Zum Hintergrund der Aktion ist einiges zu sagen: Exxon Mobil, in Deutschland ESSO, ist der weltweit größte Ölkonzern und ein Global Player sondergleichen, der sich durch ethische und ökologischen Gewissenlosigkeit auszeichnet. Im Gegensatz zu anderen Öl-Multis wie Shell und BP weigert er sich strikt in zukunftsweisende regenerative, d.h. insbesondere klimaschonende Energien zu investieren, ja er geht soweit, öffentlich den Zusammenhang zwischen CO2-Ausstoß und einer globalen Klimaveränderung zu leugnen. Damit stellt er sich gegen die Erkenntnisse der weltweiten Klimaforschung, die vor einer fortgesetzten CO2-Emission, wie sie heute geschieht, eindringlich warnen.
Es gibt Indizien, die darauf hinweisen, dass Exxon, ein großer finanzieller Förderer des Wahlkampf von George W. Bush, darauf maßgeblichen Einfluß auf die US-Regierung genommen hat, dass das Kyoto-Protokoll von den USA nicht unterzeichnet wurde. Weiterhin existieren Hinweise, dass Exxon bewirkt hat, dass der Leiter des die UN beratenden Umweltinstituts Dr. Robert Watson von der Regierung abgesetzt wurde. Watson war lange Leiter des Instituts und insbesondere einer derjenigen, der wiederholt auf die Klima-Frage aufmerksam gemacht hat.
Neben dem prekären Klima-Problem, dem Exxon ausweicht, macht der Konzern durch weitere Taten auf sich aufmerksam: Exxon plant z.Zt. eine Öl-Pipeline in Kamerun, die offenbar rücksichtslos durch ein Urwald-Schutzgebiet und durch eine Region geht, die von Ureinwohnern bewohnt wird und deren Umsiedelung dann wohl unausweichlich sein würde. Hier tritt der Global Player aus dem Norden wie mit Kolonialmethoden vergangener Zeiten auf.
Doch diese Vorgehensweisen scheinen unsere Regierungen bisher zu wenig zu rühren, um ihnen Einhalt zu gebieten. Deshalb wird Greenpeace auf den Plan treten!
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