Wuppertal, 06.03.2004 - Im Zuge eines Wuppertaler Papier-Projekts sind Mitglieder der Wuppertaler Greenpeace-Gruppe an diesem Samstag ab 10 Uhr vor Schreibwaren- und Kopierläden im Tal. Sie werben dort für Recyclingpapier und informieren Kunden und Passanten über die Gefährdung der Urwälder durch weißes Frischfaserpapier. Kunden sollen zu ihrem Umgang mit Papier Stellung nehmen. Die Aktivisten werden diese Äußerungen ins Bürgerradio und auf ihre Website bringen.
"Wir wollen den Kunden der Copy-Shops eine wichtige Botschaft mit auf den Weg geben: Die Verwendung von Recyclingpapier schützt die Urwälder!", so Ulrike Krahe, Leiterin der Aktion. "Ganz besonders Recyclingpapier, das den blauen Engel als Siegel trägt, ist hier zu empfehlen." Der blaue Engel ist ein Siegel, das die Umweltverträglichkeit und Güte von Recyclingpapier garantiert und das das Umweltbundesamt vergibt. Einige Umweltschützer begleiten, als blaue Engel verkleidet, die Infoaktion.
Ziel des Papier-Projekts der Wuppertaler Gruppe ist es, Recyclingpapier auch in Wuppertal wieder "salonfähig" zu machen. Das Projekt beginnt zuallererst mit Aufklärungsarbeit zu diesem Thema. Die Gruppe will den Absatz von Recyclingpapier im Tal steigern. Kunden sollen z.B. endlich die Möglichkeit haben, überall umweltverträglich zu kopieren und einzukaufen.
Das Papier-Projekt geht über einige Monate, und die Gruppe wird dabei z.B. mit ausgesuchten Kopierläden intensiv zusammenarbeiten und direkt vor Ort Kunden über Recyclingpapier informieren. Die Verbraucher haben dann in diesen Läden die Möglichkeit, auf recyceltem Papier zu kopieren und sich von seiner Qualität zu überzeugen.
"Noch vielen Menschen ist der Zusammenhang zwischen Papier und der Zerstörung von Urwäldern nicht bewusst; sie verbrauchen Frischfaserpapier, ohne sich darüber Gedanken zu machen; viele Menschen sammeln zwar Altpapier, benutzen aber kein Recyclingpapier.", so noch einmal Ulrike Krahe. "Dabei wird jeder fünfte Baum für Papier gefällt auch Urwaldbäume. Bedroht durch den Konsum in Deutschland sind vor allem die letzten Urwälder Finnlands."
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