Greenpeace informierte in 29 Städten über die Gefährdung der Wale und Möglichkeiten zum Schutz der Meeresriesen

Saarbrücken, 31.5.2008 - Auch Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Saar warben in der Saarbrücker Fußgängerzone für einen Stopp des Walfangs im Südpolameer und die Einrichtung eines Schutzgebietes im Südatlantik. Bei der Gruppenaktion können sich interessierte Erwachsene mit Ihrer Unterschrift und ihrem eigenen Bild für den Schutz der bedrohten Meeresriesen einsetzen und den dänischen Umweltminister zur Einrichtung eines Walschutzgebietes auffordern. Derzeit trifft sich die Internationale Walfangkommission
(IWC) in Santiago de Chile, um über künftige Fangquoten und den Schutz der Wale zu beraten.
„Viele Walarten sind weiterhin vom Aussterben bedroht und ihr konsequenter Schutz ist dringend notwendig“, sagt Lilo Schmitt von der Greenpeace-Grupppe Saar „Die dänische Regierung hat sich in den vergangenen Jahren gegen ein Schutzgebiet im Südatlantik ausgesprochen und argumentiert damit, die Bevölkerungsinteressen zu vertreten. Damit isoliert sich Dänemark innerhalb der EU als Walfang-Befürworter. Europa muss für den Schutz der Wale mit einer Stimme sprechen.“
Bis 2001 zählte Dänemark zu den Walfang-Gegnern. Mit dem damaligen Regierungswechsel jedoch änderte sich die dänische Position in der IWC. Das Land wechselte ins Lager der Walfang-Befürworter. Dies zeigte sich auch im dänischen Abstimmungsverhalten zur Ausweisung des südatlantischen Walschutzgebietes: Bei allen sechs Abstimmungen der vergangenen Jahre stimmte die dänische Delegation gegen die Ausweisung. Auf Antrag Brasiliens wird das Schutzgebiet in diesem Jahr nun erneut vorgeschlagen.
Aber auch an anderer Stelle setzt sich Greenpeace für den Walschutz ein. Naturgetreue Modelle eines 26 Meter langen Blauwals, eines Orcas, einer Buckelwalmutter mit Kalb und anderen „Riesen der Meere“ präsentiert die Umweltschutzorganisation gemeinsam mit dem Deutschen Meeresmuseum ab 12. Juli im neuen OZEANEUM in Stralsund. Diese weltweit einmalige Ausstellung soll die Besucher faszinieren und vom notwendigen Schutz der Meeresgiganten überzeugen.
Greenpeace kämpft seit 1972 für den Schutz der Wale und gegen den kommerziellen Walfang. Auch in diesem Jahr wurden erneut Hunderte Großwale im antarktischen Schutzgebiet sinnlos abgeschlachtet. Die japanische Regierung rechtfertigt ihre Jagd mit einem Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken. Sie ignoriert jedoch das Fangmoratorium der IWC von 1982 und missachtet das antarktische Walschutzgebiet. Dabei kann sie sich der Unterstützung Dänemarks sicher sein.