Verbot von Tiefseebohrungen im Gebiet der OPSAR-Staaten

Verstärkte, international koordinierte Kontrolle von bestehenden Bohrungen und neuen Explorationsbohrungen

- Umfassende Haftpflichtversicherung aller Ölunternehmen, die in den Gebieten der OSPAR-Mitglieder tätig sind.

 

Wir waren auch dabei: Am 07. August haben wir in Mannheim auf dem Paradeplatz mit unserem Banner etwa 100 Unterschriften gesammelt und die Passanten über die Gefahren von Ölbohrungen in der Tiefsee informiert. Angesichts der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist es dringend notwendig, sich mit Risiken, Gefahren und Alternativen auseinanderzusetzen!

Mit Atomkraft geht unsere Zukunft baden!

Diesen Slogan haben wir – die Jugendlichen von der Greenpeace Jugend Rhein Neckar - ernst genommen. Bei gerade mal 18°C sind wir am Sonntag, den 20. Juni 2010 mit unseren selbst gemalten T-Shirts im Neckar baden gegangen, um all den Schaulustigen klar zu machen, dass Atomkraft beschissen ist!

Und für diese geile Aktion haben wir uns auch den besten Tag ausgesucht. Beim „Lebendigen Neckar“, ein Umwelttag in Heidelberg, war richtig viel los, so dass unser Trommeln auf das Atomfass und das Rufen von „Kein Atom nur Ökostrom“ viele Neugierige anlockte.

An unserem Infostand konnten sich dann alle über das Thema „Atomkraft“, und was man dagegen tun kann, informieren.

 

Zusammen mit der Gruppe machten wir dort auch ein Umwelt-Quiz für Kinder, die als Belohnung einen Luftballon mit Greenpeace-Aufklebern bekamen. Außerdem durften die Kleinen Windräder malen, die zusammen geklebt einen Windpark ergeben. Damit wollen wir deutlich machen, dass man ganz ohne Atomkraft und nur mit erneuerbaren Energien Deutschland versorgen kann.

 

Und dann sind wir auch noch durch die vielen anderen Stände und Bühnen Live-Musik gelaufen um Unterschriften für die zwei Greenpeace Aktivisten aus Japan zu sammeln, die den Walfleischskandal aufdecken wollten und nun selbst im Gefängnis sitzen – wegen Diebstahl.

 

Hoffen wir, dass ihnen durch unsere und eure Unterschriften ein neuer Prozess mit besserem Ausgang gemacht wird. Und vor allem, dass der Tag nicht nur riesig viel Spaß gebracht hat, sondern auch noch mehr Leute dazu motiviert, auf Ökostrom umzusteigen!

 

Rebecca, Greenpace Jugend Rhein-Neckar

Aktion gegen Palmöl aus Regenwaldgebieten in Nestlé-Produkten

Wer am 15. Mai durch die Heidelberger Innenstadt gelaufen ist, wird sich gefragt haben: Was ist denn das?

10 Jaggies (Greenpeace Jugendliche) aus der Gruppe Rhein-Neckar stellten sich am Universitätsplatz in der Heidelberger Innenstadt auf und informierten die Passanten über die aktuelle Greenpeace-Kampagne. Insgesamt wurden 255 Unterschriften zum Schutz des Regenwaldes gesammelt.

 

Greenpeace geht seit mehreren Monaten gegen den Lebensmittelkonzern Nestlé vor. Der Grund dafür: In zahlreichen Produkten ist Palmöl enthalten, welches aus Palmen gewonnen wird, die auf riesigen Plantagen in Indonesien angebaut werden. Wo früher alles mit Regenwald bedeckt war, wurden riesige Flächen abgebrannt und nun für den Palmölgewinn genutzt. Man schätzt die abgebrannte Fläche etwa auf die Größe Großbritanniens.

Viele Tierarten, vor allem der Orang-Utan, sind dadurch vom Aussterben bedroht.

Als Zeichen des Protests wandte sich Greenpeace im März mit "Give the Orang-Utan a break" gegen KitKat, den Schokoriegel von Nestlé und forderte auf, den Schokoriegel zu boykottieren und sich mit Protestpostkarten an Nestlé zu wenden.

Doch nicht nur gegen Nestlé wird protestiert. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (welche dem Bund untersteht) hat Kredite in Millionenhöhe an Sinar Mas, einen der größten Palmölkonzerne vergeben. Indirekt hilft der Bürger also dabei, den für uns so lebenswichtigen Regenwald zu zerstören. Greenpeace setzt sich für die Kündigung der Kredite ein.

 

An dieser wichtigen internationalen Kampagne beteiligten wir uns selbstverständlich auch.

Wie bereits am 10. April in der Mannheimer Innenstadt standen wir am 15. Mai in Heidelberg und informierten zahlreiche Menschen über das Geschehen in Indonesien. 255 Unterschriften an Nestlé und an die Kreditanstalt für Wiederaufbau wurden eingesammelt.

Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Regenwaldschutz jedem wichtig ist und wir nicht einfach dulden werden, dass er vollends zerstört wird.

Greenpeace Rhein-Neckar bei Vorpremiere von Federicos Kirschen

Am 01. Mai 2010 wurde in einer Vorpremiere im Heidelberger Gloria-Kino die Umweltkomödie "Federicos Kirschen" gezeigt. Greenpeace Rhein-Neckar hat vor Ort über Energie- und Klimapolitik und besonders über die Probleme mit Kohlekraftwerken und deren Alternativen informiert. Hierbei kamen wir auch mit dem Regisseur Jose Antonio Quirós ins Gespräch (siehe Bild).

 

Hier ein Auszug aus dem Inhalt des Films:

"Ein Kälbchen wird geboren. Wackelig steht es auf den Beinen. Der Bauer gibt ihm den sonderbaren Namen Kyoto. So wird es bereits im zarten Alter zum Hoffnungsträger eines kleinen idyllischen Dorfes in Nordspanien, das im

Schatten eines gigantischen Kraftwerks liegt. Hier lebt Federico, der sich, im festen Glauben an das Kyoto-Protokoll, dem Kampf gegen die Dreckschleuder verschrieben hat. Mit Einfallsreichtum und stoischer Beharrlichkeit zieht er zu Felde, um sein Obst, Gemüse und Land zu schützen. Erfolgreich ignoriert er, dass nicht alle im Tal seiner Meinung sind..."

 

Der Film ab dem 13. Mai bis zum 26. Mai im Heidelberger Gloria-Kino zu sehen sein.

24. April 2010: Biblis-Umzingelung ein voller Erfolg!

Zusammen mit weit über 10.000 Menschen hat Greenpeace Rhein-Neckar an diesem Samstag das Atomkraftwerk Biblis (Südhessen) umzingelt und gegen den geplanten Ausstieg aus dem Atomausstieg protestiert. Bei strahlendem Sonnenschein hat vor allem die große Anzahl an jungen Demonstrierenden gezeigt, dass die eingeschlagene Politik der schwarz-gelben Bundesregierung ein Irrweg ist und auf großen, friedlichen Widerstand aus der Bevölkerung stößt und weiter stoßen wird.

 

Der Protest wird weitergehen und er wird stärker werden. Die Umzingelung war erst der Anfang, denn Biblis ist überall!

 

Weitere Informationen findet Ihr unter: www.anti-atom-umzingelung.de

Eine Bildergalerie von uns unter: de.locr.com/album-anti-atom-umzingelung-biblis-april-2010-13924

1. April: Ein guter Tag für eine Pro Atomkraft Aktion

Die Inszenierung

Der Tag war schön, es war normaler freitagnachmittags Betrieb und viele Menschen bummelten durch die Stadt. Wer jedoch am Bismarckplatz in Heidelberg vorbeikam wurde von merkwürdigen Personen angesprochen. Es waren Führungspersonen von Stromkonzernen und Wissenschaftler aus dem Strahlenforschungszentrum. Diese versuchten die Passanten von den Vorteilen der Atomkraft zu überzeugen. Die Bosse der Stromkonzerne führten an, dass sie unbedingt noch einige Millionen Euro mehr verdienen möchten, da sie sich gerne noch mehrere Villen auf Teneriffa bauen würden.

 

 

 

 

Ein weiteres schlagendes Argument war der Nutzen der Atomkraft gegen das Problem der Überbevölkerung. Wenn ein Atomkraftwerk in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland hochgehen würde, würden tausende Menschen sterben. Das ist ein wirksamer Schritt gegen die Überbevölkerung. Den Passanten wurden Unterschriftenlisten angeboten, auf denen sie für Atomkraft unterschreiben konnten.

 

Die Auflösung

Zum Glück lehnten viele Menschen die Atomkraft ab und befanden die Argumente der „Atomkonzern-Bosse“ und der „Mitarbeiter des Strahlenforschungszentrums“ als egoistisch und menschenverachtend. Sie wurden dann auch schnell von den verkleideten Aktivisten der Greenpeace Jugend Rhein-Neckar mit einem „April-April“ auf die Verkleidung aufmerksam gemacht. Die meisten Menschen unterschrieben dann auch die echte Unterschriftenliste gegen Atomkraft. Außerdem war ein Infostand mit Infomaterial vor Ort, an dem sich die Passanten weiter informieren konnten.

 

Die Aktion war insgesamt ein voller Erfolg. Durch die Argumentation für Atomkraft konnte man den Menschen die Wahnwitzigkeit der Atomkraft vorführen. Insgesamt sammelten wir mehr als 300 Unterschriften gegen Atomkraft und verteilten Mengen an Infomaterial.

 

 

Umweltkomödie Federicos Kirschen

Im Mai kommt die Umweltkomödie "Federicos Kirschen" in die Kinos - in Kooperation mit Greenpeace und natürlich auch in die Rhein-Neckar-Region. Am 01. Mai um 17:30 Uhr gibt es in einer Vorpremiere im Heidelberger Gloria-Kino die besondere Gelegenheit, den Film in Anwesenheit des Regisseurs Jose Antonio Quirós zu erleben. Weiterhin wird der Film ab dem 13. Mai bis zum 26. Mai im Heidelberger Gloria-Kino zu sehen sein.

 

Hier ein Auszug aus dem Inhalt:

"Ein Kälbchen wird geboren. Wackelig steht es auf den Beinen. Der Bauer gibt ihm den sonderbaren Namen Kyoto. So wird es bereits im zarten Alter zum Hoffnungsträger eines kleinen idyllischen Dorfes in Nordspanien, das im

Schatten eines gigantischen Kraftwerks liegt. Hier lebt Federico, der sich, im festen Glauben an das Kyoto-Protokoll, dem Kampf gegen die Dreckschleuder verschrieben hat. Mit Einfallsreichtum und stoischer Beharrlichkeit zieht er zu Felde, um sein Obst, Gemüse und Land zu schützen. Erfolgreich ignoriert er, dass nicht alle im Tal seiner Meinung sind..."

 

Nähere Informationen zum Film gibt's unter: www.federicoskirschen.de

Trailer: www.youtube.com/watch

Kinoprogramm Gloria (Heidelberg): www.cinevent.de/web/programm/default.asp

 

Filmplakat: (c) by W-film Filmproduktion & Filmverleih www.wfilm.com

21.03.2010: Greenpeace Rhein-Neckar beim Anti-Atom Frühlingsfest

Am vergangenen Sonntag haben knapp 5000 Leute auf einem Anti-Atom Frühlingsfest beim Atomkraftwerk Neckarwestheim für den Atomausstieg demonstriert. Greenpeace Rhein-Neckar war natürlich auch dabei, um der EnBW zu zeigen, dass die Menschen im Land gegen eine Laufzeitverlängerung für die alten Pannenmeiler wie Neckarwestheim sind. Informationen gibt's unter anderem unter endlich-abschalten.de, eine kleine Bildergalerie unter anderem unter de.locr.com/album-neckarwestheim-anti-atom-frühlingsfest-13579

30.01.2010 Greenpeace-Jaggio in Mannheim

Am 30. Januar 2010 forderten Greenpeace-Jugendliche im Rahmen des regionalen Jugendtreffens „Jaggio“ den Kultusminister Baden-Württembergs auf, alle öffentlichen Schulen zum Umstieg auf Recyclingpapier zu bewegen. Das Regierungspräsidium soll eine Verordnung erlassen, die allen öffentlichen Schulen verbindlich vorschreibt, künftig nur noch Umweltpapier zu verwenden.

 

 

In den meisten Schulen Baden-Württembergs wird noch immer Frischfaserpapier zum Drucken und Kopieren benutzt. Die Fasern für solche Papiere stammen oft aus nicht nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, häufig sogar aus Raubbau an den letzten Urwäldern der nördlichen Hemisphäre und der russischen Taiga. Die Rodung solcher Primärwälder hat fatale Folgen für die Artenvielfalt in den jeweiligen Gebieten. Um die globale Erwärmung noch zu verhindern ist ohnehin ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Holz unvermeidbar. Die Rodung von Wäldern ist allein heute schon für etwa 20 Prozent aller weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

 

 

„Die Politik muss endlich handeln. Produkte aus Recyclingpapier sind in der Regel günstiger als vergleichbares Frischfaserpapier. Sowohl unter ökologischen wie auch ökonomischen Gesichtspunkten ist die Verwendung von Umweltpapier voranzutreiben und entsprechend zu fördern. Bislang wurde jedoch viel zu wenig in diese Richtung getan“, kritisiert Julien Ferrat, Mitglied im Beirat von Greenpeace Deutschland.


    22. 05. 2012.       Druckversion