Der Stromkonzern RWE plant ein neues Braunkohle-Kraftwerk in Neurath.
Greenpeace lehnt den Ausbau der Braunkohle-Verstromung ab und fordert
stattdessen den Ausbau von erneuerbaren Energien. Heute schon stoßen die
bestehenden Blöcke des Braunkohle-Kraftwerkes Neurath über 16 Millionen
Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr aus. Das von RWE neu geplante
"Braunkohle-Kraftwerk mit optimierter Anlagentechnik" (BoA) soll zwar mit
43 Prozent einen höheren Wirkungsgrad aufweisen als die alten
Braunkohle-Blöcke. Doch das neue Kraftwerk würde noch mindestens 14
Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid pro Jahr zusätzlich in die
Luft pusten. RWE hat heute schon mit dem Ausstoß von jährlich 168
Millionen Tonnen CO2 den zweifelhaften Ruf als größter Klimakiller
Europas.
Durch den enormen Ausstoß von Kohlendioxid steigt die globale
Durchschnittstemperatur an. Eine Folge davon ist, dass Klimaextreme - wie
die jüngste Überflutung in Bayern oder die verheerenden Hurricans in den
USA - häufiger und heftiger auftreten werden. Auch Hitzewellen, Dürren und
Stürme werden zunehmen. Die Klimaschutzziele der Bundesregierung sind mit
dem Neubau von Braunkohlekraftwerken nicht einzuhalten, da diese
Kraftwerke etwa 40 Jahre laufen und das Treibhausgas Kohlendioxid
ausstoßen. Neubauten von Braunkohle-Kraftwerken kann sich Deutschland
klimapolitisch nicht mehr leisten.
Ein neues Braunkohle-Kraftwerk schafft auch nur kurzfristig während der
Bauphase Arbeitsplätze. Wenn das Kraftwerk etwa 2010 ans Netz geht, will
RWE dort weniger Menschen beschäftigen als in den still zu legenden
Altanlagen. "Unter dem Strich baut RWE daher Arbeitsplätze ab. Erneuerbare
Energien würden dagegen ein Vielfaches an langfristigen Arbeitsplätzen
schaffen.", erklärt Greenpeace-Klima-Experte Karsten Smid.
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