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Tschernobyl-Ausstellung in der Christus- und Garnisonkirche anläßlich des 21. Jahrestages der Reaktorkatastrophe 


Die heute 16-jährige Anja Pesenko erkrankte als kleines Kind an Krebs. Trotz einer gelungenen Operation wurde sie nicht mehr gesund. Wahrscheinlich wird sie ihr Bett nie mehr verlassen können. Ihr Vater stammt aus einem Dorf, das durch den Super-GAU stark radioaktiv verseucht wurde.

Am 26. April jährt sich zum 21. Mal der Super-Gau im ukrainischen Atomkraftwerk Tschernobyl. An jenem Tag explodierte einer der Reaktoren und setzte eine gewaltige radioaktive Wolke frei. Unter den Folgen leiden die Menschen noch heute. Kaum jemandem sind diese Menschen namentlich bekannt. Selbst auf den Kranken-akten sind sie nur mit anonymen Nummern registriert: So ist Zertifikat Nr. 000358 die Nummer für das Leiden von Anja Pesenko. Der niederländische Fotograf Robert Knoth hat eine Fotoreportage zusammen-gestellt, die in einer bewegenden Bild-sprache vier unterschiedliche Regionen der ehemaligen Sowjetunion beleuchtet, in denen die Atomenergie ihre Spuren an Mensch und Land hinterlassen hat (Semipalatinsk,Tschernobyl, Majak, Sewersk/Tomsk-7). Seine Bilder sprechen die Gesundheitssituation, aber auch soziale und ökonomische Folgen, sowie das alltägliche Leben mit der Radioaktivität an.

Aufgenommen am: 15.06.2005 Copyright: © Robert Knoth / Greenpeace.