05.03.03: Gastspiel in Remscheid

Greenpeace Wuppertal informiert in der Remscheider Innenstadt

Am Samstag, dem 08.03.2003, wird die Wuppertaler Greenpeace-Gruppe in der Fußgängerzone vor dem Alleecenter von 10:30 bis 14:00 Uhr eine Info-Aktion zum Thema "Dieselruß" machen. Die Wuppertaler Gruppe ist damit seit langem wieder einmal in ihrer Nachbarstadt präsent, um BürgerInnen auch dort für Umweltfragen zu sensibilisieren und darüber mit diesen ins Gespräch zu kommen.

Es wird um "Dieselruß" gehen, ein Thema, das insbesondere Städter direkt betrifft und für das infolge der deutschlandweiten Greenpeace-Kampagne zur Zeit ein wachsendes öffentliches Interesse entsteht. Dieselruß ist das Produkt von Dieselfahrzeugen, die ohne einen Filter ausgestattet sind. Die Emissionen dieser Fahrzeuge enthalten feinste Mikropartikel an Ruß, die aufgrund ihrer Größe bis in die kleinsten Verästelungen der Lunge eindringen können und u. a. kanzerogen wirken. Die geschätzte Zahl an solchem "Dieselkrebs" Erkrankter übertrifft einigen Studien zufolge die Zahl der Opfer von Autounfällen. Doch die Mikropartikel können insbesondere bei Kindern auch andere Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale oder auch Allergien auslösen. Deshalb fordert Greenpeace Rußfilter für alle Dieselfahrzeuge.

Auf diese zuletzt genannte Gruppe von Gefährdeten - die Kinder - wird Greenpeace besonders aufmerksam machen. "Ein Kinderwagen, der ja nur knapp über der Höhe von Auspuffen liegt, mit einer Puppe, die eine Gasmaske trägt, wird auf eine skurrile Weise zeigen, dass schnelles Handeln seitens der Verantwortlichen angesagt ist", so F. Merten, Leiter der Wuppertaler Greenpeace-Gruppe. "Rußfilter, wie sie Peugeot und Citroen bereits eingeführt haben, gehören in jedes Dieselauto!"

Es sei zuletzt bemerkt, dass sich das Bundesumweltministerium inzwischen dieses Themas angenommen hat und - so bleibt zu hoffen - ein entsprechendes Gesetz für die Einführung von Rußfiltern vorlegen wird.

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