Wuppertal, 12. 12. 2003. Wie man Holzprodukte ökologisch und urwaldfreundlich kaufen kann, das zeigt der „Holzführer“ von Greenpeace Deutschland nun noch mehr Betrieben in Wuppertal. Denn die Greenpeace-Gruppe Wuppertal setzt ihre Verteilaktion in diesen Tagen fort: Weitere 271 Betriebe erhalten den Holzführer von ihnen per Post.
„Einen Beitrag zum Schutz der Urwälder kann mit Hilfe des Holzführers jeder leisten.“, so Ulrike Krahe von Greenpeace Wuppertal. „Ganz besonders können dies alle Betriebe, die mit dem wertvollen Rohstoff Holz direkt arbeiten.“ Waren es im September Architekten und Schreiner, so schickt Greenpeace Wuppertal den Holzführer nun an weitere Branchen:
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An Betriebe für • Holz und Holzwaren, • Baustoffe, • Bilder und rahmen, • Fenster, • Fußbodenbeläge, |
sowie an • Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus, • Gartenbaubetriebe, • Dachdecker und Dachdeckerbedarf, • und Bildhauer. |
Der Holzführer stuft alle bekannten Holzsorten in die Kategorien akzeptabel, kritisch und katastrophal ein und gibt weitere detaillierte Auskünfte zu diesen Sorten.
Die Informationsbroschüre von Greenpeace ist in den vergangenen Wochen zwar in die Kritik geraten, doch dies geschah zu Unrecht: Sorgfältig recherchiert, spiegelt der Holzführer Realitäten wider. Denn auch sehr verbreitete Holzsorten wie etwa die Fichte stammen zu einem bestimmbaren Anteil aus Urwäldern hier aus den letzten Urwäldern Europas. Zudem spielt bei den Kriterien der Bewertung der verschiedenen Sorten ein weiterer Aspekt mit hinein: Monokulturen. Diese sind ökologisch bedenklich und eben auch Herkunftsort vieler gewöhnlicher Holzsorten.
Die Alternative, die Greenpeace aufzeigt, ist das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council). Als einziges internationales Siegel steht es für naturnahe Waldnutzung mit klaren Kriterien.
„Der Holzführer stuft auch oft verwendete Holzsorten z. T. als kritisch ein. Denn die letzten Urwälder Europas und Kanadas bluten durch falsches Einkaufs- und Konsumverhalten auch vieler Deutscher. Es muss eine Konsequenz daraus gezogen werden: die Umstellung auf eine ökologische Waldnutzung nach FSC-Kriterien. Dafür steht Greenpeace.“, so Ulrike Krahe.
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