Saarbrücken twittert für den Klimaschutz

Nachrichten der Saarbrücker an Angela Merkel wurden auf großer Leinwand in Berlin präsentiert

 

Saarbrücken, 05.12.2009 – Die Saarbrücker konnten am Samstag den 5. Dezember, über Greenpeace ihre persönlichen Klimaschutz-Botschaften an Bundeskanzlerin Angela Merkel twittern. Zwei Tage vor Beginn der Weltklimakonferenz in Kopenhagen richtete die Greenpeace Gruppe Saar um fünf Minuten vor 12 Uhr einen Aktionstisch im Kulturcafe am St. Johanner Markt ein. Dort und auf der Strasse wurden insgesamt 240 Nachrichten an die Bundeskanzlerin gesammelt und über Twitter versendet.
Die Aktion fand zeitgleich in 84 weiteren deutschen Städten statt.  Ca. 14.500 aus ganz Deutschland einfließenden Klimaschutz-Aufrufe der Bevölkerung erschienen in Echtzeit auf einer vier mal drei Meter großen Leinwand auf dem Pariser Platz in Berlin.
„Mit dieser neuen Aktionsform fordern wir die Bundeskanzlerin auf, sich in Kopenhagen für den Erfolg der Klimakonferenz einzusetzen“, sagt Jörg Bur von der Greenpeace Gruppe Saar. „Die 140 Zeichen einer Twitter-Nachricht reichen dazu locker aus: 'Retten Sie das Klima, Frau Merkel! Setzen Sie sich für konkrete Ziele in Kopenhagen ein.
Der CO2-Ausstoß muss auf Null bis 2050.“

Bundesweit demonstrierten mehr als 800 Ehrenamtliche von Greenpeace im Alter von 10 bis 75 Jahren generationsübergreifend für mehr deutsches Engagement im internationalen Klimaschutz. Der Klimaschutz-Aktionstag am Internationalen Tag des Ehrenamtes war die erste große Aktion, die von der Online-Mitmach-Plattform von Greenpeace, greenaction.de, initiiert und großflächig auf die Straße gebracht wurde.


„Angela Merkel muss endlich handeln und sieben Milliarden Euro für den Klimaschutz in Entwicklungsländern auf den Tisch legen“, sagt Greenpeace-Klimaexpertin Anike Peters. „Kurz vor Kopenhagen muss Merkel endlich eine Führungsrolle einnehmen und die EU auf Klimaschutzkurs bringen.“ Bislang ist die EU zu einer CO2-Reduktion von 20 Prozent bereit - im Vergleich zu 1990. Um den fortschreitenden Klimawandel zu stoppen, müssen Industrieländer jedoch nach dem Stand der Klimawissenschaft ihre Emissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent reduzieren.


Greenpeace fordert, dass die Industrienationen zur Unterstützung von Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern jährlich 110 Milliarden Euro bereitstellen.


Bilder von der Leinwand am Brandenburger Tor ...

 


    20. 03. 2010.       Druckversion