Hauptverantwortliche sind die Staaten mit dem größten CO2-Ausstoß, allen voran die USA und die EU, aber auch China und Indien. Die USA haben sich kein Jota bewegt - Präsident Obama ist mit leeren Händen nach Kopenhagen gekommen. Ihre alte Position, die Emissionen nur um vier Prozent zu reduzieren, ist ein Schlag ins Gesicht der Inselstaaten und anderer Länder, deren Existenz durch den Klimawandel bedroht ist.
Auch die EU beharrte auf ihrem 20-Prozent-Ziel. Die Taktik Angela Merkels und der EU-Präsidentschaft ist nicht aufgegangen. Sie wollten erst dann ehrgeizigere Ziele verkünden, wenn andere Länder mitmachen. Diese Taktik des Hinhaltens und Aussitzens führte mit dazu, dass jetzt alle mit leeren Händen dastehen. Vorreiter, die zögerlich nach links und rechts schauen, ob auch die anderen mitgehen, sind keine Vorreiter mehr. Aber auch China und Indien müssen dazu gebracht werden, sich nicht länger gegen ein globales Klimaziel und rechtlich verbindliche Abkommen zu sperren. Einziger Lichtblick sind die Ankündigungen der Industriestaaten, Geld in Milliardenhöhe für Entwicklungsländer bereitzustellen. Doch das sind bisher nur unverbindliche Absichtserklärungen. Offen bleibt ein verbindlicher Zeitplan und ein klares Mandat für weitere Verhandlungen. Jeder verlorene Monat kostet Menschenleben, Naturzerstörung und wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe.
2010 wird ein Jahr harter Arbeit. Themen wie Klimaschutz, Energieversorgung, der Erhalt der Artenvielfalt und Gentechnik bleiben aktuell. Kopenhagen hat gezeigt: Politik alleine kann oder will die Probleme nicht lösen. Es braucht den Druck der Gesellschaft, es braucht Greenpeace. Gleichzeitig wird klar: Die Menschen müssen selbst im Kleinen anfangen und dürfen sich nicht auf die Staatschefs verlassen. Menschen, die Greenpeace Wuppertal unterstützen wollen, sind herzlich willkommen. Bei uns kann jeder aktiv werden, das Themenspektrum ist weit gefächert, die Möglichkeiten des Handelns auch. Interessenten aus Wuppertal und Umgebung können sich einfach unter 0202 / 44 17 80 melden oder eine Mail an wuppertal@greenpeace.de senden.
Link zur Gletscherausstellung: www.gletscherarchiv.de
ich moechte kurz einige Worte darueber verlieren, welchen Inhalts diese Ausstellung ist und den Zusammenhang zur Klimaerwaermung darstellen.
Das Phaenomen des natuerlichen Treibhauseffekts ist eigentlich fuer das Leben auf der Erde positiv, gar unerlaesslich. Ohne ihn waere es auf der Erde im Durchschnitt -18 Grad kalt. Dadurch dass in der Atmosphaere aber Spurengase vorhanden sind, die Waermestrahlung reflektieren, wird eine Durchschnittstemperatur von 15 Grad Celsius erreicht.
Doch der Mensch beginnt seit Beginn der Industrialisierung das Klima zu veraendern, indem er zusaetzlich Treibhausgase in die Atmosphaere einbringt. Unter anderem sind dies die Gase Kohlendioxid, die rein kuenstlichen FCKWs, Ozon und Lachgas. Das Kohlendioxid macht hier den groessten Anteil aus. Es entsteht bei Verbrennung fossiler Energietraeger, wie Erdoel, Erdgas und Kohle.
Die Verantwortung der Menschen in den Industrielaendern wird deutlich, wenn man bedenkt, das 4/5 des Kohlendioxids von 1/5 der Weltbevoelkerung produziert wird.
Seit der Zusammenhang zwischen Temperatur und dem Gehalt des Kohlendioxids in der Atmosphaere bekannt ist, wurden einige Anzeichen fuer eine Aenderung des Globalklimas, insbesondere in den letzten Jahrzehnten, beobachtet:
Zur Dokumentation des Abschmelzen insbesondere der Alpengletscher wurde diese Ausstellung konzipiert. Sie wurde von der Gesellschaft fuer oekologische Forschung in Zusammenarbeit mit Greenpeace erstellt. Dabei werden alte Photos von Gletschern mit neuen Photos verglichen, die an derselben Stelle und zur selben Jahreszeit gemacht wurden, verglichen. Ein Ergebnis ist, dass seit Beginn der Industrialisierung bis 1980 die Alpengletscher rund 1/3 ihrer Fläche und die Haelfte ihrer Masse verloren haben. Seit 1980 sind weitere ca. 20-30 % des Eisvolumens abgetaut.
Doch nicht nur in den Alpen sind die Auswirkungen der Klimaerwaermung zu spueren, weltweit schmelzen die Eismassen in Hochgebirgsregionen, wie am Kilima Njaro, in den Rocky Mountains, den peruanischen Anden und Neuseeland.
Das Abtauen hat regionale Folgen: es gibt mehr Ueberschwemmungen, Geroellawinen entstehen haeufiger, auch durch das Abtauen der Permafrostboeden, es kann nach dem Abschmelzen der Gletscher zu Wassermangel in einigen Regionen kommen und es findet eine Verschiebung einzelner Pflanzenarten statt.
Aber der Treibhauseffekt hat auch globale Folgen, wie den Anstieg des Meeresspiegels, der dadurch einige tief liegende Weltregionen bedroht, oder das verstaerkte Auftreten von extremen Wetterlagen. Die Zusammenhaenge sind komplex und daher schwer berechenbar. Die Angaben fuer den Temperaturanstieg bis zum Jahre 2100 schwanken zwischen 1.4 und 5.8 Grad Celsius.
Trotzdem oder gerade wegen der Unvorhersehbarkeit ist groesste Vorsicht geboten und das Vorsorgeprinzip sollte auch hier greifen. Mitverantwortlich fuer den Treibhauseffekt sind unter anderem die multinationalen Oelkonzerne, allen voran Esso bzw. Exxon.
Esso ist einer der groessten Oelproduzenten weltweit. Er sorgte mit dafuer, dass die USA aus dem in Kyoto beschlossenen Klimaprotokoll ausstieg. Er beharrt auf der Ausbeutung der Erdoelvorraete der Erde, die sich Mitte dieses Jahrhunderts dem Ende zuneigen werden und investiert nicht, wie einige andere Oelfirmen, in erneuerbare Energie.
Greenpeace protestiert gegen das unverantwortliche Verhalten von Esso weltweit. Sie finden hier einige Hintergrundinfos und Unterschriftenlisten dazu, unter anderem eine Studie des Wuppertal Instituts ueber den Zusammenhang zwischen den Mineraloelkozernen und der Klimazerstoerung.
Was koennen wir tun, um die Klimaerwaermung einzudaemmen ?
(R. Weyer, 02.11.02)
"Mehr Treibhausgase, mehr Klimachaos. Bush und Esso, eine Kraft, die beides schafft!"
>>Keine Anzeige. (pdf, ca. 239 kB)
Wir protestierten am 29.10.05 gegen den Ausbau. Siehe die Presseerklärung dazu.
Weitere Informationen:
Aktuellere Infos finden Sie auf der Seite www.atomausstieg-selber-machen.de
Der Hintergrund für die Notwendigkeit von Filtersystemen in Dieselautos liegt in den auf Grund der speziellen Motortechnik besonders feinen Rußpartikel, die bei der Verbrennung entstehen. Sie sind unvorstellbar klein, so klein, dass sie nicht in dem Filtersystem der Nase hängen bleiben, sondern in die menschlichen Lungen vorstoßen können. Dort versagt auch die biologische Abwehr der Lungen und diese kleinen Teilchen können in die Lunge eindringen und unter Umständen ins Blut übergehen. Jeder, der die Gefahren von Tabakrauch kennt, wird abschätzen können, dass Dieselrußteilchen die Entstehung von Krebs begünstigen. Dies ist mittlerweile auch wissenschaftlich erwiesen.
Der Anteil an Dieselautos wird weiter zunehmen. Neueste Erkenntnisse sind veröffentlicht, die besagen, dass ohne Filtertechnik in 2010 der PKW Verkehr den LKW Verkehr an Dieselabgasen überholt haben wird. Deshalb müssen alle Dieselautos serienmäßig einen Rußfilter bekommen, nicht nur diese, die sonst die derzeitige Euro 4 Norm nicht schaffen und, siehe da, einen serienmäßigen Filter bekommen.
Aktuell haben die Automobilhersteller begriffen, dass sie um die Umsetzung nicht mehr herumkommen. Um so mehr, da Umweltminister Trittin die Autos mit Filtersystem über die Kraftfahrzeugsteuer begünstigen will. Dies soll, eine neue und schärfere Euro 5 Norm vorausgesetzt, im Jahre 2005 geschehen. Die Ausgaben für die Nachrüstung von Dieselfiltern sollen sich über die Steuerersparnis amortisieren. Der Minister will die Nachfrage nach sauberen Dieseln forcieren, da er, zitiert aus dem Kölner Stadt Anzeiger vom 21.11.03, jüngst gemeint hat: "Ich habe aufgegeben, an die Einsicht der deutschen Unternehmen zu glauben." Er positioniert die Verbraucher zu Recht als Entscheider: die Autokäufer haben es in der Hand, über ihre Nachfragefunktion das Angebot an sauberen Dieseln zu steuern.
[Uli B.]
Links zur Dieselruss-Kampagne nach Greenpeace Deutschland:
Laerm koenne nicht mit Schallpegelmessern oder Aehnlichem erfasst werden, da er die Auswirkung stoerender und belaestigender Geraeusche ist, meint Andreas Troge, Praesident des UBA: "Wenn man also etwas ueber Laerm erfahren will, bietet sich als beste Methode die Befragung an." Dabei werden die Befragten ausdruecklich um ihre persoenlichen Meinung gebeten.
Die UBA-Fachleute rechnen mit einer hohen Beteiligung, denn Laermbelastungen mit teilweise gesundheitsbeeintraechtigenden Wirkungen sind fuer viele Buergerinnen und Buerger ein Dauerzustand. In einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland sei zum Beispiel der Strassenverkehr in Wohngebieten eine bedeutende Laermquelle fuer rund die Haelfte der Bevoelkerung, heisst es in einer Mitteilung des UBA.
Ob und wie die Ergebnisse auf der Homepage des Bundesumweltamtes veroeffentlicht werden, steht noch nicht fest. Zumindest wird dort an eine vierteljaehrliche Veroeffentlichung gedacht. Im Vergleich zu anderen Erhebungsmethoden lassen Online-Umfragen noch zu viele Unsicherheiten in der Interpretation zu. Deshalb sollen die Ergebnisse aus der Online-Befragung mit herkoemmlich ermittelten abgeglichen werden.
Zur Online-Laermumfrage .
Neuere Studien bestaetigen den Verdacht, dass die L 418 nicht nur Verkehr umleitet, sondern auch neuen Verkehr erzeugt, wie von den Umweltverbaenden befuerchtet, und daher entgegen dem Klimaschutz steht, zu dem sich die Stadt Wuppertal im Klimabuendnis verpflichtet hat.
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