Das Jahr 2000 - Rückblick und Ausblicke

Am 14.12.00 um 18 Uhr stellen wir unsere Arbeit mit Bildern und Bannern vor. Am Anschluss daran beginnt gegen 19.15 Uhr das reguläre Plenum. Du bist herzlich eingeladen mit uns anzustoßen und uns über die Schulter zu schauen.

Atomkraftwerke stehen noch und auch die Wale werden noch gejagt - und dennoch gibt es Gründe genug die Sektkorken knallen zu lassen.

Von den 80 Greenpeace Gruppen in Deutschland gehört die Wuppertaler Greenpeace Gruppe zu 16 aktivsten Gruppen, die mit Ständen, Vorträgen, Aktionen Umweltthemen in ihrer Stadt bekannt machen. Das macht schon etwas stolz...

Es wurde zu aktuellen und brisanten Themen gearbeitet:

Liberalisierung des Strommarktes

Seit 1.April 1998 gibt es ein neues Energiegesetz. Seit dem kann sich der Verbraucher die Farbe seines Stroms aussuchen. Chance für Strom aus Sonne, Wind, Wasser & Co, aber auch Risiko durch billigen Atomstrom. Atomkraftwerke stehen zwar noch, aber schon 10.000 Menschen in Deutschland setzen lieber auf grünen Strom. Auch die Lampen und Computer im Büro der Greenpeace Gruppe werden von Sonne, Wasser, Wind & Co versorgt.

1067 Wuppertaler Hände für die Wale

Alle Jahre wieder ... fahren die norwegischen und japanischen Walfänger mit riesigen Schiffen los, um Wale zu töten - trotz internationalen Verbots. Alle Jahre wieder bekommen die Verantwortlichen aber auch den Druck der Öffentlichkeit zu spüren, der nach wie vor ungebrochen ist.

Kinder und Erwachsene können mit Handabdrücken diese faszinierenden Tiere symbolisch schützen - allein in Wuppertal 1067 Hände! Die Banner gehen auf eine lange Reise: Aus dem regnerischen Wuppertal ins sonnige Sydney, wo die internationale Walfangkonferenz stattfindet.

TBT - Verseuchte Babywindeln?

Greenpeace deckt im Sommer auf, dass viele Baby-Windeln mit schädlichen Dauergiften, z.B. TBT (Tributylzinn) verseucht sind. TBT ist eine Organozinnverbindung, die besonders schädlich ist und über die Haut aufgenommen werden kann. Schon geringe Mengen können die Abwehrkräfte des Menschen schwächen und das Hormonsystem beeinträchtigen.

Wir sagen besorgten Wuppertaler, was in manchen Windeln drin ist und welche besser nicht gekauft werden.

Öl in Sibirien? Gigantische Umweltverschmutzung &Verschwendung:

Russland ist arm, aber Sibirien ist reich - reich an schwarzem Gold, an Erdöl. Große westeuropäische Erdölkonzerne verdienen Millionen mit russischem Öl. Die Pipelines könnten einmal um die ganze Welt gelegt werden.

So fallen Lecks, aus denen das kostbare Erdöl in den Boden fließt erst mal nicht auf. Solange am Ende genug herauskommt, ist das den Verantwortlichen auch ziemlich egal. Die Zerstörung des Lebensraums für Menschen, Tiere und Pflanzen ist weit weg.

In über 50 Städten klären Greenpeacer an Tankstellen Pächter und Kunden auf. An der Elf -Tankstelle in der Schönebecker Straße überreicht die Greenpeace Gruppe dem Pächter eine zweigeteilte Flasche mit Wasser und "Öl" (gefärbtes Wasser): "Öl und Wasser dürfen sich nicht mischen." Auch der Pächter ist besorgt und leitet unsere Forderungen gerne an die Zentrale weiter.

Greenpeace hat die katastrophale Ölverseuchung in Sibirien bekannt gemacht. Ein erster Erfolg ist, dass dieses Thema zum ersten Mal auf den Tagesordnungen von Elf und dem Mineralölverband steht.

Genmanipuliertes Tierfutter für McDonalds Hühner!

Der Aufschrei im Juli ist groß: Greenpeace weist dem Fast- Food Riesen McDonalds nach, dass die Hühner mit genmanipulierten Soja-Schrot gefüttert werden. Diese Hühner werden dem Kunden in Form von Chicken McNuggets und McChicken Burger serviert.

In über 50 Städten protestieren lokale Greenpeace Gruppen vor den Filialen der Imbiss Filialen. Auch Mitglieder der Wuppertaler Greenpeace Gruppe stehen wochenlang in Elberfeld und Barmen mit Hühnerkostümen vor McDonalds. Es wird hartnäckig mit Filialleitern diskutiert und Kunden informiert. Der Protest ist prompt: Viele Verbraucher fordern McDonalds mit Postkarten, e-Mails und Faxen auf, die Gentechnik sofort aus ihren Produkten zu verbannen.

McDonald stellt lange auf stur - Greenpeace auch. Mit Erfolg: Mitte November erklärt McDonalds schriftlich, dass ab 1.April 2001 kein Gentechnik-Futter mehr auf den Tisch und in die Tüte kommt.

Und sonst?

Unterrichtsmaterial fürs Internet

Zusammen mit den Greenpeace Gruppen Düsseldorf und Leipzig entwickelt die Greenpeace Gruppe Wuppertal Unterrichtsmaterial für Lehrer. Ab Frühjahr 2001 können Lehrer auf den Homepages der Greenpeace Gruppen Arbeitsblätter, Unterrichtstipps, Informationen etc. zu verschiedenen Themen abrufen. In Arbeit sind folgende Themen:
Wale, Wald/Papier, Gentechnik, Energie.

Neue Medien

Infos für Bahnfahrer
Seit mehr als einem Jahr gestaltet die Greenpeace Gruppe eine Vitrine in der Unterführung Döppersberg. Hier kann man seine Wartezeit sinnvoll verbringen: Fotos, Texte und Informationsbroschüren zum Mitnehmen informieren über aktuelle Kampagnen.

Homepage
Diese Homepage gibt seit etwa einem Jahr und hat so manchen zu uns gelockt, mit Erfolg: Einige sind hängen geblieben! Und du?

Arbeit, Arbeit, Arbeit... - Nicht nur!

Wenn die Aktivitäten mit so vielen Erfolgen gekrönt sind, macht das Engagement für die Umwelt zufrieden und stolz. Greenpeace ist aber viel mehr als konsequente Umweltarbeit. Bei Greenpeace trifft man richtig nette Menschen, mit denen man auch gerne privat etwas machen möchte. Zwei Beispiele:

Ein Wochenende in der Eifel
Im August fahren wir für ein Wochenende in die Eifel, genauer gesagt zum Hohen Venn in der Nähe von Monschau. Das Hohe Venn ist eines der letzten Hochmoore in Europa, dass nur unter ganz bestimmten Bedingungen existieren kann. Die Führung durch diese einzigartige Landschaft ist interessant und sehr beeindruckend.

An diesem sonnigen Wochenende haben wir viel Zeit für nette Gespräche, Volleyballspielen und Relaxen. Die halbe Nacht sitzen wir draußen und gucken Sternenkino: Es ist die Nacht der Perseiden. In der Eifel ist der Himmel besonders klar, so dass wir irgendwann aufhören die Sternschnuppen zu zählen, aber nicht uns etwas zu wünschen.

Halloween
Die Nacht der umtriebigen Toten ist bei uns schon seit Jahren Tradition und dann wird bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und getanzt.

Und wie geht's weiter?

Die erste Hälfte des kommenden Jahres ist bereits im Visier und grob geplant.

Mitmachprojekt "Papier" für Interessierte
Wir wünschen uns zum Beispiel neue Mitstreiter. Menschen, die bei uns mitmachen möchten, muss nicht halsbrecherische Schlauchbootfahrten auf der Wupper bieten. Besondere Fähigkeiten muss man nicht mitbringen. Wir suchen Menschen, die zum Beispiel Lust haben:

Vielleicht bist genau du unser Mann / unsere Frau!
Das Auftakttreffen ist am 1.2.2001 in unserem Büro.

Schutz der Wale
Auch nächstes Jahr werden wir uns wieder für die Wale einsetzen, denn es steht viel auf dem Spiel... Nächstes Jahr wird auf der Internationalen Walfangkonferenz u.a. die Ausweitung Japans auf der Tagesordnung stehen.

>>Startseite Greenpeace Wuppertal