05.06.03: Demo durchs Tal

200 Greenpeace-Jugendliche demonstrieren gegen den Ölgiganten Esso

Wuppertal, 08. 06. 2003. Jugendgruppen der Umweltschutzorganisation Greenpeace aus ganz Deutschland demonstrieren am Sonntag, dem 08. Juni 2003, in Wuppertal gegen die zerstörerische Konzernpolitik des Ölgiganten ExxonMobil (in Deutschland bekannt unter dem Namen Esso) und für den Ausbau von regenerativen Energien. Die etwa 200 Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren beginnen ihren Protestzug um 11:00 an der Christian-Morgenstern-Schule in Unterbarmen, ziehen weiter über die Friedrich-Engels-Allee und enden mit einer Kundgebung am Bismarkturm auf den Hardtanlagen.

"Als Jugendlicher will ich es nicht stumm dulden, dass unsere Zukunft durch die rücksichtlose Politik eines Konzerns zerstört wird. Deswegen protestieren wir gegen Esso und für eine Zukunft mit den erneuerbaren Energien." erläutert Johannes Luczak, 18 Jahre, aus der Aachener Jugendgruppe, der mit an der Organisation der Demo beteiligt war.

An der Spitze des Demonstrationszugs gehen als Politiker verkleidete Jugendliche, die sich eine Erdkugel zuwerfen und eine schwarze Spur Öl hinter sich lassen. Denn: Exxon war für den Untergang des Öltankers ExxonValdez 1989 verantwortlich und weigert sich bis jetzt, die volle Entschädigung für die Ölkatastrophe zu übernehmen.

Eine große Erdkugel mit einem Thermometer soll auf der Demonstration die akute Bedrohung der Erde durch die Klimaerwärmung symbolisieren. Exxon steckt Millionen von Dollar in eine Kampagne, die den wissenschaftlichen Befund der Klimaerwärmung schlichtweg leugnet. Der Konzern wendet sich auch gegen das Kyoto-Protokoll, das den Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen reduzieren soll. Exxon konnte sogar die US-Regierung von dem unverantwortlichen Vorhaben überzeugen, aus dieser Vereinbarung auszusteigen. Und: Exxon fördert mit keinem Cent den Ausbau der regenerativen Energien - als einziger der großen Ölkonzerne.

Im Demonstrationszug folgt dann ein Sarg mit dem Esso-Tiger, der gestorben ist, weil die von Exxon verursachten Umweltzerstörungen seinen Lebensraum vernichtet haben. Nicht zuletzt arbeitet Exxon mit Diktaturen zusammen, verletzt dadurch Menschenrechte und unterstützt Bürgerkriege wie im afrikanischen Angola.

Am Ende des Demonstrationszuges stehen Darstellungen für die regenerativen Energien Wasser, Wind und Sonne. Den Jugendlichen liegen diese erneuerbaren Energien sehr am Herzen, denn nur so ist der Klimakollaps in den kommenden Jahren noch zu verhindern.

"Esso muss Verantwortung übernehmen!", so Johannes Luczak.

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