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ESSO: Klimakiller Nummer EINS

Greenpeace-Gruppe Saar lässt Tiger gegen Firmenpolitik von Esso protestieren

Völklingen, 21. 06. 2002 - "200.000.000.000 Euro Umsatz auf Kosten des Klimas! Ich kündige", lautet die Aufschrift auf einem Schild, dass der Esso-Tiger heute trägt. Unterstützt von Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Saar demonstriert die Symbolfigur des Ölkonzerns ab 15:30 Uhr vor dem Gelände der Esso-Tankstelle in Völklingen gegen die Geschäftspraktiken des Konzerns. Auf weiteren Schildern ist zu lesen "ESSO wir sind von gestern". Mit der Aktion geben die Umweltschützer den Passanten und Kunden die Möglichkeit, sich über das wahre Gesicht des Ölmultis zu informieren und durch ihre Unterschrift können sie den Konzern aufzufordern, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen.

"Es ist Zeit, das Geschäftsgebaren von Esso öffentlich zu machen! Nicht nur,
dass Esso den Zusammenhang zwischen der Verbrennung fossiler Energieträger
und dem sich immer deutlicher abzeichnenden Klimawandel leugnet, Esso nutzt
auch seinen Einfluss auf die US-Regierung um sämtliche Bemühungen zum
Klimaschutz zu sabotieren," sagt Conny Gölles, Aktivistin der
Greenpeace-Gruppe Saar. Esso zerstört weltweit die Natur: Die Suche nach und
die geplante Förderung von Erdöl vor der russischen Insel Sakhalin bedroht
die letzten 100 Grauwale in dieser Region. Durch den Bau einer Ölpipeline in
den afrikanischen Ländern Tschad und Kamerun wird massiv in den Lebensraum
der einheimischen Bevölkerung eingegriffen. Außerdem investiert der
Ölkonzern so gut wie kein Geld in die Entwicklung von regenerativen
Energien. "Es muss Schluss sein mit dem rücksichtslosen Raubbau an unseren
Ressourcen, Esso darf nicht länger unsere Erde verheizen", fordert deswegen
Gölles.

Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie schlägt Strategien vor, wie Ölkonzerne ihre Investitionen stufenweise in erneuerbare Energien umlenken können, z.B. in Wind-, Solar- und Biomassenverbrennungsanlagen. Zu einem solchem Handeln verpflichtet nicht nur die ökologische und soziale Verantwortung der Konzerne für ihr Produkt, sondern auch zukunftsorientierte unternehmerische Vorausschau: Fossile Energieträger sind endlich und je schneller sich ein Konzern neue Geschäftsfelder erschließt, umso besser. Durch die Endlichkeit der fossilen Energieträger wird der Umstieg auf regenerative Energien zu einer logischen Konsequenz.

Greenpeace fordert Esso auf, Verantwortung für sein Produkt zu übernehmen und zwar von der Förderung bis zum Verbrauch! Der Konzern darf die internationalen Bemühungen zum Schutz des Klimas nicht weiter sabotieren. Investitionen in erneuerbare Energien sind mehr als überfällig.


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