14.02.04: Vielfalt braucht Schutz!

Greenpeace Wuppertal zum CBD-Gipfel in der Innenstadt

Wuppertal, 14. 02. 2004 - An diesem Samstag bietet Greenpeace Wuppertal eine wahre Vielfalt auf, um den weltweiten Protest zur CBD-Konferenz in Malaysia auch im Tal lebendig zu machen: Aktivisten der Gruppe und der Greenpeace-Jugendlichen informieren die Bürger am Kerstenplatz in Elberfeld und fordern den Schutz der Artenvielfalt. An dem Protest können die Passanten durch ihre Stimme teilhaben.

CBD heißt Convention on Biological Diversity. Der CBD-Gipfel ist die regelmäßige UN-Konferenz zum Schutz der Artenvielfalt, an dem hochrangige Regierungsvertreter teilnehmen. Er findet in diesem Jahr vom 9. bis 20.02 in Malaysia statt. Themen sind - wie bei jeder CBD - u.a. der Schutz der Meere und der Urwälder. Da in diesen Bereichen stets Blockierer-Staaten mit ins Feld ziehen, die wirtschaftliche Belange vor den Schutz der ökologischen Grundlagen stellen, mischt sich Greenpeace mit seinen Protestaktionen weltweit in den Prozess ein.

Denn Leben in Meeren wie in Urwäldern ist bedroht: Die Meere sind einer industriellen Fischerei ausgesetzt, die Fischarten systematisch dezimiert; sie sind zur Müllkippe der Industriegesellschaft geworden, wenn toxische Stoffe dort verklappt werden, und sie verlieren die größten Säugetiere, die die Erde beherbergt: die Wale.

Die Situation der Urwälder ist fast noch bedrohlicher: Es existieren von ihnen nur noch etwa 20%, und jede zweite Sekunde fällt eine Fläche von einem Fußballfeld den Kettensägen zum Opfer. Schutzgebiete in Meeren und Urwäldern sind also mehr als geboten.

„Wir wollen auch den Menschen hier in Wuppertal ein alltagsfernes Thema lebendig machen: Artenvielfalt ist mehr als ein Wort.“, so Petra Daniels von Greenpeace Wuppertal. „Tiere und Pflanze brauchen jetzt das Handeln der Menschen, genauso wie die Menschen ihre lebenspendende Grundlage brauchen. Diese Gegenseitigkeit muss in unseren Köpfe aufs neue klar werden!“

Deshalb ein Zeichen für die Artenvielfalt in Wuppertal: Sieben Grabsteine für die gefährdeten, sieben letzten Urwaldgebiete der Erde; ein Netz quer über die Fußgängerzone mit gefangen Fischen. Und über allem wacht der Ent, das Baumwesen aus „Der Herr der Ringe“, als Stimme der ungehörten Natur.

>>Zurück >>Startseite Greenpeace Wuppertal