Greenpeace-Gruppe Saar informiert über Gentechnik in der Nahrungskette und sammelt Unterschriften gegen Unilever

Saarbrücken, 11.09.2010 - Die Greenpeace-Gruppe Saar informierte in Saarbrücken Verbraucher über die Risiken der Gentechnik und verteilte die Neuauflage des Einkaufsratgebers „Essen ohne Gentechnik“. Unterschriften wurden gesammelt, die sich gegen das Unternehmen Unilever richteten. Unilever hat für seine Produktgruppe "Du darfst" bisher nur Fleisch von Tieren verarbeitet, die mit gentechnikfreiem Futter gefüttert wurden und will diesen Standard nicht beibehalten, sondern bis Ende 2010 aufgeben. Die Endverbraucher konnten sich mit der Unterschriftenaktion aktiv dagegen wehren.
"Wir setzen uns dafür ein, dass dem Kunden die Möglichkeit gegeben wird, sich gegen die Entscheidungen der Konzerne zu wehren" so das Statement von Jörg Bur von der Greenpeace Gruppe Saar. "Es liegen keine Langzeitstudien zur Fütterung mit hauptsächlich genmanipuliertem Soja vor, niemand kennt die Auswirkungen."
Einige Greenpeacer hielten während der Aktion Schilder auf denen die "Du darfst"-Leberwurst abgebildet war und der Schriftzug: "Ich will so bleiben wie ich war … und darf nicht". Greenpeace hatte 2001 zusammen mit tausenden Verbrauchern von Unilever eine Fleischproduktion aus naturnaher Landwirtschaft gefordert. Seither bezog Unilever das Schweine- und Rindfleisch für "Du darfst" von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH), die für gentechnikfreie Fütterung und artgerechte Tierhaltung bekannt ist. Nun hat Unilever die Verträge mit der BESH zum Ende des Jahres komplett gekündigt. Das bedeutet den schrittweisen Ausstieg aus der naturnahen Fleischproduktion.
Mit großem Interesse beteiligten sich gerade junge Menschen an der Unterschriftenaktion. "Unser Engagement ist wichtig, es geht um unsere Zukunft".