Wuppertal, 19. 09. 2004 Über die wachsende Bedrohung von Nord- und Ostsee informiert die Greenpeace-Gruppe Wuppertal auf dem diesjährigen Zoo-Tag am Sonntag, dem 19.09. Begrüßt werden Interessierte von als Rochen, Robbe und Makrele verkleideten Aktivisten alle drei unter Überfischung und Meeresverschmutzung leidende Tierarten.
„Schutzgebiete für Nord- und Ostsee Erholung für die Meere“ lautet ihre Forderung, die von Besuchern durch Unterschriften und Foto-Aktion unterstützt werden kann. Für Kinder gibt es bei einem Malwettbewerb Bücher über Wale und Delfine zu gewinnen; die Großen erhalten über einen Einkaufsratgeber Informationen darüber, welche Fischarten aus ökologischer Sicht wenig bedenklich sind und welche besser nicht auf den Teller gehören.
Die Fischbestände in Nord- und Ostsee gehen dramatisch zurück, stellen die Umweltschützer fest. Von den riesigen Kabeljauschwärmen, die einst hier zu finden waren, ist nichts mehr zu sehen. Diesem Fischschwund begegnen viele Fischereibetriebe mit weiterer Hochrüstung ihrer Schiffe. Den riesigen Netzen zum Opfer fallen nicht nur Speisefische, sondern auch jede Menge so genannter Beifang, der tot oder schwer verletzt zurück ins Meer geworfen wird. Doch nicht nur Überfischung, sondern auch die Verschmutzung der Meere durch Öl, sowie Sand- und Kiesabbau haben die Meere in eine ökologische Krisensituation gebracht.
„Nord- und Ostsee haben eine Erholung dringend nötig. Diese kann nur durch großflächige Schutzgebiete insbesondere in den Kinderstuben bedrohter Meerestierarten gewährleistet werden.“ erklärt Ulrike Krahe, eine der Aktivisten. „Bis diese durchgesetzt sind, müssen Sofortverbote, etwa für zerstörerische Fischereimethoden, innerhalb einzelner Gebiete ausgesprochen werden.“
Damit auch der Verbraucher den Einkauf von Fischen, deren Bestandlage kritisch oder deren Fangmethoden die Umwelt schädigend sind, vermeiden kann, gibt es den Einkaufsführer „Fish and Facts“, auch im Internet unter www.greenpeace.de/meere zu finden.
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