24.05.04: Zweite Copyshop-Aktionswoche

Vor Ort setzen sich Wuppertaler Greenpeacer erneut für Recyclingpapier ein

Wuppertal, 24. 05. 2004 – In Zusammenarbeit mit dem Kopiercenter Günther Bruch in der Rathausgalerie geht die Wuppertaler Greenpeace-Gruppe zum zweiten Mal mit einer Aktionswoche an die Öffentlichkeit: Vom 24. bis 29. Mai bietet Greenpeace bei Günther Bruch den Kunden die Möglichkeit, zu einem Probierpreis dort auf recyceltem Papier zu kopieren und zu drucken. Dazu sind die ganze Woche Aktivisten im Geschäft, die Kunden darüber informieren und Argumente für Recyclingpapier geben. Ziel der Aktivität ist, die Nachfrage nach dem umweltfreundlichen Papier zu erhöhen und es längerfristig dort zu etablieren.

„Wir bieten in dem Kopiergeschäft den Kunden Recyclingpapier von hoher Qualität an.“, so Ulrike Krahe, eine Aktivistin. „Es hat einen Weißegrad von 80% sowie garantierte Eigenschaften für den Kopiergebrauch. Äußerlich ist es von Frischfaserpapier kaum zu unterscheiden, und der Blaue Umweltengel, den es trägt, zeichnet das Papier als umweltfreundlich und voll gerätetauglich aus.“

In den vergangenen Tagen haben die Greenpeacer bereits eine solche Aktionswoche gestaltet – bei Günther Bruch und Ausdrucksweise in Barmen. In beiden Geschäften konnten die Aktivisten und die Geschäftsführer ein durchweg positives Fazit ziehen: Viele Kunden waren gerne bereit, zugunsten der Umwelt auf Altpapier kopieren zu lassen, und wollen es auch weiterhin tun, sofern möglich. Zudem kann man in beiden Geschäften auch nach dieser Probierwoche weiter auf recyceltem Papier kopieren.

Von einigen anderen Wuppertaler Copyshops kam den Anfragen der Greenpeacer jedoch Unwissen und starker Widerstand entgegen: Bei Digital Print in der Luisenstraße verlegte man sich auf das längst widerlegte Argument, Recyclingpapier schade den Geräten. Zugleich wirbt dieses Geschäft aber damit, Kunden „jeden Wunsch“ zu erfüllen. Bei Haarhaus in der gleichen Straße lebt man offenbar noch weiter hinter dem Mond: Der dortige Kundenberater zögerte bei dem Wort „Recyclingpapier“, offenbar war es ihm nicht geläufig, und er konnte nur nach wiederholtem Nachhaken ein Schulheft aus Altpapier vorweisen.

„Mit unseren Aktionen haben wir nun bereits erste Erfolge erreicht.“, so nach einmal Ulrike Krahe. „Dennoch bleibt einiges zu tun, um Recyclingpapier in Wuppertal wieder salonfähig zu machen. Deshalb geht unser Papier-Projekt weiter.“

>>Zurück >>Startseite Greenpeace Wuppertal