Vorträge


... für Schulen, Gemeinden, Vereine, Gruppen, Firmen, Universitäten, Volkshochschulen, etc.

Wir werden oft gefragt, ob wir unsere Vorträge nicht auch mal z.B. in einer Pfarrgemeinde oder Schule halten können. Diese "Vorträge ausser Haus" sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, denn Information ist der erste Schritt zum Umweltschutz. Wir sind darum sehr froh, wenn wir zu Veranstaltungen eingeladen werden. Alternativ ist es natürlich möglich, auf Wunsch für eine Gruppe in unserem Büro einen Vortrag zu halten.

Wir halten unsere Vorträge kostenlos. Voraussetzung sind mindestens zehn Zuhörer und ein Raum, sowie 90 Minuten Zeit. (In einer einzelnen Schulstunde lohnt es sich erfahrungsgemäß kaum, ein Thema anzupacken, es sei denn, es wurde ausführliche "Vorarbeit" geleistet oder es wird eine Unterrichtsreihe ausgearbeitet.) Informationsmaterial und bei Bedarf einen Beamer, sowie natürlich einen Laptop bringen wir gerne mit. Für alle Vorträge ist eine Leinwand oder weiße Wand notwendig. Ggf. können wir eine kleine Leinwand mitbringen, wenn keine vorhanden sein sollte.

Das Thema des Vortrags wird vorher abgesprochen, wir bemühen uns, auch auf Sonderwünsche einzugehen, egal, ob sie das Thema, die Schwerpunkte, den Termin, die Dauer oder das Publikum (z.B. Kinder) betreffen, darum ist es wichtig, dass die Absprache möglichst frühzeitig stattfindet (am besten ca. zwei Monate vorher). Da wir alle nur ehrenamtlich tätig sind, können leider nicht immer alle Terminwünsche erfüllt werden.

Zu allen Vortrags-Themen (und auch zu manchen anderen - Nachfrage lohnt sich immer!) bieten wir auch kostenlos Infomaterial an. Wenn Sie nähere Informationen zu den einzelnen Themen im Vorfeld haben möchten, oder Fragen haben, melden Sie sich einfach bei uns (siehe unter "Kontakt" ).

Nun zu den aktuell möglichen Vorträgen im Einzelnen:


30 Jahre Greenpeace Wuppertal

Im Vortrag werden lokale Projekte und Erfolge der Wuppertaler Greenpeace-Gruppe über 30 Jahre Gruppengeschichte hinweg geschildert.

Als eine der ersten Greenpeace-Gruppen in Deutschland gründete sich die Wuppertaler Greenpeace-Gruppe 1981 nach einem Benefizkonzert zugunsten der Umweltschutzorganisation. Von anfänglichen Protesten zum Schutz der Meeresschildkröten, über Aktionen gegen den Bau der L 418 in den 90ern, bis zur Arbeit an aktuellen Themen wie Klimawandel, Gentechnik und Papier erstreckt sich der Vortrag. Der "Umweltschutz im Tal" spiegelt dabei auch allgemeine Strömungen - Wandel wie Kontinuität - in Umweltdebatte und Umweltbewegung wieder.

Im Anschluss an den durch zahlreiche Bilder von Aktionen untermalten Vortrag soll Gelegenheit zur Diskussion mit dem Publikum gegeben werden.

Mögliche Schwerpunkte:
Jugendarbeit, die Seniorengruppen von Greenpeace (Team50plus), einzelne Greenpeace-Themen

Klima auf der Kippe

Aufbau:

Mögliche Schwerpunkte:
Energie, Stromwechsel (siehe entsprechenden Vortrag), Verkehr, Wissenschaft/Physik des Treibhauseffekts/Klimas, Kipp-Elemente im Klimasystem, Entkräftung von Klima-Skeptiker-Argumenten, Urwaldschutz als Klimaschutz, Ausführliche Maßnahmen für jeden Einzelnen, Aktionen von Greenpeace Wuppertal zum Thema Klima

"Eine unbequeme Wahrheit" - Ein Film zum Thema Klima mit anschließender Diskussion

Mit seinem oscarprämierten Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" zeichnet der ehemalige amerikanische Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat Al Gore ein aktuelles und bedrohliches Bild der kommenden Klimakatastrophe. Wenn sich die globale Erwärmung weiter fortsetzt, müssen wir mit katastrophalen Konsequenzen rechnen. Der Meeresspiegel könnte mit dem Schwinden des Schelf-Eises in Grönland und in der Antarktis weltweit um mehrere Meter ansteigen. Küstenregionen auf der ganzen Welt würden dadurch vernichtet.

Den Film, der Millionen Kinogänger erschütterte, zeigt Greenpeace Wuppertal kostenlos auf Leinwand. Nach der Vorführung ist eine Diskussion zum Film und zum Thema Klima möglich.

Länge des Films: 95 Min.

Mögliche Schwerpunkte der Diskussion:
Siehe unseren Klima-Vortrag.

Atomenergie - Energie ohne Zukunft

Der Vortrag "Auf Gedeih und Verderb - kommt Zeit, kommt Unrat" setzt sich angesichts der Reaktorkatastrophe in Fukushima im März 2011 mit den Folgen der zivilen Nutzung der Risikotechnologie Atomkraft auseinander.

Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Produktionskette des Atomstroms vom Natururan über das AKW bis zum Atommülllager. Bei jedem Teil werden die physikalisch-technischen Grundlagen beschrieben und deren Gefährdungspotenzial an Beispielen aus aller Welt veranschaulicht. Die katastrophalen Folgen der Freisetzung von Radioaktivität werden besonders deutlich in den Staaten der ehemaligen UdSSR, wo nicht nur rund um Tschernobyl weite Landstriche kontaminiert sind. Anhand der aktuellen Ereignisse in Fukushima wird aufgezeigt, dass der Umgang mit der Atomenergie auch in Hochtechnologieländern bis heute mit einem hohen Risiko behaftet ist.

Im Folgenden wird dargestellt, wie sich Greenpeace seit den Anfängen gegen die Nutzung der Atomkraft einsetzt. Es waren die Proteste gegen Atomtests in der Südsee mit dem ersten Schiff unter Greenpeace-Flagge, die maßgeblich zur Entstehung der heute internationalen und themenübergreifenden Umweltorganisation beigetragen haben. Dass Greenpeace besonders auf lokaler Ebene auch in Wuppertal für einen bundesweiten Atomausstieg kämpft, illustrieren die zahlreichen Aktionen der Gruppe in den zurückliegenden Jahren.

Abschließend sind die Zuhörer/innen dazu aufgerufen, den "Atomausstieg selber zu machen". Hierzu wird das Konzept von Ökostrom kurz umrissen und auf die vier renommierten Anbieter von grünem Strom hingewiesen. Auch durch die Unterstützung lokaler Bürgerenergiegenossenschaften zum Bau von Photovoltaik-Anlagen wie "Bürgerstrom" für die bergische Region kann jeder ein Stück zur Energiewende beitragen.

Aufbau:

Mögliche Schwerpunkte:

Wechsel Strom!

Energiepolitik und Stromerzeugung sind wieder im Gespräch. Nachdem nun seit einiger Zeit für jeden die Möglichkeit besteht, den Stromproduzenten auszuwählen, ist die Qual der Wahl groß. Doch in dem Strommix der ehemaligen Monopolisten, der 4 großen Stromkonzerne, ist meist ein hoher Anteil an Atomstrom und klimaschädlich produziertem Kohlestrom enthalten.

Andererseits kann nun der persönliche Atomausstieg von jedem vollzogen werden. Doch auch bei sogenannten Ökostromtarifen gibt es qualitative Unterschiede.

Auf diese und weitere Fragen gibt der Kurz-Vortrag Antworten.

Mögliche Schwerpunkte:
Geschäftsmodelle für Ökostrom, Probleme der RECS-Zertifikate, Besonderheiten der empfehlenswerten Ökostromanbieter, Preisberechnungen für den Stromkunden

Erdöl - Schmiermittel der Zivilisation oder schwarze Pest?

Erdöl ist die energetische und stoffliche Basis der industrialisierten Gesellschaften: Nach dem derzeitigen Stand der Technik scheint ohne diesen "Lebenssaft" unsere Mobilität und intensive Landwirtschaft undenkbar zu sein. Verzichten müssten wir auch auf eine Vielzahl chemischer Produkte wie Medikamente, Kosmetika und die bunte Welt des Plastiks.

Zunächst skizziert der Vortrag die Entstehung des fossilen Rohstoffs und verdeutlicht anhand der Peak Oil-Theorie die Endlichkeit der Reserven und die Problematik der Machtkonzentration in den Händen einzelner Großkonzerne und Staaten. Anschließend werden die ökologischen Folgen des Ölkonsums am Beispiel von Brennpunkten wie dem Ölsandabbau in Kanada, dem Nigerdelta und der Havarie des Tankers Exxon Valdez in der Arktis aufgezeigt. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat der Welt mit drastischen Bildern vor Augen geführt, mit welchen massiven Folgen für die Umwelt die stetig steigende Nutzung des Rohstoffs Öl verbunden ist. Das Desaster verdeutlicht, dass der Mensch in seiner Gier nach Öl immer tiefer in unberührte und schützenswerte Regionen vordringt: Mit Tiefseebohrungen, die auch vor unserer Haustür in der Nordsee stattfinden, sind die Grenzen des technisch Machbaren überschritten.

Es ist entscheidend, dass jeder Einzelne ein Bewusstsein für die Energiekrise der Industriegesellschaften entwickelt und politisch aktiv wird. Doch das Umdenken beginnt vor Allem im alltäglichen Leben: Der Vortrag schließt mit einigen Tipps, wie man sparsamer mit der Ressource Öl umgehen kann.

Mögliche Schwerpunkte:
Entstehungsgeschichte und Chemie, wirtschaftliche Bedeutung / politische Bedeutung / Peak Oil, Tiefseebohrungen / Der Fall "Deepwater-Horizon", andere nicht-konventionelle Ölvorkommen, ökologische Folgen, Arbeit von Greenpeace zum Thema Öl, fossile Energie - erneuerbare Energie

Recyclingpapier - Schulen schließen den Kreislauf

Kein anderes Material ist in Schulen so präsent wie Papier, aber sowohl die Hefte als auch Kopien sind an fast allen Schulen strahlend weiß. Der Vortrag zeigt kurz und knapp die Zusammenhänge und die Bedeutung von Recyclingpapier und geht auf Vorurteile ein.

Der Vortrag richtet sich in erster Linie an Schulen und ist für den Einsatz in Schulgremien (Lehrer-, Schul-, Schulpflegschaftskonferenzen) gedacht. Die Referentin ist Grundschullehrerin.

Dauer des Kurz-Vortrags: ca. 10-15 Min.

Hintergrund Papier - sparen, recyclen, Wälder ökologisch nutzen

Papier ist ein Alltagsprodukt. Jeder nutzt es, jeder braucht es. Die deutsche Papierindustrie ist die viertgrößte der Welt. Unser Papier kommt aus der ganzen Welt. In diesem Vortrag werden die globalen Auswirkungen und Umweltprobleme dargestellt, aber auch Lösungen aufgezeigt.

Aufbau:

Dauer: ca. 45 Min.

Der tropische Regenwald - die grüne Lunge dieser Erde

Der tropische Regenwald ist eines der artenreichsten und zugleich bedrohtesten Ökosysteme unserer Erde. Der Vortrag informiert über die Einzigartigkeit und Schönheit dieses Waldtyps und warum es so wichtig ist, ihn zu schützen. Im Zentrum stehen dabei zum einen das Zusammenwirken von klimatischen, chemischen und biologischen Umweltfaktoren und die Frage, warum sich durch sie die heimischen Wälder so sehr von tropischen Wäldern unterscheiden. Zudem wird die Anpassung der Tierwelt in diesem Ökosystem und die Gründe der enorm großen Artenvielfalt erläutert. Darüber hinaus geht es um die Nutzung und Zerstörung der Regenwälder durch den Menschen und wie man ihn trotz der massiven Waldrodungen immer noch retten kann.

Aufbau:

Mögliche Schwerpunkte:
Ökologie des Regenwaldes

Fischerei - Leider bald ohne Fisch

Im Jahre 2006 verteilten Greenpeace-Kids aus Wuppertal und Umgebung die Fischhappen der Zukunft: Brot mit Majo und Gürkchen. Die Kids wollten damit auf eines der größten Probleme unserer Zeit aufmerksam machen, die radikale Ausbeutung unserer Meere. Diese Problematik greift der spannende Multimediavortrag "Fischerei - Leider bald ohne Fisch" neu auf.

Es wird gezeigt wie bedenkenlos unsere wertvollen Fischbestände überfischt werden und wie dies auch zur Bedrohung für andere Tierarten wird. Denn je weniger Fisch da ist, desto rücksichtsloser wird gefischt. Der Vortrag erklärt, welche Fischarten wir noch bedenkenlos essen können, wieviel Umweltschutz Fangquoten bieten und was Siegel wie "Delfin-Sicher" wirklich bedeuten.

Darüber hinaus wird gezeigt, wie jeder selbst zum Meeresschützer werden kann und wie wir erreichen können, dass Delfin und Hai, Meeresschildkröte und Thunfisch auch morgen noch durch unsere Weltmeere schwimmen.

Mögliche Schwerpunkte:
Thunfisch, Haie, Schleppnetze, Tiefsee

Gentechnik - vom Labor frisch auf den Tisch

Ginge es nach dem Willen der Gentechnik-Industrie, wären genmanipulierte Nahrungsmittel längst die Regel, und Gen-Pflanzen hätten sich unkontrolliert in der Natur ausgebreitet. Dabei häufen sich in den letzten Jahren die Beispiele dafür, dass die Gentechnik in der Landwirtschaft Gefahren für unsere Gesundheit und Umwelt mit sich bringt: Fremde Gene in Lebensmitteln können neue Giftstoffe und Allergien verursachen. Der Anbau von Gen-Pflanzen gefährdet die biologische Vielfalt und führt zu einem vermehrten Pestizideinsatz.

Zu Beginn des Vortrages stellen wir Greenpeace als Organisation mit unserer Geschichte, unseren Themen und Prinzipien vor. Dieser Teil kann auf Wunsch verkürzt werden.

Anschließend geben wir einen kurzen Einblick, wie die sogenannte "Grüne Gentechnik" funktioniert, erläutern wir gesetzliche Rahmenbedingungen zu Zulassung und Anbau genmanipulierter Organismen und setzen einen Schwerpunkt bei den Versprechen und den Risiken des Einsatzes dieser Technologie.

Wem nützt die Gentechnik in der Landwirtschaft? Wo liegt der Nutzen für den Verbraucher und wo liegen die Nachteile? Dies sind die leitenden Fragen, die der Vortrag anhand rechtlicher, ethischer, wirtschaftlicher, ökologischer und gesundheitlicher Argumente zu beantworten sucht.

Der Einsatz von Gentechnik in Lebensmitteln rief früh Proteste hervor. Greenpeace hat hier von Beginn an mitgemischt. Aktionen und Forderungen unserer Organisation sollen vorgestellt werden.

Gentechnik im Essen sieht man leider nicht. Doch genau hinschauen lohnt sich. Genmanipulierte Zutaten müssen auf dem Etikett von Lebensmitteln oder in der Speisekarte im Restaurant gekennzeichnet werden. Mit Informationen zu Kennzeichnungspflichten genmanipulierter Lebensmittel und dem Greenpeace-Einkaufsnetz gibt der Vortrag interessierten Verbrauchern praktische Tipps, wie die Gentechnik vom Teller ferngehalten werden kann.

Gerne diskutieren wir mit Ihnen im Anschluss des Vortrages über unsere Positionen und Ihre Fragen.

Aufbau:

"Leben ausser Kontrolle" - Ein Film zum Thema Gentechnik mit anschließender Diskussion

Mitte der 80er Jahre entdeckt die Wissenschaft die Gentechnologie und damit die Möglichkeit, die Natur zu beherrschen. Alles scheint möglich. 20 Jahre später begeben wir uns auf eine Weltreise, um die vielfältig fortschreitende Genmanipulation bei Pflanzen, Tieren und Menschen zu erkunden: so stehen in Indien Tausende von Bauern wegen einer katastrophalen Genbaumwollernte vor dem Ruin; sie verkaufen eine Niere oder begehen Selbstmord. In Kanada ist durch mittlerweile flächendeckende Verseuchung der Anbau von Bioraps und Biosoja unmöglich. Genmanipulierte Lachse drohen Wildformen zu verdrängen. Firmen wie Monsanto melden Patente auf alteingesessene Nutzpflanzen an und erstreben die weltweite Saatgutkontolle. Weltweit bieten nur eine Handvoll idealistischer Wissenschaftler wie z. B. Dr. Vandana Shiva der Industrie die Stirn und untersuchen - unabhängig von deren Geld - die Auswirkungen transgener Tiere und Pflanzen auf die Umwelt und auf unsere Gesundheit, wenn wir diese genmanipulierten Lebensmittel zu uns nehmen.

Ein Film von Bertram Verhaag und Gabriele Kröber, 2004. Länge: 95 Min.

Anschließend stehen Mitglieder von Greenpeace Wuppertal zur Diskussion zur Verfügung.

>>Startseite Greenpeace Wuppertal