04.06.03: Bong macht mit!

Greenpeace-Protest gegen Urwaldzerstörung geht weiter

Wuppertal, 6.6.2003. Heute Morgen ab 6.00 Uhr demonstriert eine Gruppe von Wuppertaler Greenpeace-Aktivisten vor dem Werkstor der Firma Bong in Sonnborn. Mit Megaphon, Sirene und Flugblättern empfangen die Umweltschützer die Beschäftigten. Auf Transparenten fordern sie ein Ende der Urwaldzerstörung. Denn: Bong stellt u. a. Briefumschläge aus Papier her, das die Firma von der finnischen Stora Enso bezieht. Mit der Aktion informiert Greenpeace die Mitarbeiter von Bong darüber, dass für dieses Papier ökologisch wertvolle Urwälder im Norden Finnlands zerstört werden.

Stora Enso ist Großkunde des staatseigenen finnischen Forstbetriebes Metsähallitus, der die ökologisch wertvollen Urwälder im Norden Finnlands abholzt. Stora Enso und andere Konzerne verarbeiten das Urwaldholz zu Papier und Zellstoff für den deutschen Markt. Mit einem Anteil von 41 Prozent der Zellstoffexporte und 20 Prozent der Papierexporte ist Deutschland der weltweit wichtigste Abnehmer finnischer Konzerne.

Greenpeace fordert von der Firma Bong, so lange kein Papier von Stora Enso mehr zu beziehen, wie Stora Enso Holz aus Urwäldern verarbeitet. "Wenn Firmen wie Bong Papier von Stora Enso verarbeiten und handeln, tragen sie Mitverantwortung für die Abholzung der letzten finnischen Urwälder.", so Georg Weber, Urwald-Zuständiger von der Greenpeace-Gruppe Wuppertal. "Bong muss sich dieser Verantwortung stellen und Konsequenzen ziehen."

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