Protest mit schlagenden Argumenten

Wuppertaler Greenpeacer setzen ihr Papier-Projekt fort

Wuppertal, 08. 05. 2004 – Wuppertaler Greenpeacer protestieren am heutigen Samstag ab 12:00 Uhr vor Copy-Shops für mehr Recyclingpapier. Vor den Geschäften Illert, Bruch, Digitalprint, Haarhaus und Staples (alle in der Elberfelder Innenstadt) machen Aktivisten Recyclingpapier zu einem Thema. Mit Bannern und als Blaue Umweltengel verkleidet stellen sie sich den Geschäftsführungen und Passanten, um damit nachhaltig Druck auf diese Geschäfte auszuüben. In ihrem Gepäck haben sie neben Infomaterial mehr als 600 einschlägige Argumente: gesammelte Unterschriften von Bürgern für mehr Recyclingpapier.

„Die meisten Wuppertaler Kopierläden leben weiterhin hinter dem Mond; dort gibt es kaum die Möglichkeit, auf urwaldfreundlichem Recyclingpapier zu kopieren.“, so Ulrike Krahe, eine Aktivistin. „In zwei Copy-Shops konnten wir schon im Zuge unseres Papier-Projektes Erfolge erreichen; dort kann man zurzeit urwaldfreundlich kopieren. Bei den übrigen Geschäften stießen wir bisher auf starken Widerstand.“

Dass viele Menschen Recyclingpapier sehr aufgeschlossen gegenüberstehen, das zeigen der Gruppe mehr als 600 Unterschriften, die sie innerhalb weniger Wochen für ihr Projekt sammeln konnte. Viele Menschen sind insbesondere dann bereit, über Altpapier nachzudenken, wenn sie über die Umweltfolgen von Frischfaserpapier aufgeklärt werden: Denn frische Holzfasern stammen bei uns in Deutschland anteilig aus den letzten finnischen Urwäldern; jeder fünfte Baum, der dort gefällt wird, fällt für unser Papier.

Es zeigte sich ebenfalls bei dieser Unterschriftensammlung, dass die Argumente gegen Recyclingpapier, die dabei geäußert wurden, leicht auszuräumen sind: Der Mythos, Altpapier schade Druckern bzw. Kopiergeräten, ist eben ein Mythos. Denn die einschlägige DIN-Norm, die fast alle Altpapiersorten tragen, garantiert eine volle Tauglichkeit für alle Geräte. Insbesondere Papier mit dem Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ genügt diesen Kriterien. Als der eigentliche Grund für das mangelnde Angebot an recyceltem Papier in den Geschäften erscheinen den Greenpeacern nur deren Einkaufsgewohnheiten.

„Mit unseren, hoffentlich schlagenden Argumenten werden wir die Geschäfte weiterhin an¬gehen.“, so noch einmal Ulrike Krahe. „Das Papier-Projekt geht weiter – für den Schutz der letzten Urwälder.“

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