Urwaldschutz macht Schule
Sieben Grundschulen werden ab dem 28. Januar ausschließlich mit Recycling-Kopierpapier beliefert
TRIER, 20. Januar 2008 – Erfolgsmeldung für den Urwaldschutz: Sieben Grundschulen in Trier werden ab Beginn des nächsten Schulhalbjahres mit Recyclingpapier beliefert. Der Wechsel betrifft die Grundschulen Ausonius, Pallien, Heiligkreuz, Euren, Ruwer, Reichertsberg und Tarforst. Das teilte Christina Steinmetz, Leiterin der St. Matthias-Grundschule, mit. Steinmetz bestellt das Papier für die Schulen zentral und hat ihre eigene Schule vor längerer Zeit umgestellt. Die Greenpeace – Gruppe Trier arbeitet seit langem an der Umstellung von Schulen. Im Dezember konnten die Umweltschützer bereits einen Erfolg verbuchen: Sechs Grundschulen im Ruwertal wurden zum Jahreswechsel umgestellt.
„Ein absolut lobenswerter und hervorragender Schritt in die richtige Richtung!“, freut sich Jennifer Schell, Waldexpertin der Greenpeace-Gruppe Trier. „Recyclingpapier schützt Urwälder und spart Wasser und Strom. Das entlastet nicht nur den Wald, sondern auch das Klima“, erklärt die Aktivistin. „Vor allem Schulen müssen ihrer Vorbildrolle gerecht werden. Bei den insgesamt 13 Grundschulen ist somit ein guter Anfang gemacht!“
Greenpeace fordert jetzt die anderen Schule auf, dem positiven Beispiel zu folgen. „Es ist wirklich leicht, den Wechsel auf Recyclingpapier zu vollziehen“, sagt Schell. „Man braucht lediglich die Möglichkeit zur zentralen Bestellung in der St. Matthias-Grundschule zu nutzen“, so die Umweltschützerin. „Heutzutage noch Frischfaserpapier einzusetzen ist rückständig!“
Deutschland ist mittlerweile mit 252 Kilogramm pro Kopf und Jahr viertgrößter Papierverbraucher weltweit. Gut die Hälfte des Holzverbrauches dient der Papierherstellung. Dafür werden jährlich rund 160.000 Quadratkilometer Wald vernichtet, das ist eine Fläche dreimal so groß wie die Schweiz. Diesen Schaden würde ein vermehrter Einsatz von Recyclingpapier sowie diverse Papiersparmaßnahmen drastisch senken.
TRIER, 8. März 2008 - Die Greenpeace-Gruppe Trier lädt die Öffentlichkeit zum ersten Trierer Stromwechselkaffee ein. Am Samstag, den 8. März sind alle klimaschutzinteressieren Menschen in den Räumen des Weltladens, Pfützenstraße 1, eingeladen, sich ab 14 Uhr über die Möglichkeiten eines Stromanbieterwechsel zu erneuerbaren Energien zu informieren. Vor Ort gibt es Kaffee und Kuchen, der genauso kostenlos ist wie der Eintritt zur Veranstaltung. Die Umweltschützer reagieren mit der Veranstaltung auf den Beschluss der Stadtwerke, sich an einem neuen klimaschädigenden Kohlekraftwerk zu beteiligen.
"Der Wechsel auf Ökostrom ist so einfach wie der Genuss von Kaffee und Kuchen!", erklärt Birgit Bürzle, Energieexpertin der Greenpeace-Gruppe Trier. "Man muss lediglich den Wechselauftrag ausfüllen und abschicken und der neue Anbieter erledigt den Rest. Wem Klimaschutz wichtig ist, der sollte es nicht nur bei dem Bekenntnis belassen, sondern selbst zur Energiewende beitragen!", mahnt die Studentin.
Interessierte Menschen können den Wechselauftrag direkt vor Ort erteilen. Es ist dafür empfehlenswert, die letzte Stromrechnung mitzubringen: "Auf der Rechnung steht jeweils die Kunden- und Stromzählernummer. Die braucht man, um den Auftrag auszufüllen. ", erklärt Bürzle. Im Weltladen gibt es außerdem die Möglichkeit, sich an einem Tarifrechner ausrechnen zu lassen, wieviel man nach einem Wechsel mehr oder weniger zahlen würde. "Der Strom von Greenpeace energy, EWS Schönau, Lichtblick und Naturstrom ist häufig kostengünstiger als der aus Kohle oder Atomkraft. Der Wechsel lohnt sich für den Geldbeutel und das Klima!" Einen Teilerfolg konnten die Umweltschützer schon verbuchen: Seit Jahresbeginn müssen die Trierer Stadtwerke ihre Kunden mit mindestens 50 % Ökostrom versorgen. Das hat der Stadtrat entschieden.
Auch für die Kinderbetreuung ist beim Wechselkaffee gesorgt: Während sich die Eltern über alternative Stromanbieter informieren, können die Kinder basteln und werkeln.
TRIER. Die Greenpeace-Gruppe Trier bietet ab sofort einen neuen Service zum Klimaschutz an: Mit Hilfe eines Strompreisrechners kann jeder selbst ausrechnen lassen, wie groß die Preisdifferenz seines Stromtarifs zu einem Ökostrom-Anbieter ist. Unter www.greenpeace.de/trier kann man, nachdem man etwas abwärts scrollt, eine vorgefertigte Excel-Tabelle finden, bei der die Tarife der vier Ökostromanbieter einprogrammiert sind. Dort braucht man nur seinen derzeitigen Stromverbrauch und den Tarif in Brutto einzugeben. Die Tabelle zeigt dann an, wie viel man bei einem Wechsel auf Ökostrom mehr oder weniger zahlen würde.
„Vielerorts herrscht die falsche Vorstellung, Ökostrom ohne Kohle- und Atomenergie belaste nur den Geldbeutel. Das ist ein Trugschluss! ", erklärt Tatjana Schneckenburger, Energie-Expertin der Greenpeace Gruppe Trier. „Ökostromanbieter sind oftmals billiger: Langfristig betrachtet sind sie das sowieso, wenn man alle Folgekosten mit einbezieht. Die muss am Ende der Steuerzahler leisten, auch wenn sie nicht direkt auf der Stromrechnung stehen. Dazu gehörten zum Beispiel die Kosten, die durch den Klimawandel entstehen oder die teure und risikoreiche Endlagerung von Atommüll“, mahnt Schneckenburger.
„Den individuellen Preis für sauberen Strom kann sich jeder selbst errechnen lassen - es nachzuschlagen kostet nichts. Von dieser Möglichkeit sollte jeder Gebrauch machen, dem Umweltschutz ein Anliegen ist!", fordert die 27jährige Umweltwissenschaftlerin.
Die Tabelle berücksichtigt nur die Tarife der Anbieter Naturstrom, EWS Schönau, Greenpeace Energy und Lichtblick, die ausschließlich in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren. "Wenn man auf Ökostrom umstellen will, sollte man einen Anbieter auswählen, der keinerlei Verflechtungen mit der Kohle- oder Atomindustrie aufweist. Das ist bei den vier Firmen der Fall, die von der Initiative 'Atomausstieg selber machen' empfohlen werden", ergänzt Schneckenburger.
Die Greenpeace-Gruppe berät auch gerne zum Stromwechsel unter Telefon 0651/14577818.
Filmvorführung: „Unser Planet“ im Broadway-Kino
Greenpeace unterstützt Filmfestival „Übermorgen“ - Termin: Samstag, 2. Mai, 19.30 Uhr
TRIER. Am kommenden Samstag, den 2. Mai zeigt das Broadway-Kino um 19.30 Uhr im Rahmen des Filmfestivals „Übermorgen“ die Dokumentation „Unser Planet“. Für diesen Film hat Greenpeace eine Filmpatenschaft übernommen und begleitet ihn vor Ort mit einem Infostand. Die interessierten Kinobesucher können sich dort über Klimaschutzmaßnahmen und Energieeinsparung informieren.
„Der Film zeigt eindrucksvoll die Konsequenzen menschlichen Verhaltens für den Planeten“, schildert Björn Bottler von der Greenpeace-Gruppe Trier den Inhalt des Filmes. „Von der ungeklärten Entsorgung von Elektroschrott bis zum Klimawandel durch den CO2-Ausstoß: Jeder sollte wissen, wie wir mit dem Planeten umgehen und was es für Alternativen gibt!“, so Bottler.
Die Filmvorstellung im Broadway, Paulinstraße 18 in 54292 Trier beginnt am nächsten Samstag, 3. Mai um 19.30 Uhr. „Es lohnt sich, den Film gesehen zu haben. Er ist sein Geld wert!“, erklärt Bottler. „Der Eintritt für eine solche Informationsveranstaltung ist gut angelegt.“

Am Freitag Nachmittag, dem 07.11. fanden sich am Nachmittag ehrenamtliche Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Trier in verschiedenen Supermärkten der Trierer Innenstadt ein, um Kunden und Passanten über das Problem der Überfischung zu informieren und ihnen Tipps zu geben, welche Fischarten bedroht und welche empfehlenswert sind. Symbolisch als Fische verkleidet verteilten die Aktivisten neben einigen Infos auch den „Fisch-Ratgeber“, einen Verbraucherführer von Greenpeace, der im Einzelnen bedrohte oder nicht nachhaltig gefangene Fischarten auflistet und somit als Anhaltspunkt dienen soll, bei welchem Fischprodukt man im Kühlregal die richtige Wahl trifft.
„Allein in den EU-Gewässern sind rund 80 % der Fischbestände völlig überfischt,“ erklärt Juliane Lessing, Meeres-Campaignerin der Greenpeace-Gruppe Trier, und stützt sich dabei auf den aktuellen Bericht der EU-Fischereikommission. „Durch Überfischung, Beifang und illegale Fischerei stehen viele Fischarten kurz vor dem Aus, z.B. Thunfisch, Schwerfisch oder Kabeljau. Zudem setzen nicht-nachhaltige Fangmethoden wie Grundschleppnetzfischerei dem Meeresboden und dem gesamten Ökosystem Meer gehörig zu,“ erläutert sie weiter.
In der Aktion vor den Supermärkten ging es nicht darum, Verbraucher oder Geschäftsführer anzuprangern, sondern vielmehr auf ein ökologisch verträgliches Fischmanagement und einen durchdachten, nachhaltigen Konsum von Fischprodukten hinzuweisen. „Wenn wir die Fischbestände weiterhin nutzen möchten, müssen wir endlich weg von einer kurzsichtigen Fischereipolitik und zerstörerischen Fangmethoden. Um das zu erreichen, fordern wir zum einen von Fischindustrie und Lebensmittelhandel den Verzicht auf bedrohte Arten im Sortiment und eine vollständige Kennzeichnung der Produkte. Und zum anderen wünschen wir uns vom Verbraucher einen bewussten Umgang mit dem, was da auf seinem Teller liegt – denn letztendlich entscheidet der Konsument auch über das Angebot,“ so die Greenpeace-Aktivistin.
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Vom künftigen Rat der Stadt Trier, der am 7. Juni 2009 gewählt wird, fordert Greenpeace, dass mehr Geld für Energieeffizienz und erneuerbare Energien bereitgestellt wird. Mehr dazu und unsere weiteren Forderungen an den Stadtrat können Sie hier einsehen. |


Am 10. Januar haben Aktivisiten der Greenpeace-Gruppe Trier vor der Europäischen Rechtsakademie gegen den Wiedereinstieg in die Atomkraft demonstriert. Der Anlass: Die FDP, die für Atomkraft plädiert, hielt dort ihren Neujahrsempfang ab. Den Anwesenden wurden Flugblätter darüber ausgehändigt, was bei einem atomaren Unfall zu tun ist.
Hier können Sie unsere Pressemitteilungen und - erklärungen einsehen - falls vorhanden.


FÖHREN. Anlässlich des „Tages der offenen Tür“ der Stadtwerke am Solarpark fordern Greenpeace-Aktivisten den Energieversorger zu konsequentem Klimaschutz auf. Sie demonstrieren vor dem Solarpark gegen die Verbrauchertäuschung der SWT. Auf dem Banner steht: „Erneuerbare in der Region 8 %, Fossile und Atomstrom 45 % - das Verhältnis stimmt noch nicht!“. Der Grund: Nach wie vor wird bei den Stadtwerken knapp die Hälfte des Stroms aus Atom- und Kohlekraftwerken gewonnen.
„Der Solarpark in Föhren ist ein guter Anfang, allerdings ist der Strom der Stadtwerke noch lange nicht so ökologisch, wie der Betreiber es gerne darstellt“, erklärt Tatjana Schneckenburger, Energie-Expertin von Greenpeace. „Noch 45 % des Trierer Stroms stammen aus fossilen Energieträgern und Kernkraft. Etwa 85% des angebotenen Ökostroms werden aus bestehenden Anlagen zugekauft und stammen nicht aus der Region. Deshalb muss es unbedingt weitere Investitionen der Stadtwerke in Solarenergie und andere erneuerbare Energieträger geben.“
Nach Angaben der SWT soll der Föhrener Solarpark 1,5 bis 2 % des Trierer Stromes liefern. Das Kohlekraftwerk in Hamm, für das die Stadtwerke jüngst ca. 13 Millionen Euro ausgegeben haben, hingegen rund 8 %. „Die Stadtwerke sollten zukünftig ein Ökostrom-Produkt anbieten, bei dem der Reinerlös ausschließlich in den Ausbau erneuerbarer Energien fließt“, fordert Schneckenburger. „Dies ist bei den bisherigen „Ökostrom“ - Angeboten der SWT nämlich leider nicht der Fall.“




22 Jahre nach Tschernobyl: Atomkraftwerke abschalten!
Greenpeace veranstaltet Mahnwache am Pranger
TRIER, 26. April 2008 - 22 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl gedenken Greenpeace-Aktivisten der Todesopfer und der Geschädigten. Am Vormittag veranstalten Aktivisten mit Atommüllfässern eine Mahnwache am Pranger. Sie fordern den sofortigen Ausstieg aus der Kernenergie. Infolge des verheerenden Unfalls am 26. April 1986 starben ca. 7 mio. Menschen. Ökologische und gesundheitliche Folgen sind heute noch sichtbar.
„Atomkraftwerke sind und bleiben tickende Zeitbomben!“, mahnt Juliane Lessing von der Greenpeace-Gruppe Trier. „Nicht nur der Betrieb solcher Kraftwerke ist riskant, auch die Atommüllendlagerung kann nur mit hohem Risiko durchgeführt werden. Niemand möchte in der Nähe eines Endlagers wohnen! Politiker, die heutzutage Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke fordern, handeln verantwortungslos“, erklärt die ehrenamtliche Aktivistin.
Auf dem Banner steht: „Tschernobyl- 7 mio – verstrahlt, verdrängt, vergessen“. Lessing erklärt: „Jedes Atomkraftwerk ist eine Gefahr für die Menschen. Statt in hoch riskante Atomkraftwerke sollten Stromversorger in erneuerbare Quellen investieren. Energieversorgung ohne Atomkraft ist möglich und nötig!“
Weitere Informationen zum selbstgemachten Atomausstieg gibt es unter www.atomausstieg-selber-machen.de


TRIER, 31. Mai 2008 – Mit Infostand und Fotoaktion wirbt die Greenpeace-Gruppe Trier am heutigen Samstag vor der Dresdner Bank in der Brotstraße ab 12 Uhr für einen Stopp des Walfangs im Südpolarmeer und die Einrichtung eines Schutzgebietes im Südatlantik. Bei der Gruppenaktion können sich Erwachsene mit Ihrer Unterschrift für den Schutz der bedrohten Meeresriesen einsetzen und den dänischen Umweltminister zur Einrichtung eines Walschutzgebietes auffordern. Außerdem können Passanten sich mit einem Schild in der Hand fotografieren lassen mit der Aufschrift: „Wir wollen das Walschutzgebiet!“. Greenpeace wird die Fotos der internationalen Walfangkommission (IWC) vorlegen. Die trifft sich derzeit in Santiago de Chile, um über künftige Fangquoten und den Schutz der Wale zu beraten.
„Viele Walarten sind weiterhin vom Aussterben bedroht und ihr konsequenter Schutz ist dringend notwendig“, sagt Juliane Lessing von der Greenpeace-Gruppe Trier. „Die dänische Regierung hat sich in den vergangenen Jahren gegen ein Schutzgebiet im Südatlantik ausgesprochen und argumentiert damit, die Bevölkerungsinteressen zu vertreten. Damit isoliert sich Dänemark innerhalb der EU als Walfang-Befürworter. Europa muss für den Schutz der Wale mit einer Stimme sprechen.“
Bis 2001 zählte Dänemark zu den Walfang-Gegnern. Mit dem damaligen Regierungswechsel jedoch änderte sich die dänische Position in der IWC. Das Land wechselte ins Lager der Walfang-Befürworter. Dies zeigte sich auch im dänischen Abstimmungsverhalten zur Ausweisung des südatlantischen Walschutzgebietes: Bei allen sechs Abstimmungen der vergangenen Jahre stimmte die dänische Delegation gegen die Ausweisung. Auf Antrag Brasiliens wird das Schutzgebiet in diesem Jahr nun erneut vorgeschlagen.
Auch an anderer Stelle setzt sich Greenpeace für den Walschutz ein. Naturgetreue Modelle eines 26 Meter langen Blauwals, eines Orcas, einer Buckelwalmutter mit Kalb und anderen „Riesen der Meere“ präsentiert die Umweltschutzorganisation gemeinsam mit dem Deutschen Meeresmuseum ab 12. Juli im neuen OZEANEUM in Stralsund. Diese weltweit einmalige Ausstellung soll die Besucher faszinieren und vom notwendigen Schutz der Meeresgiganten überzeugen.
Greenpeace kämpft seit 1972 für den Schutz der Wale und gegen den kommerziellen Walfang. Auch in diesem Jahr wurden erneut Hunderte Großwale im antarktischen Schutzgebiet sinnlos abgeschlachtet. Die japanische Regierung rechtfertigt ihre Jagd mit einem Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken. Sie ignoriert jedoch das Fangmoratorium der IWC von 1982 und missachtet das antarktische Walschutzgebiet. Dabei kann sie sich der Unterstützung Dänemarks sicher sein.
Sommerfrische genießen – und Stromanbieter wechseln!
Greenpeace veranstaltet Stromwechselaktion in Waldrach - Termin: Samstag, 5. Juli, ab 12 Uhr
WALDRACH. Die Greenpeace-Gruppe Trier lädt die Öffentlichkeit zur ersten Waldracher Stromwechselaktion ein. Am Samstag, den 5. Juli von 12 bis 19 Uhr sind alle Klimaschutzinteressierten in den Biergarten „Zum Hühnerstall“ in Waldrach, Untere Kirchstraße 3 eingeladen. Dort gibt es Informationen zum Stromanbieterwechsel auf Ökostrom von den vier umweltfreundlichen Anbietern, die die Initiative „Atomausstieg selber machen“ empfiehlt.
„Ökostrom hat viele Vorteile: Er wird ohne den Klimakiller Kohlekraft und ohne die gefährliche Atomkraft erzeugt. Nur erneuerbare Energien wie Sonne, Wind, Wasser und Biogas kommen bei seiner Herstellung zum Einsatz. Alles Weitere, was wichtig ist, erfahren Sie am 05. Juli in Waldrach und können dort auch direkt den Anbieter wechseln“, erklärt Juliane Lessing von der Greenpeace-Gruppe Trier. "Um sauberen Strom zu erhalten, muss man lediglich den Wechselauftrag abschicken und der neue Anbieter erledigt den Rest. Klimaschutz ist lebensnotwendig für uns und die nachfolgenden Generationen. Wir sagen Ihnen, wie Sie ganz einfach selbst zur Energiewende beitragen können!", erläutert die Aktivistin.
Interessierte Menschen können den Wechselauftrag direkt vor Ort erteilen. Es ist dafür empfehlenswert, die letzte Stromrechnung mitzubringen: "Auf der Rechnung steht jeweils die Kunden- und Stromzählernummer. Die braucht man, um den Auftrag auszufüllen.", so Lessing. Im Biergarten gibt es außerdem die Möglichkeit, sich an einem Tarifrechner ausrechnen zu lassen, wie viel man nach einem Wechsel mehr oder weniger zahlen würde. "Der Strom von Greenpeace energy, EWS Schönau, Lichtblick und Naturstrom ist häufig sogar kostengünstiger als der aus Kohle oder Atomkraft. Der Wechsel lohnt sich für den Geldbeutel und das Klima!"
Für das leibliche Wohl während der Veranstaltung sorgt der Biergarten. Selbstverständlich besteht kein Konsumzwang. Bei schlechtem Wetter wird die Aktion in die benachbarte Kneipe verlegt.
Informationen zu Veranstaltung gibt’s bei Greenpeace unter 0651/14577818, eine Wegbeschreibung kann beim Hühnerstall-Biergarten unter 06500/680 erfragt werden. Sie kann auch unter www.huehnerstall-waldrach.de eingesehen werden.

TRIER, 23. 8. 2008. Mit einem Infostand und einer Mitmach-Aktion unterstützt die Greenpeace-Gruppe Trier am Pranger Straße/Platz die Arbeit ihrer Kollegen auf der Nordsee. Dort schützen Greenpeace-Aktivisten mit tonnenschweren Natursteinen ein Gebiet in der Deutschen Bucht, das “Sylter Außenriff”, vor der Zerstörung durch die Fischerei. Der Grund: Das Areal wird durch Schleppnetze sowie schwere Saugbagger für den Abbau von Sand und Kies bedroht, obwohl die Bundesregierung es als Naturschutzgebiet ausgewiesen hat. In Trier bittet Greenpeace die Bevölkerung um Hilfe: Soviele Kieselsteine wie möglich sollen beschriftet werden, um sie zu einem späteren Zeitpunkt gesammelt Umweltminister Sigmar Gabriel überreichen zu können. Damit soll den Greenpeace-Forderungen Nachdruck verliehen werden.
“Wir müssen jetzt handeln, das Meer muss endlich geschützt werden”, fordert Juliane Lessing, Meeres-Campaignerin der Greenpeace-Gruppe Trier. “Die Fischer schaden sich mit ihren zerstörerischen Fangtechniken selbst. Wer heute alles weg fängt, wird morgen leere Netze haben.“
Besonders verheerend wirken sich Schleppnetze aus. Die Fischer ziehen sie über den Meeresgrund und durchpflügen damit den Boden. „Die Bundesregierung muss Fischerei, Sand- und Kiesabbau in den Schutzgebieten verbieten. Nur so lassen sich Arten und Lebensräume schützen. Nur so haben die Fischbestände eine Chance sich zu erholen,” sagt Lessing.
Das “Sylter Außenriff” ist eines der seltenen Steinriffe in der Nordsee. Die Steine ermöglichen vielfältiges Leben: Angefangen von Tieren, die auf ihnen festsitzen, über Fische, die zwischen ihnen Nahrung und Schutz finden, bis zu Schweinswalen, die vor allem zur Paarung und Geburt in das Schutzgebiet kommen. Während dieser kräftezehrenden Phase finden die in Europa am stärksten bedrohten Wale dort ausreichend Nahrung. Bedrohte Fischarten im „Sylter Außenriff“ sind Finte und Flussneunauge. Intakte Schutzgebiete wirken wie eine Atempause für die Meere. Fischbestände können sich in Schutzgebieten erholen und Fischer künftig außerhalb dieser Gebiete wieder mehr Fisch fangen.
Deutschland hat sich wie die meisten Länder der Welt im Rahmen der Konvention zur Biologischen Vielfalt (CBD) vepflichtet, den Verlust der Artenvielfalt aufzuhalten und ein weltweites Netzwerk von Schutzgebieten zu errichten. Zusätzlich muss Deutschland durch die Anfang 2008 verabschiedete Europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie einen „Guten Umweltzustand“ der Europäischen Meere bis zum Jahr 2020 erreichen.

Greenpeace Trier thematisiert die Gefahren der Kernenergie auf dem CDU-Landesparteitag
Trier, 13.09.2008 – Anlässlich des Landesparteitages der CDU in Trier warnt die Greenpeace-Gruppe Trier vor einer Laufzeitverlängerung der 17 deutschen Atomkraftwerke, die die rheinland-pfälzischen Christdemokraten fordern. Um die Gefahren der Kernenergie bewusst zu machen, stehen Aktivisten in Strahlenschutzanzügen vor der Kongresshalle und verteilen Super-GAU-Ratgeber an Parteitagsteilnehmer.
Die Zahl der auftretenden Störfalle in Kernkraftwerken nimmt zu. Trotzdem will die CDU unter Angela Merkel den bereits beschlossenen Ausstieg aus dieser gefährlichen Technologie doch noch verhindern. Greenpeacesprecher Rouven Hehlert warnt davor und weist auf die wahren Gründe für die CDU-Forderung hin: „Die Behauptung die Strompreise für den Verbraucher senken zu wollen, ist ein Vorwand. Der Einfluss der Atomlobby ist die Ursache dieser Forderung.“ Denn weil die enorm hohen Folgekosten zum großen Teil durch die Bürger getragen werden, ist der Gewinn für die Atomindustrie riesig. Die subventionierten Kernkraftwerke, welche heute abbezahlt sind, laufen nur noch zu Personal- und Wartungskosten.
Das Endlagerungsproblem erzeugt ebenfalls Diskussionsbedarf. „Die jüngsten Vorfälle von Asse sind nur ein Bespiel des verantwortungslosen Umgangs mit radioaktivem Abfall. Wie können wir zukünftige Generationen mit solchen gigantischen Problemen belasten?“ mahnt der 24-jährige Politikwissenschafts-Student.
Wie aber die Energie-Frage gelöst werden könne, inklusive Klimaschutz und Atomausstieg, zeige eine Greenpeace/Eutech-Studie aus dem Jahr 2007, genannt Plan B. Allen Bundestagsfraktionen wurde dieses Konzept im letzten Jahr vorgestellt. Zur Umsetzung fehle nur der Wille der Regierungsebene, so Hehlert.


Trier, 27. 9. 2008 – Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Trier verkünden eine gute Nachricht: Milch der Marke Landliebe wird zukünftig mit dem neuen Siegel „ohne Gentechnik“ gekennzeichnet sein. Campina stellt als erste große Molkerei ihre Premiummarke auf Tierfütterung ohne Gen-Pflanzen um. Das Unternehmen reagiert damit auf die Forderung von Greenpeace, auf den Einsatz von Gentechnik für Lebensmittel zu verzichten. Landliebe-Milch wird ab Oktober als gentechnikfrei gekennzeichnet, darauf sollen Joghurts und Desserts folgen. Greenpeace fordert die deutsche Milchindustrie auf, Gen-Pflanzen aus der gesamten Produktion zu verbannen.
„Wir freuen uns, dass Campina nun zum Vorreiter für gentechnikfreie Milch wird“, sagt Alexander Hissting, Landwirtschafts-Experte von Greenpeace. „Die meisten Verbraucher wollen keine „Gen-Milch“. Nun können sie neben Biomilch auch Landliebe-Milch trinken. In den anderen Molkereizentralen sollten jetzt allerdings die Alarmglocken läuten.“
Noch immer werden viele Kühe in Deutschland mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert und produzieren „Gen-Milch“. Müller Milch, Humana Milchunion und Hochwald sind die großen „Gen-Milch“-Produzenten. Selbst sogenannte „Qualitätsmilch“-Hersteller wie Weihenstephan, Bärenmarke oder regionale Molkereien wie Breisgaumilch oder Allgäuland wollen nicht zusichern, dass ihre Kühe ohne Gen-Pflanzen gefüttert werden.
Greenpeace hat 2006 nachwiesen, dass Landliebe-Bauern importierte Gen-Pflanzen als Kuhfutter eingesetzt haben. Daraufhin informierten Greenpeace-Aktivisten bundesweit in Supermärkten über „Gen-Milch“ von Landliebe. Tausende Verbraucher haben die Greenpeace-Forderungen mit Protestbriefen-, Postkarten und Emails an Campina unterstützt.
Zusätzlich zur „ohne Gentechnik“ Fütterung will Campina die Landliebe-Produkte nun ausschließlich mit europäischem Tierfutter erzeugen. Die Verwendung von Soja will die niederländische Firma mit deutschem Sitz in Heilbronn generell ausschließen. Der Soja- Anbau in Südamerika ist eine der Hauptursachen für die alarmierende Urwaldzerstörung. Durch die regionale Fütterung für die Marke Landliebe kann nun jährlich auf den Anbau von etwa 9.200 Tonnen Sojabohnen verzichtet werden. Dies entspricht einer Anbaufläche der Größe von 4.600 Fußballfeldern.


Am Freitag, den 21.11.2008 nahmen Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Trier am Klimagipfel des Lokale Agenda 21 Trier e.V. ( www.la21-trier.de ) teil. Die Anwesenden wurden an einem Stand über den Wechsel auf Ökostrom informiert und konnten sich ihren individuellen Preisvergleich errechnen lassen.
RWE erhöht Preise zum Jahreswechsel - Greenpeace: Wechseln lohnt sich für Klima und Geldbeutel
TRIER, 26. November 2008 - Ab sofort spricht auch der Geldbeutel dafür, echten Ökostrom von Anbietern zu beziehen, die von der Initiative "Atomausstieg selber machen" empfohlen werden. Der Grund: Der Großkonzern RWE, dessen Strom vorwiegend aus Kohle-und Atomenergie stammt, erhöht zum Jahreswechsel die Preise in der Region Trier. Beim scheinbar umweltverträglichen "Pro Klima Strom 2011" werden die Kunden dann mit 21,9 ct pro kwh zur Kasse gebeten. Das sind bis zu zwei Cent mehr als bei Lichtblick, Naturstrom, EWS Schönau und Greenpeace energy. Zudem müssen die Kunden sich bei RWE für diesen Tarif für bis zu drei Jahre binden. Der Tarif besteht zum größten Teil aus Atomenergie und trägt nicht zum Ausbau regenerativer Energien bei. Die Verträge mit den von „Atomausstieg selber machen“ empfohlenen Lieferanten sind hingegen jederzeit kündbar.
"Es ist sehr erfreulich, dass echter Ökostrom günstiger ist als das vermeintlich klimafreundliche Atomstromangebot von RWE", kommentiert Tatjana Schneckenburger, Energie-Expertin der Greenpeace-Gruppe Trier. "Aufgrund der hohen Risiken und der ungeklärten Atommüllendlagerung darf Atomstrom keine Alternative sein. Wer wirklich zur Energiewende beitragen und den Klimaschutz vorantreiben will, sollte daher zu echtem Ökostrom wechseln. Umweltverbände empfehlen Lichtblick, EWS Schönau, Greenpeace energy und Naturstrom,“ erklärt die Umweltwissenschaftlerin.
Greenpeace fordert schon seit langem, dass Verbraucher zu einem der vier Ökostromlieferanten umsteigen sollen. "Auch der S-Komfort-Tarif der Stadtwerke ist je nach Verbrauch ebenfalls erheblich teurer als z.B. Naturstrom. Zudem ist der S-Komfort-Tarif auch eine Mogelpackung: Es darf nicht vergessen werden, dass die SWT 13 Millionen Euro in ein Kohlekraftwerk von RWE investieren!"
Um den Wechsel zu vollziehen, brauchen umweltschutzinteressierte Menschen nur den Neuauftrag an einen der Ökostromlieferanten zu erteilen. Dieser kündigt dann dem bisherigen Anbieter und stellt den Kunden zum nächstmöglichen Termin nahtlos um. Informationen dazu können bei den Ökostromanbietern selbst oder bei Greenpeace in Trier unter 0651/14577818 erfragt werden. Außerdem findet sich eine Übersicht unter www.atomausstieg-selber-machen.de . Einen individuellen Preisvergleich können sich Verbraucher auch rund um die Uhr unter www.greenpeace.de/trier errechnen, indem sie den Preisrechner aufrufen und ihren Jahresverbrauch und bisherigen Tarif eingeben.


Trier, 18.12.2008: Vor genau einem Jahr hat der Stadtrat für eine Beteiligung der Stadtwerke Trier an einem Kohlekraftwerk gestimmt. Heute morgen hat die Greenpeace Gruppe Trier den Stadtwerken Trier (SWT) deshalb ein besonderes Weihnachtsgeschenk gemacht: Die Gruppe setzte ein 3 mal 3 Meter großes CO2-Symbol vor dem SWT-Verwatungsgebäude in Flammen. Auf einem Banner steht: “Keine neuen Kohlekraftwerke! Klimaschutz geht anders!”. Zudem errichteten die Aktivisten einen Berg aus Kohlenstoffdioxid (CO2)-Säcken vor dem Eingang des Gebäudes. Das Volumen (rund 4000 L) der Säcke entspricht dem Volumen an CO2 , das Trier ab 2012 allein durch seinen Kohlestrom alle 4 Sekunden ausstoßen wird.
“Am gefährlichsten ist der Müll, den man nicht sieht!” erklärt Philipp Jakobs, Pressesprecher der Greenpeace-Gruppe Trier. “CO2 ist absolut klimaschädlich! Wir verdeutlichen mit unserem Geschenk, wie viel CO2 bei der Kohleverstromung entsteht. Bald bekommt Trier 10% des Stroms aus einem neuen Kohlekraftwerk. Die Beteiligung ist nicht nur ein ökologisches Desaster, sondern kann auch finanziell gesehen für die Trierer zum Millionengrab werden!” fügt der Umweltaktivist hinzu.
Vor genau einem Jahr hat der Stadtrat entschieden, dass die SWT sich an einem neuen Kohlekraftwerk der RWE beteiligen dürfen. Das Kohlekraftwerk wird gerade in Hamm (Nordrhein-Westfalen) gebaut und wird spätestens 2012 ans Netz gehen. Ab dann wird auch Trier von dort Kohlestrom beziehen und damit jede Sekunde etwa 1000 Liter CO2 produzieren.Viele Trierer BürgerInnen haben sich im Vorfeld gegen diesen Plan gewehrt: Innerhalb weniger Monate haben 2400 TrierInnen den Einwohnerantrag 'Kein neues Kohlekraftwerk für Trier' unterschrieben.
Alternativen liegen auf der Hand: Zahlreiche Studien belegen, dass die Stromversorgung in Deutschland durch Effizienzsteigerung und erneuerbare Energien möglich ist: Zum Beispiel der im Internet erhältliche 'Plan B' von EuTech. Eine Studie, die im Auftrag von Greenpeace erstellt wurde. Auch für Trier wurde von der Planungsgemeinschaft 2001 ein Konzept erstellt, das untersucht, wie die Region Trier mit 100% erneuerbaren Energien versorgt werden kann. Dass die SWT auch anders können, zeigt sich bei der Photovoltaikanlage in Föhren. Warum wurde zuvor in das Kohlekraftwek investiert?
Das Kohlekraftwerk wird jährlich mehr als 9 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen. Das entspricht etwa dem Ausstoß Jamaikas. Preisstabilität ist ebenfalls nicht sichergestellt, auch wenn genau damit für das Vorhaben geworben wurde. Kohle auf dem Weltmarkt wird teurer werden. Zusätzlich müssen Energieerzeuger Emmissionszertifikate bald selbst bezahlen. Die Kosten übernimmt letztlich der Endverbraucher. Bis zu 25 weitere Kohlekraftwerke sind in Deutschland geplant. Diese werden den Ausstoß von Treibhausgasen erhöhen und die Energiewende für weitere 40 Jahre blockieren. Es ist absurd, dass die Politik dies einerseits zulässt und andererseits von Klimachutz spricht.
Im Zuge des Klimawandels ist die Kernkraft zur Stromerzeugung wieder ins Rampenlicht gerückt. “Atomenergie ist keine Lösung!” ergänzt Alexander Schmidt, Experte für Atomenergie der Greenpeace Gruppe Trier. “Hochradioaktiver Atommüll strahlt noch 1 Million Jahre. Es gibt keine Möglichkeit, das Material sicher zu lagern. Hinzu kommt das Risiko eines Unfalls wie er 1986 in Tschernobyl passiert ist.” Dieser Fakten zum Trotz baut RWE nicht nur Kohlekraftwerke sondern möchte sich aktuell auch ein Atomkraftwerk in Belene in einem Erdbebengebiet in Bulgarien fertigstellen. Der neue RWE Tarif “ProKlima Strom 2011” besteht zu 68% aus Atomkraft. “Es ist daher dringend davon abzuraten, diesen Tarif zu nutzen.” erklärt Schmidt. Hinzu kommt, dass er teurer ist als die meisten Ökostromangebote (die Greenpeace-Gruppe Trier informierte im November).