Recyclingpapier ist Urwaldschutz

Saarbrücken, 16.08.08. - Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Saar informieren in Saarbrücken am Staden über die Zerstörung der letzten Urwälder der Erde, verteilen den Greenpeace-Holzratgeber und Papierspartips und beraten interessierte Passanten zu Möglichkeiten, wie der einzelne Bürger für die Erhaltung der Urwälder aktiv werden kann. Die Greenpeacer empfehlen unter anderem Papier zu sparen, Recyclingpapier zu verwenden und beim Möbel- und Holzeinkauf darauf zu achten, dass die Hölzer nicht aus Urwaldzerstörung stammen.

 

„Die letzten Urwälder der Erde werden mit rasanter Geschwindigkeit zerstört. Alle 2 Sekunden verschwindet eine Fläche Urwald von der Größe eines Fußballfeldes. Indigene Völker, die in Harmonie mit dem Wald leben, verlieren ihre Heimat. Unzählige Tier- und Pflanzenarten verlieren ihre Lebensgrundlage“, so Kristin Lorig, Sprecherin der Greenpeace Gruppe Saar. „ Und: die Abholzung und Brandrodung von Urwäldern verursacht ein Fünftel der weltweiten Treibhausgasemissionen.
Das bedeutet: die Zerstörung der Urwälder heizt den Klimawandel an.
Urwaldschutz ist Klimaschutz.“

 

Ein großer Teil der Urwaldriesen wird zu Zellstoff für Papier verarbeitet oder taucht als Möbel, Fensterläden oder Parkette in unseren Geschäften auf. Was kann der Kunde tun?

 

„Sparen Sie Papier, wo es möglich ist, dadurch schonen Sie Resourcen.
Vermeiden Sie Produkte, die möglicherweise aus Urwaldzerstörung stammen.
Kaufen Sie Recyclingpapier statt Frischfaserpapier. Achten Sie auf den blauen Engel, der die notwendigen Qualitätsstandards und eine Herstellung aus 100 Prozent Altpapier garantiert.
Recyclingtoilettenpapier gehört in jedes Bad. Es gibt keinerlei hygienische oder sonstige qualitative Bedenken. Beim Holzeinkauf sind regionale Hölzer eine gute Wahl. Noch besser ist es, wenn sie das FSC Siegel tragen. Bei Holzarten, die möglicherweise aus Raubbau und Urwaldzerstörung stammen könnten, sollte man unbedingt darauf achten, dass die Produkte das FSC-Siegel tragen, weil es eine nachhaltige Waldnutzung garantiert.“


    9. 02. 2012.       Druckversion