15.02.06: Videoprotest gegen Walfang

Greenpeace auf dem Barmer Rathausplatz

Wuppertal, 18.02.2006 - Die Greenpeace-Gruppe Wuppertal prangert mit Videopräsentationen japanischen Walfang an und zeigt aktuelle Aufnahmen aus der Antarktis. Die Vorführungen finden am Sa., den 18. Februar ab 10:30 Uhr auf dem Rathausvorplatz in Barmen statt.

Schon seit Weihnachten befinden sich die Greenpeace-Schiffe "Esperanza" und "Arctic Sunrise" im Walschutzgebiet im Südpolarmeer. Hier spürten die Umweltschützer die aus sechs Schiffen bestehende japanische Walfangflotte auf, die dort 935 Zwergwale und sogar zehn der extrem gefährdeten Finnwale erlegen will. Indem sich die Aktivisten mit ihren Schlauchbooten in die Schusslinie zwischen Harpune und Wal begeben, gelingt es immer wieder, den Tieren Zeit zur Flucht zu geben.

Die Greenpeace-Gruppe Wuppertal zeigt während einer bundesweiten Informationstour aktuelle Filmaufnahmen von der Jagd und den Greenpeace-Aktionen in den rauen Gewässern am Südpol. Damit soll die Öffentlichkeit Zeuge werden vom sinnlosen und brutalen Abschlachten der Wale. "Das Sterben der Wale ist furchtbar anzusehen. Doch es gibt auch Bilder der Hoffnung", erklärt Ulrich Brandl von Greenpeace Wuppertal. "Kleine Schlauchboote, die mit ihren Manövern den Fangbooten die Sicht nehmen und die Jagd unmöglich machen." Der Film beeindruckt außerdem mit Bildern, die die Schönheit der antarktischen Eislandschaft widerspiegeln. Er wird am den 18. Februar ab 10:30 Uhr auf dem Rathausvorplatz in Barmen präsentiert.

Greenpeace sammelt vor Ort auch Protestunterschriften gegen den japanischen Fischereikonzern Nissui. Die weltweit agierende Firma besitzt ein Drittel der Walfangflotte und ist somit an den blutigen Geschäften der japanischen Regierung beteiligt. Trotz andauernder internationaler Proteste missachtet Japan das seit 1986 gültige Walfangverbot auf Großwale. Die Gewässer rund um die Antarktis wurden 1994 zum Walschutzgebiet erklärt.

>>Zurück >>Startseite Greenpeace Wuppertal