


Hey liebe Leute,
Wir sind die Greenpeace Jugend Rhein Neckar (kurz JAG) und freuen uns immer über neue, motivierte Leute von 14 bis 19 Jahren, die selbst aktiv werden wollen und bei uns mitmachen :)
Wenn ihr Interesse habt, seit ihr super willkommen bei uns!
Wir treffen uns fast jeden Mittwoch um 17.30 im Umweltzentrum Mannheim.
Wenn ihr Fragen an uns habt oder wissen wollt, ob am nächsten Mittwoch ein Treffen ist, schreibt eine Email an Isabelle und Hester:
mailto:jag.rheinneckar[at]web.de


Am Mittwoch vor dem anstehenden Castortransport vom LaHague in Westfrankreich ins niedersächsische Gorleben setzten wir Jaggies ein Lichtzeichen.
Gorleben ist kein sicheres Endlager für Atommüll und jeder Castortransport ins Zwischenlager Gorleben verhindert die Suche nach einem alternativen Endlagerstandort ein Stückchen mehr. Außerdem ist der Castor-Transport dieses Jahr besonders kritisch zu sehen: Laut Messungen am Zaun des Zwischenlagers Gorleben – einer oberirdischen Lagerhalle – wurden bei Messungen erhöhte Strahlenwerte festgestellt. Der Wert vom 3 mSv darf eigentlich nicht überschritten werden, trotz Überschreitung dieses Wertes werden dieses Jahr weitere 11 Castorbehälter mit stark strahlenden Müll nach Gorleben gebracht.
Um diesem Verbrechen zu gedenken stellten wir 60 Kerzen in Form eines X, des Symbols gegen den Castortransport, vor dem Hauptbahnhof Mannheim auf.
Zahlreiche Passanten informierten wir über den bevorstehenden Castortransport ins Wendland und sammelten persönliche Botschaften, welche wir dann mit Schnüren an einem "Atom-Adventskranz" befestigten. Da der Castortransport, wie geplant, am ersten Adventswochenende stattfand, wird unser selbstgestalteter Adventskranz gemeinsam mit zahlreichen weiteren Kränzen anderer Greenpeacegruppen aus ganz Deutschland nach Dannenberg zur Demo gegen den Transport geschickt, um den vor Ort demonstrierenden Menschen zu sagen: Ihr seid nicht allein, wir sind auf eurer Seite!
Fünf dutzend Kerzen ziehen viel Aufmerksamkeit auf sich und die Aktion war trotz oder vielleicht auch wegen der Kälte ein voller Erfolg.



Mit dieser Forderung stellte sich die JAG am 8. Oktober 2011 gegenüber vom Wasserturm auf.
VW wird als größter Autohersteller Europas seiner Verantwortung dem Klima gegenüber nicht gerecht und baut weiterhin Spritschlucker, obwohl bereits deutlich sparsamere Autos entwickelt worden sind so wie z.B. 1998 der 3l-Lupo.
Greenpeace fordert von VW unter anderem den reguläre Einbau von BlueMotion ohne Aufpreis und die Unterstützung schärferer Klimaschutzgesetze in Europa.
Hier geht's zur Fotogalerie auf Facebook:


Am 3. Juni 20111 machten wir uns voller Vorfreude auf nach München zum supercoolen Regenbogen Jaggio! Jaggio? Was das ist? Ein Jaggio ist ein Regionaltreffen von vielen verschiedenen Greenpeace-Jugenden, um gemeinsam eine fette Aktion zu einem bestimmten Thema vorzubereiten durchzuführen.
Keine drei Monate nach dem Atomunglück in Fukushima drehte sich natürlich alles um die Energiewende in Deutschland und die Durchsetzung der Forderungen von Greenpeace, bis 2050 komplett auf erneuerbare Energien umzustellen.
Frisch angekommen in München machten wir uns gleich an die Arbeit - zusammen mit Jaggies aus ganz Süddeutschland - , um unsere supercoole Aktion für den folgenden Tag vorzubereiten. Samstag morgens machten wir uns dann auf den Weg Richtung Münchner Innenstadt, wo wir uns verkleidet und zu fünf Standbildern. Zweck der Aktion: Aufmerksamkeit darauf lenken, dass die Energiewende viel früher möglich ist als von der Bundesregierung behauptet und beschlossen.
Das erste Standbild zeigte das Jahr 2011 - wie wir heute unseren Planeten mit Atom- und Kohlekraft belasten, Tonnen von Atommüll produzieren und unnötig CO2 in die Atmosphäre blasen.
Als zweites wurde das Jahr 2015 dargestellt: Der vollständige Ausstieg aus der Atomkraft. Immer mehr on- und offshore Windräder werden errichtet, allerdings sind auch immer noch acht Kohlekraftwerke am Netz, welche immer noch das Klima belasten.
In unserem nächsten Standbild wurde dann der komplette und endgültige Kohleausstieg dargestellt. Auch die größeren Gaswerke, die nur übergangsweise eingesetzt wurden, gehen vom Netz.
2050 endlich wird der Strombedarf Deutschlands nur noch durch erneuerbare Energien gedeckt - endliche Ressourcen wir Kohle oder Erdgas werden nicht mehr benötigt. Atom- und Kohlekraft sind längst Geschichte. Die Sonne scheint, der Wind weht, durch beides wird Strom erzeugt.
Ein Mädchen sitzt daneben, es hält eine überdimensionale Fernbedienung. Alle Standbilder stehen still, erst als sie den großen roten Knopf auf ihrer Fernbedienung drückt, fangen die Darsteller des ersten Standbildes an zu husten, Atomfässer werden über den Boden gekickt, Rauch steigt aus selbstgebastelten Kohlekraftwerken auf.
Alle schreien laut "Umschalten!"
Das zweite Standbild kommt in Bewegung, Windräder beginnen sich zu drehen, doch immer noch herrscht lautes Husten aufgrund der Kohlekraftwerke.
Alle schreien laut "Umschalten!"
Im nächsten Standbild tanzen mehrere Jugendliche gemeinsam, als Gaskraftwerke, Windräder und Solaranlagen verkleidet.
Alle schreien laut "Umschalten!"
Das letzte Standbild, das das Jahr 2050 darstellt, beginnt, sich zu bewegen und zu tanzen. Alle Atom-, Kohle-, und auch Gaskraftwerke sind abgeschaltet, nur noch Windräder, Solaranlagen und die Sonne tanzen und erzeugen Strom.
(Für nähere Informationen zu diesem Plan siehe: http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/energie/DerPlan.pdf)
Abgesehen davon, dass mit Hilfe der sehr bunten und fröhlichen Aktion sehr viel Aufmerksamkeit erregt wurde, gelang es uns, zahlreiche Unterschriften für die Energiewende zu sammeln und ins Gespräch mit den verschiedensten Menschen zu kommen. Das Video über die Aktion kann man sich unter folgendem Link anschauen: www.youtube.com/watch
Das Regenbogen Jaggion in München war ein tolles Erlebnis - nicht nur dank der super Aktion, sondern auch dank vieler unterschiedlicher Workshops, von Kochen bis zum Poetry Slam war alles dabei.
Mittendrin: Vier Jaggies der Greenpeace-Jugend Mannheim/Heidelberg!

Der Tag war schön, es war normaler freitagnachmittags Betrieb und viele Menschen bummelten durch die Stadt. Wer jedoch am Bismarckplatz in Heidelberg vorbeikam wurde von merkwürdigen Personen angesprochen. Es waren Führungspersonen von Stromkonzernen und Wissenschaftler aus dem Strahlenforschungszentrum. Diese versuchten die Passanten von den Vorteilen der Atomkraft zu überzeugen. Die Bosse der Stromkonzerne führten an, dass sie unbedingt noch einige Millionen Euro mehr verdienen möchten, da sie sich gerne noch mehrere Villen auf Teneriffa bauen würden. Ein weiteres schlagendes Argument war der Nutzen der Atomkraft gegen das Problem der Überbevölkerung. Wenn ein Atomkraftwerk in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland hochgehen würde, würden tausende Menschen sterben. Das ist ein wirksamer Schritt gegen die Überbevölkerung. Den Passanten wurden Unterschriftenlisten angeboten, auf denen sie für Atomkraft unterschreiben konnten.
Zum Glück lehnten viele Menschen die Atomkraft ab und befanden die Argumente der „Atomkonzern Bosse“ und der „Mitarbeiter des Strahlenforschungszentrums“ als egoistisch und menschenverachtend. Sie wurden dann auch schnell von den verkleideten Aktivisten der Greenpeace Jugend Rhein-Neckar mit einem „AprilApril“ auf die Verkleidung aufmerksam gemacht. Die meisten Menschen unterschrieben dann auch die echte Unterschriftenliste gegen Atomkraft. Außerdem war ein Infostand mit Infomaterial vor Ort, an dem sich die Passanten weiter informieren konnten.
Die Aktion war insgesamt ein voller Erfolg. Durch die Argumentation für Atomkraft konnte man den Menschen die Wahnwitzigkeit der Atomkraft vorführen. Insgesamt sammelten wir mehr als 300 Unterschriften gegen Atomkraft und verteilten Mengen an Infomaterial.


Am 26.2. waren wir dabei! Gemeinsam mit über 500 anderen Atomkraftgegenern warben wir für die große Menschenkette von Stuttgart nach Neckarwestheim, die am 12. März stattfinden wird.




Am 6. November fand bei Gorleben in Dannenberg die größte Anti-Atomkraftdemo statt, die es in dieser Gegend, dem Wendland, jemals gegeben hat. Laut Veranstalter waren 50.000 Demonstranten vor Ort, die Polizei sprach von 25.000. Protestiert wurde gegen den Transport von radioaktiven Müll nach Gorleben, wo er oberirdisch gelagert wird.
In Dannenberg waren viele Jaggies vertreten, unter anderem auch von unserer JAG:

Der Grund für den riesigen Zuwachs der friedlichen Demo sind die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke in Deutschland der schwarz-gelben Regierung, durchschnittlich um 12 Jahre. Viele fühlen sich dadurch betrogen: Je älter Atommeiler werden, desto größer wird die Gefahr eines GAUs (größter anzunehmende Unfall). Die Unbewohnbarkeit riesiger Landflächen und der Tod tausender Menschen, hauptsächlich durch Krebs, wären die Folge. So geschah es schon 1986 in Tschernobyl. Außerdem gibt es kein sicheres Endlager für den noch zehntausende Jahre strahlenden radioaktiven Müll. Durch die Laufzeitverlängerung werden 4800 Tonnen mehr davon produziert.



Im Rahmen der bundesweiten JAG-Aktion gegen Atomkraft machten wir, die JAG Rhein-Neckar, am 29. August 2010 zum Auftakt der Anti-Atom-Demonstration, die am 12. September in Berlin stattfinden wird, eine Fahrradtour zum Atomkraftwerk Biblis.
Zahlreiche Bilder mit unserem Banner, dem "I", enstanden und wir sprachen mit sehr erstaunten Sicherheitsleuten des Atomkraftwerks. Anschließend picknickten wir vor der "malerischen" Kulisse des der Reaktoren und Kühltürme.
Im Sommer 2010 wurden sämtliche Atomkraftwerke Deutschlands von JAGs besucht und die entstandenen Bilder ergeben zusammengesetzt unser Motto:
"Atomkraft, nicht mit uns!"
Hier der Link zum Video der Berlin-Demo in der Spree:


Eigentlich wollten wir nur einen Infostand vor dem Lidl am Marktplatz machen um uns an einem bundesweiten Aktionstag zum Thema Palmöl und Nestlé zu beteiligen.
Aber schon nach dem ersten Brainstorming zur Aktion war klar: Daraus wird mehr werden.
Letztendlich waren bei unserer Aktion ein symbolisch im Einkaufswagen platzierter Orang-Utan mit von der Partie, außerdem ein überlebensgroßes KitKat, ein sogar aus der Straßenbahn noch zu bestaunendes Banner, eine Infopyramide mit allerhand Postern, mit Flyern bestückte, als KillerKat getarnte Streichholzschachteln, der obligatorische Infostand und viele motivierte Greenpeace-Jugendliche.
Insgesamt ist es uns gelungen mehr als 200 Unterschriften auf Protestpostkarten gegen die Urwaldzerstörung zu sammeln, die der Lebensmittelkonzern Nestlé durch seine Verträge mit dem indonesischen Palmölproduzenten Sinar Mas fördert. Das Palmöl wird in Produkten wie dem KitKat Schokoriegel verarbeitet, von dessen Verzehr wir hiermit nochmals deutlichst (!) abraten möchten. Die Ölpalmenplantagen der Sinar Mas Gruppe werden auf dem Gebiet ehemaligem Regenwaldes angelegt, den Sinar Mas brandrodet (was übrigens gegen indonesisches Recht verstößt). Da die Indonesischen Urwälder allerdings die letzte Heimat der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans sind, Unmengen an CO² binden und Sinar Mas vorhat ganz Indonesien in eine riesige Palmölplantage zu verwandeln sind 40 Greenpeace Gruppen deutschlandweit am Samstag auf die Straße gegangen um diesen Fall publik zu machen.
Und wir lernten: Die meißten Menschen da draußen sind erbost. Noch nie zuvor war eine so große Bereitschaft da, Protestpostkarten zu unterschreiben! Auch der dramatisch um seine Zukunft (die gegen Schokolade eingetauscht wurde) bettelnde Affe kam bei den Passanten gut an und lockte Interessierte an unseren Stand. Und abgesehen davon, dass ein kleines Mädchen unsicher fragte, ob der Affe echt sei, gab es keine Missverständnisse.
Als wir nach 5 Stunden zusammenpackten, stand schon fest, dass das nicht unsere letzte Aktion zum Thema Palmöl war. Wir bleiben dran!
Am 30. Januar 2010 forderten Greenpeace-Jugendliche im Rahmen des regionalen Jugendtreffens „Jaggio“ den Kultusminister Baden-Württembergs auf, alle öffentlichen Schulen zum Umstieg auf Recyclingpapier zu bewegen. Das Regierungspräsidium soll eine Verordnung erlassen, die allen öffentlichen Schulen verbindlich vorschreibt, künftig nur noch Umweltpapier zu verwenden.

In den meisten Schulen Baden-Württembergs wird noch immer Frischfaserpapier zum Drucken und Kopieren benutzt. Die Fasern für solche Papiere stammen oft aus nicht nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, häufig sogar aus Raubbau an den letzten Urwäldern der nördlichen Hemisphäre und der russischen Taiga. Die Rodung solcher Primärwälder hat fatale Folgen für die Artenvielfalt in den jeweiligen Gebieten. Um die globale Erwärmung noch zu verhindern ist ohnehin ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Holz unvermeidbar. Die Rodung von Wäldern ist allein heute schon für etwa 20 Prozent aller weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

„Die Politik muss endlich handeln. Produkte aus Recyclingpapier sind in der Regel günstiger als vergleichbares Frischfaserpapier. Sowohl unter ökologischen wie auch ökonomischen Gesichtspunkten ist die Verwendung von Umweltpapier voranzutreiben und entsprechend zu fördern. Bislang wurde jedoch viel zu wenig in diese Richtung getan“, kritisiert Julien Ferrat, Mitglied im Beirat von Greenpeace Deutschland.
Am 29. November 2009 ging die Greenpeace-Jugend in der Metropolregion Rhein-Neckar beim Radiosender bermuda.funk mit „Planet today“ erstmals auf Sendung. Themenschwerpunkte waren Walfang sowie aus aktuellen Anlass die bevorstehende
UN-Klimakonferenz vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen.

In der einstündigen Sendung wurden insbesondere die gravierenden Nachteile und die damit verbundenen Folgen des in einigen Ländern immer noch legalen Walfangs sowie die Konsequenzen der Überfischung für die betroffenen Ökosysteme thematisiert. Außerdem wurde die Wichtigkeit der in Kopenhagen stattfindenden UN-Klimakonferenz betont. „Die Industriestaaten müssen nämlich bis 2020 ihre CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent senken und bis 2050 auf nahezu null bringen“, fordert Julien Ferrat, Mitglied im Beirat von Greenpeace Deutschland.
Einen Monat vor der Bundestagswahl haben Greenpeace-Jungaktivisten aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in Mannheim vor den Gefahren der Kernenergie gewarnt. Unter dem Motto „Atomkraft schadet Deutschland“ führten die jungen Umweltschützer zahlreiche Bürgergespräche. Denn: Wer Merkel wählt, wählt Atomkraft.

Insgesamt sind in Deutschland noch 17 Atomreaktoren in Betrieb. Laut gesetzlich verankertem Atomausstieg müssen die sieben ältesten Kernkraftwerke in den kommenden fünf Jahren abgeschaltet werden. Doch trotz des tödlichen Risikos, das von den ältesten Atomkraftwerken ausgeht, ist der Ausstieg aus dem Atomausstieg bei einigen Spitzenpolitikern in aller Munde.

Greenpeace hingegen fordert die sieben unsichersten Reaktoren, die keinem Terrorangriff aus der Luft Stand halten würden, unmittelbar vom Netz zu nehmen. „Wir müssen den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. Eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ist unverantwortlich“, erklärt Julien Ferrat, Mitglied im Beirat von Greenpeace Deutschland.
Am 23. Jahrestag des Super-GAU von Tschernobyl machte die Greenpeace-Jugend in zahlreichen deutschen Städten auf das Unglück aufmerksam. In Biblis demonstrierten Greenpeace-Jungaktivisten gegen das dortige Atomkraftwerk. In Schutzanzügen und mit Gasmasken ausgerüstet, informierten die Jugendlichen die Bevölkerung über die Gefahren der Kerntechnik. Auf einem großen Banner stand im Hinblick auf die Kernkraftwerke in der Metropolregion Rhein-Neckar die Botschaft des heutigen Tages: „Das atomare Delta abschalten“.

Mit Sprechchören wie „Nie wieder Tschernobyl!“ oder „Nein zu Atomkraft!“ wurden die Passanten an die Gefahr der Kernenergie erinnert. „Wer behauptet, Atomenergie sei CO2-frei oder gar umweltfreundlich, redet Unsinn“, erläutert Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar. „Allein durch die Anfahrtswege für den Transport von Uran entstehen weltweit Unsummen an CO2.“ Mit „Atomkraft? Nein danke“-Aufklebern und einem entsprechenden Straßenschild bestückt, wurde anschließend der Rathausplatz seitens der Aktivisten zum „Anti-Atom-Platz“ erklärt. Währenddessen verteilten vor dem Gemeindezentrum weitere Umweltschützer Broschüren mit dem Titel „So retten wir das Klima!“ und machten im Gespräch mit Passanten auf erneuerbare Energien und Alternativen zur Atomkraft aufmerksam. Kernforderung der Protestaktion war die Abschaltung der Kraftwerksblöcke Biblis A und B.

Das Kernkraftwerk Biblis ging mit den Blöcken A und B in den Jahren 1974 und 1976 ans Netz. Projektbeginn war bereits 1969. Seit der Inbetriebnahme wurden zahlreiche Sicherheitsmängel aufgedeckt. Im Jahr 2008 ging der Atomexperte Henrik Paulitz von mindestens 210 grundlegenden und schwerwiegenden Sicherheitsmängeln allein bei Biblis B aus. Der Energiekonzern RWE sträubt sich jedoch nach wie vor gegen eine baldige Abschaltung.
Am 14. März fand im Jugendkulturzentrum FORUM der Mannheimer Energiewendetag statt. Mit dabei war auch die Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar, die an der Veranstaltung aktiv teilnahm. Das Programm war reichlich gefüllt. Von Vorträgen und Workshops über Filme und Dokumentationen bis hin zu einem Kulturprogramm in Form von Kabarett und Musik hatte der Infotag alles zu bieten. Ergebnis der ganzen Mühe und Arbeit war letztendlich eine gelungene, mehr als 14-stündige Veranstaltung. Eingeläutet wurde der Energiewendetag mit zahlreichen Workshops zu Beginn des Programms. Themenschwerpunkte der Vorträge waren Solarenergie und Alternativen zu fossilen Brennstoffen.

Nach mehreren Referaten wurden im anschließenden Filmprogramm die Folgen des steigenden Meeresspiegels für den Menschen und die Auswirkungen des Uranabbaus angesprochen. Den Abschluss des 1. Mannheimer Energiewendetages bildete ein Kulturprogramm mit Kabarett und Gesang von Silke Hauck sowie eine Einlage des Party-Kollektivs Party & Activism. Insgesamt war die Veranstaltung mit über 100 Teilnehmern rundum gelungen. „Es ist schön zu sehen, dass sich so viele Menschen für ihre Belange interessieren“, freute sich Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar. Ein weiterer Energiewendetag wurde bereits angekündigt.

Anlässlich der Abschlussprüfungen in Baden-Württemberg stand Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar, Schülern der Karl-Friedrich-Schimper-Realschule in Schwetzingen im Rahmen einer Infoveranstaltung zur Verfügung. In einem persönlichen Gespräch referierte er über die Jugendarbeit von Greenpeace Deutschland. Von inhaltlichen Standpunkten bis hin zu Aktionsberichten hatten die Schüler zahlreiche Fragen gestellt. Interesse war reichlich vorhanden, zumal das Thema Umwelt Schwerpunkt ihrer Prüfung sein würde. In angenehmer Athmosphäre konnte den meisten Fragen auf den Grund gegangen werden. Gerne wurde sich hierfür die nötige Zeit genommen, um den Schülern eine bestmögliche Vorbereitung für die mündliche Prüfung zu bieten.
„Die Greenpeace-Jugend leistet eine hervorragende Arbeit“, betonte Julien Ferrat, der erst kürzlich als Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar bis 2010 bestätigt wurde. „Unser Themenspektrum reicht von Besuchen bei der US-Botschaft und Mercedes-Benz-Vorstandschef Dieter Zetsche bis hin zu einer Europa-Tour mit dem Greenpeace-Segelschiff Beluga II.“ In einer anschließenden Fragerunde konnten die Schüler bestimmte Themenfelder genauer beleuchten. Vor allem die Themen Wale und Meere konnten bei den Jugendlichen Interesse wecken. Nach einer kurzen lebhaften, aber dennoch früchtetragenden Diskussion mussten die Teilnehmer letztendlich jedoch feststellen, dass „bei Greenpeace nicht nur Umweltfreaks sind, sondern auch ganz normale Menschen.“

Am 6. Februar veranstaltete die Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar in Mannheim eine lange Filmnacht. Gezeigt wurden Dokumentationen von Greenpeace Deutschland und Greenpeace International. Themenschwerpunkte waren die Arbeit von Greenpeace auf nationaler und internationaler Ebene sowie die globale Erderwärmung im Rahmen des Klimawandels. Im Programm waren unter anderem auch englischsprachige Kurzfilme von Greenpeace United Kingdom wie „Coalfinger“ oder „The Convenient Solution“ in Anspielung auf den James-Bond-Klassiker „Goldfinger“ und „An Inconvenient Truth“ von Al Gore.
Insgesamt war die Veranstaltung ein voller Erfolg. „Mit einem Durchschnittsalter von 16 Jahren konnten wir vor allem ein junges Publikum erreichen“, erläutert Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar. Die Resonanz fiel unter den Besuchern durchweg positiv aus. Vor allem die Diskussionen zwischen den Filmen fanden unter den Teilnehmern regen Zuspruch. Eine Wiederholung im Laufe des Jahres wurde bereits angeregt.

Pünktlich zur Amtseinführung des US-Präsidenten am 20. Januar veranstaltete das Deutsch-Amerikanische Institut (DAI) in Heidelberg im Haus der Kultur eine Inauguration Party. Zu Gast war auch die Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar, die mit einem Stand präsent war und in einem Vortrag den Zuschauern ihre Arbeit präsentierte. Anwesend war hauptsächlich ein recht junges Publikum. Vor allem Schüler und Studenten waren der Einladung gefolgt. Mit über 400 Besuchern war die rund sechsstündige Veranstaltung gut gefüllt.
Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar, betonte in seiner Rede die Wichtigkeit der Jugend und deren Engagement: „Es ist wichtig, dass sich Jugendliche heutzutage engagieren. Die Zukunft liegt in ihren Händen.“ Über die Arbeit der Greenpeace-Jugend vor Ort zeigte er sich zufrieden: „In der Metropolregion Rhein-Neckar sind wir gut vertreten. Bei den Protesten in Mannheim und Heidelberg gegen ineffiziente Autos waren wir fester Bestandteil.“ Während der Veranstaltung konnten sich Interessierte zudem am Infostand in der Bibliothek informieren und mit den Aktivisten in Kontakt treten.

Artikel im Kommunal-Info Mannheim Nr. 25/2008
Aktionstag der Greenpeace-Jugend: Jugendliche fordern von Politik und Wirtschaft eine zukunftsfähige Verkehrspolitik
Anlässlich des Weltklimatages am 6. Dezember demonstrierte die Greenpeace-Jugend in 15 Städten in Deutschland für eine verantwortungsvolle, nachhaltige Verkehrspolitik. In Mannheim machten Jugendliche eine Fotoaktion am Paradeplatz, bei der sich Menschen mit einer Sprechblase fotografieren lassen konnten. „Wir wollten mit dieser Aktion auf den hohen CO2-Ausstoß von Dienst- und Firmenwägen aufmerksam machen“, erklärt Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar. Auf den Sprechblasen der Jugendorganisation von Greenpeace stand geschrieben: „Autospeck muss weg“ oder die direkte Aufforderung an den Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG „Kriegen Sie die Kurve, Herr Zetsche“. Eigene Botschaften konnten die Bürger außerdem selbst in eine leere Sprechblase schreiben. „Die Autoindustrie setzt immer noch auf schwere Spritfresser statt auf leichtere, klimafreundlichere Autos“, kritisiert Benedikt Jordan, Aktivist der Greenpeace-Gruppe Rhein-Neckar. Mit dieser Aktion forderten die Jugendlichen die Politik und Wirtschaft dazu auf, mehr leichtere, spritsparende Autos zu bauen und somit mehr für den Klimaschutz und den Standort Deutschland zu tun. dato

Fahren bis die Flut kommt? Mercedes-Benz und Daimler AG in der Kritik:
Greenpeace-Jugend sammelt Unterschriften für den Klimaschutz
Seit dem 30. September sammelt die Greenpeace-Jugend bundesweit Unterschriften für leichtere Autos. Ziel ist die Übergabe an den Daimler-Vorstandsvorsitzenden Dieter Zetsche im Frühjahr 2009. Der Autoverkehr ist in Europa mit 12 Prozent des Treibhausgasausstoßes am Klimawandel beteiligt. Dazu trägt auch der hohe Spritverbrauch der Automodelle von Daimler bei. Vor zehn Jahren hat die europäische Autoindustrie angekündigt, bis 2008 den Durchschnittsverbrauch ihrer Neuwagenflotte auf 5,8 Liter pro 100 Kilometer zu beschränken.
„Mercedes-Benz hat es nicht einmal geschafft, die freiwillig von der Autoindustrie geforderten Auflagen einzuhalten“, kritisiert Julien Ferrat, Sprecher der Greenpeace-Jugend Rhein-Neckar. „Eine solche Unternehmenspolitik ist unverantwortlich.“ Neue Autos von Mercedes verbrauchten 2007 im Schnitt 7,7 Liter. Daimler baut weiter übermotorisierte Automodelle mit zu hohem Gewicht und entsprechendem Verbrauch. Als einer der weltweit führenden Autokonzerne hat Daimler jedoch die Möglichkeiten und die Pflicht, endlich auf Spritspar-Autos umzuschwenken. Die Greenpeace-Jugend fordert deshalb ein Umdenken bei Daimler und ein Vorantreiben des Baus kleiner, energiesparender Fahrzeuge. Mercedes-Benz und Dieter Zetsche müssen jetzt auf klimafreundliche Autos statt auf teure Spritfresser setzen.

Die Jugend-AG von Greenpeace Rhein-Neckar, kurz JAG genannt, wird sich am Freitag, den 15. Februar 2008 um 18 Uhr im Mannheimer Umweltzentrum, Käfertaler Straße 162, neu gründen. Dafür werden noch Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren gesucht, die Lust haben, kreative Umweltprojekte auf die Beine zu stellen. Wer Interesse hat oder noch mehr Informationen zur Greenpeace Jugend-AG haben möchte, kann sich an danny.kluger@yahoo.de oder an das Greenpeace-Telefon: 0621/3391698 wenden.
Weitere Hinweise gibt es auf den Internetseiten: www.greenpeace-jugend.de und www.greenpeace.de/rhein-neckar.
Jugendliche engagieren sich bei Greenpeace, weil sie nicht tatenlos zusehen wollen, wie andere über ihre Köpfe hinweg Entscheidungen treffen, die ihre Zukunft angehen. Heute gibt es in rund 50 Städten Jugend-AGs mit über 500 aktiven Jugendlichen. In Mannheim hat sich vor sechs Jahren eine JAG gegründet, die jetzt wieder neu belebt werden soll.
Gemeinsam mit anderen Jugendlichen auf der ganzen Welt engagiert sich die deutsche Greenpeace Jugend bei dem Projekt „SolarGeneration" für das Klima, damit es „nicht baden gehen muss". – Eine neue Generation setzt also auf die Sonne - stellvertretend für alle regenerativen Energieformen - und nicht mehr auf fossile und nukleare Energiegewinnung.
Zum Schutz der letzten Urwälder wollen die Jugendlichen erreichen, dass nicht mehr Frischfaser-, sondern Recyclingpapier benutzt wird. Die Meere sollen nicht mehr geplündert und Wale illegal gejagt werden. Zudem glauben die Greenpeace Jugendlichen nicht an das neueste Wundermittel der Agrar-Konzerne: die Gentechnik. - Sie sehen in der Risikotechnologie keinen Nutzen, aber Gefahren für Umwelt und Gesundheit in der Zukunft.
Die Jugend-AGs können unabhängig außergewöhnliche Aktionen mit Initiative und Köpfen planen und durchführen. Dadurch, dass alle im ähnlichen Alter sind, können Projekte, wie Straßentheater, Infostände, Demonstrationen, Vorträge an Schulen, Banner malen und Flugblätter entwerfen, nicht nur Spaß machen, sondern gleichzeitig mit Erfolg die Öffentlichkeit erreichen. Ein paar Mal im Jahr gibt es speziell für die Greenpeace Jugendlichen bundesweite sowie internationale Mitmachaktionen, bei denen unter anderem mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft geredet wird, um ihnen auf den Zahn zu fühlen und ihnen die Anliegen der Greenpeace Jugend nahe zu bringen – wie zum Beispiel bei UN-Klimakonferenzen. Als Motivationsschub gibt es jedes Jahr den „Greenday", bei dem alle JAGs zusammen kommen und neue Ideen aushecken können.